7 Headbänga online
01.10.2019 Alice Cooper
11.10.2019 The Sisters Of Mercy
19.10.2019 Knorkator
19.10.2019 Catcallas
25.10.2019 Jane
01.11.2019 Joey DeMaio
Reviews (10062)
Navigation
Artikel des Tages
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Interview

Interview mit Secrets Of The Moon (12.11.2009)

CDs von Secrets Of The Moon kaufenZur Druckversion dieses Artikels

buy, mail, print

Logo Secrets Of The Moon

Die deutschen Schwarzmetaller Secrets Of The Moon haben uns mit Privilegium vielleicht DAS Black Metal Albums des Jahres beschert. Kurz nach der Veröffentlichung des Meiserwerks hieß es für die Band ab auf Tour quer durch Europa und die Staaten. Vom Gig in Salzburg wurde auf unserer Seite ja bereits berichtet. Nun sind die Musiker zurück in der Heimat und Drummer Thelemnar stand mir Rede und Antwort.

HH: Ein fröhliches Hallo aus dem Süden der Republik! Ihr wart kürzlich auf einer ausgedehnten Tour durch Europa und die Staaten unterwegs - welche Bilanz zieht ihr nach all den Wochen der Touraktivität?

Thelemnar: Es war anstrengend, aber sehr intensiv. Jeden Abend, trotz Erschöpfung, 100% auf der Bühne zu geben, ist eine große Leistung. Die Europa-Tour war sehr gut, die in den USA ebenfalls. Eine ganz neue Erfahrung, aber mit Moonspell hatten wir eine freundliche und professionelle Band an Bord. Trotzdem ist in den USA alles ganz anders, als in Deutschland bzw. Europa. Für uns war es ein Erfolg, wir hatten ja nichts zu verlieren und haben viele neue Anhänger gefunden.

HH: Gab es irgendwelche ganz besonderen Momente während der Tour? Du weißt schon, solche von denen du jetzt schon weißt, dass sie dir immer in Erinnerung bleiben werden.

Thelemnar: Divine Heresy waren ja auch mit uns in den Staaten auf Tour und deren Gitarrist Dino Cazares (Fear Factory) ist ein unglaublich witziger und netter Kerl, mit dem wir viel gelacht haben. Besondere Momente waren für mich auch die Reisen durch die Wüsten bzw. schneebedeckten Wälder in Kanada. Es gab so viel zu sehen und zu erleben, wie man sich denken kann. Eine neue Erfahrung. Mein Favorit war aber die Europa-Tour, da unsere Freunde von Solstafir einfach unglaubliche Originale sind.

HH: In den Staaten habt ihr in jeder nennenswerten Großstadt einen Gig gespielt. Hattet ihr denn auch etwas Zeit zum Sightseeing oder war der Tagesablauf dann doch eher stressiger Natur?

Thelemnar: Das kam darauf an, wo wir gerade waren. Nur die Hälfte der Shows war in den Zentren und im Industriegebiet in Detroit gibt es halt nicht so viel zu sehen, wie auf dem Timesquare in New York. Licht und Schatten, wie in unserer Musik.

HH: Wo seid ihr auf die verrücktesten Fans gestoßen wo war die Stimmung am besten?

Thelemnar: Im südlichen Teil Nordamerikas war es am besten, denn da waren unglaublich viele Mexikaner. Das sind unglaublich treue und begeisterte Anhänger und sehr extrem, dafür aber immens freundlich.

HH: Wie hat dir der Gig in der kleinen Salzburger Rockhouse-Bar gefallen - dort hab ich euer Konzert angesehen. Wie hat euch die Location zugesagt?

Thelemnar: Naja, es ist halt eine Kneipe und was anderes als z.B. das Z7 in Pratteln in der Schweiz. Aber wir können in jeder Venue spielen und haben schon Schlimmeres erlebt. Kleine Clubs liegen uns am besten, da die Stimmung dort extremer ist.
HH: Bei dem Konzert ist mir aufgefallen, dass neben mir an vorderster Front auch Musiker von Code und eben Solstafir fleißig am Headbangen waren - war das bei jedem euerer Gigs so?

Thelemnar: Teilweise... wir sind halt zu Freunden geworden, da unterstützt man sich.

HH: Ihr habt euch mit den Musikern der anderen Bands also blendend verstanden...

Thelemnar: Das ist richtig. Und das weiß ich sehr zu schätzen.

HH: Ihr habt euch bei der Songauswahl auf die letzten beiden Alben beschränkt - gab es dafür einen besonderen Grund? Ich meine von Carved In Stigmata Wounds hättet ihr doch auch wenigstens ein Stück spielen können.

Thelemnar: Nun ja, wir hätten das natürlich tun können, aber wir haben uns eher danach gefühlt die neueren Stücke zu spielen. Weißt Du, einer möchte gerne "Praise The Chaos" hören, der andere einen alten Demo-Song... man kann es nie jedem recht machen. Was aber zählt, ist eine intensive Show! Da kommt es auf die Atmosphäre an und ich denke, die war gut in Salzburg.

HH: Da gebe ich dir recht. Von der Tour kommen wir zum aktuellen Album. Natürlich betrachtet man noch vor dem Anhören das Cover-Artwork der CD. Welche Idee steckt denn hinter dem Motiv? Also wenn ich einen Apfel im Zusammenhang mit Black Metal sehe, muss ich zwangsläufig an jenes Exemplar denken, das auch irgendwie in die Verbannung der Menschen aus dem Paradies verwickelt war...

Thelemnar: Der Apfel symbolisiert den ultimativen Sündenfall, da liegst Du also richtig... So ein Artwork zu benutzen, ist unser Privileg, also passend zum Albumtitel. Es gibt ein schwarzes Loch und du weißt nicht, was sich darin verbirgt, ebenso wie auf der CD. Du musst also hineinschauen und dich auf einen schwarzen Trip begeben.

HH: Wie würdest du die Musik auf Privilegivm beschreiben und welche Themen sprecht ihr in eueren Songs an?

Thelemnar: Es ist intensiver, schwerer Black Metal mit ein wenig Licht und noch mehr schwarzen Abgründen. Die Themen sind Tod, Dunkelheit und Verderben. Das ist die Kurzfassung, natürlich gibt es viel, viel mehr zu entdecken, wenn man sich dann die Zeit dazu nimmt und frei genug im Denken ist.

HH: Gibt es ein Stück, das du selbst als besonders gelungen betrachtest?

Thelemnar: Ich bin mit dem Gesamtwerk mehr als zufrieden.

HH: Musikalisch völlig aus der Reihe tanzt der Rausschmeißer "Shepherd" - ein eher alternatives Stück, in dem ihr die schwarzmetallischen Gefilde hinter euch gelassen habt. Wie kam es zu dieser Nummer und worum geht es darin?

Thelemnar: Es ist textlich die Fortsetzung von "Seraphim Is Dead" des Antithesis-Albums. Es ist eine vertonte Emotion sG's und mir. Wir haben diesen Song spontan geschrieben und unseren Gefühlen freien Lauf gelassen, ohne großartig darüber nachzudenken.

HH: Markiert "Shepherd" die künftige Marschrichtung von Secrets Of The Moon oder ist der Song eher als musikalisches Experiment zu betrachten?

Thelemnar: Es gibt keine Experimente, sondern nur vertonte Emotionen. Wir denken nicht nach, sondern tun, was wir wollen. Deshalb kann ich über die Zukunft der Songs und der Band nichts sagen. Das würde auch nicht dem Gesamtbild, der Aura der Band, gerecht werden.

HH: Das war auch schon meine letzte Frage. Ich bedanke mich für das Interview. Möchtest du unseren Lesern noch eine Botschaft mit auf den Weg geben?

Thelemnar: Folgt nicht blind, denkt nach!

Dagger

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos

© www.heavyhardes.de