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Interview

Interview mit Munarheim (31.08.2009)

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Als positive Überraschung werte ich die erste EP der deutschen Band Munarheim, die ich kürzlich hier besprechen durfte. Ihre Mischung aus Pagan, Folk und Dark Metal lässt einiges an Talent durchblicken. Daher kontaktierte ich Gitarrist Sebastian aus Kiel, der uns diese junge Gruppe im folgenden Interview näher vorstellen wird.

HH: Hi Sebastian! Munarheim ist ja eine noch recht junge Formation, die gerade ihre Demo-EP neu abgemischt und über Düsterwaldproduktionen veröffentlicht hat. Ich denke, es kann daher nicht schaden, wenn du unseren Lesern die Band mal vorstellst. Wie und wann kam es denn zur Gründung und welche Musiker sind an diesem Projekt beteiligt?

Sebastian: Zur Gründung von Munarheim kam es 2007, als ich meinen Zivildienst im Klinikum in Coburg antrat und dort Pascal kennenlernte. Nachdem wir ab und zu zusammen etwas spielten und tierisch Spaß dabei hatten, beschlossen wir relativ spontan, einfach mal eine Band zu gründen. Da wir dann außer Musik noch Texte und gesangliche Unterstützung brauchten, haben wir auch noch zwei Freunde mit an Bord geschleppt und begannen dann unsere ersten Lieder zu schreiben. Nach unserer ersten Demo entwickelte sich dann langsam unser eigener Stil und unser Line-up wurde etwas verändert. Bis zur zweiten Demo bestanden wir nur aus Pascal, der für den Bass, den Kreischgesang und einige Texte verantwortlich ist, Hilde, welcher ausschließlich Texte schrieb und aus mir, wobei ich die Musik und manch klaren Gesang beisteuerte. Mittlerweile haben wir nun noch einen Geiger (David Vardeh) dabei und einen Bassisten (Julius Heymann), so dass Pascal sich auf den Gesang konzentrieren kann.

HH: Wie würdest du selbst euere Musik beschreiben?

Sebastian: Gefühlvoll.

HH: Stichwort "Pagan Metal": dieses Genre platzt ja schon seit einiger Zeit aus allen Nähten. Rein musikalisch und zum Teil auch thematisch lassen sich auch bei euerer Musik Parallelen zu dieser Subkultur finden. Hättest du ein Problem damit, in diese Schublade geworfen zu werden?

Sebastian: Wenn Leute uns in die Schublade stecken möchten, dann sollen sie sich keinen Zwang antun. Einflüsse aus diesem Bereich sind natürlich vorhanden, doch beeinflusst uns dies nicht mehr so stark wie es noch auf unserer ersten Demo zu vernehmen war.

HH: Worum drehen sich die Texte auf der EP ...Und Der Wind Sang?

Sebastian: "Ruhelos" zum Beispiel ist ein kritisches Lied, das in einfache Worte gefasst, aussagt, dass man sich selber öfters in den Arsch treten soll, was machen soll, sich nicht hängen lassen darf und Dinge anpacken muss um etwas zu verändern. "Hexentanz" dagegen ist eigentlich nur eine fiktive Geschichte, eine Art kleines Märchen, welches wir erzählen. "Auf Schwingen Einst Erdacht" und "Herbst" drücken wiederum etwas die Sehnsucht, Wehmut und Hoffnung aus, die jeder von uns von Zeit zu Zeit empfindet und in sich trägt.

HH: Gab es in der Phase des Komponierens ein paar Bands, die euch beeinflusst haben? Im Review hab ich euch ja gewisse Ähnlichkeiten mit Empyrium und Dornenreich unterstellt...

Sebastian: Beeinflusst haben mich während des Schreibens der Lieder, wie du schon erwähnst, vor allem Bands wie Empyrium, Dornenreich, Tenhi etc., was man vielleicht heraushören kann. Jedoch nicht nur rein musikalisch, sondern eher die Stimmung der Lieder dieser Bands, beeinflusste mich beim Komponieren. Doch abgesehen davon sind die eigenen Gefühle das Ausschlaggebende, wie ein Lied wirklich entsteht und klingt.

HH: Ich hab gelesen, dass du zu Studienzwecken mittlerweile nach Kiel gezogen bist. Darf man fragen, welchen Beruf du neben deinem Musikerdasein anstrebst?

Sebastian: Das ist richtig, das ich mittlerweile in Kiel wohne. Ich studiere hier Skandinavistik und Musikwissenschaft und strebe an, die Musik auch in meinem Beruf nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch, in welcher Art auch immer (Theater, Film, Tonstudio....), mit einzubinden. In welchem Beruf ich später dies verwirklichen kann, wird sich aber erst noch herausstellen. Auf jeden Fall bringt das theoretische Wissen aus dem Studium schon viel beim Komponieren der Lieder und bringt einen immer wieder auf neue Ideen, die man mal ausprobieren möchte.

HH: Wie funktioniert die Arbeit mit der Band über solch eine Distanz? Ich meine Coburg - Kiel, das ist ja nicht gerade ein Pappenstiel?

Sebastian: Also gäbe es das Internet nicht, würde es auch nicht funktionieren. Wir tauschen Textideen und Kompositionen immer übers Internet aus, so dass jeder seinen Senf dazugeben kann. Aufgenommen hat bisher auch jeder bei sich zu Hause und ich habe dann alle Spuren zugeschickt bekommen und zusammengemischt. Ist alles etwas aufwändiger, aber wenn sich jeder anstrengt, kann das auch klappen.

HH: Was würdest du mit Munarheim gerne erreichen? Habt ihr euch irgendwelche Ziele gesteckt oder geht es nur um den Spaß an der Freude?

Sebastian: Natürlich steht der Spaß im Vordergrund, doch mit dem Ergebnis soll auch jeder zu 100% zufrieden sein, wodurch natürlich auch oft viele Diskussionen entstehen können. Aber unser Traum, als wir die Band gründeten, war, ein Album wirklich offiziell zu veröffentlichen und mit Düsterwald-Produktionen an der Seite können wir dies nun erreichen, was uns sehr freut.

HH: Und wie sieht's mit Live-Auftritten in nächster Zeit aus? Die sind ja unabdingbar, wenn man seinen Bekanntheitskreis erweitern will...

Sebastian: Das ist in der Tat sehr schwierig zu realisieren. Wir möchten auf jeden Fall live spielen und werden auch vieles daran setzen es trotz der Distanz zu schaffen, dies umzusetzen, doch ob es tatsächlich klappen wird, steht noch in den Sternen.

HH: OK - letzte Frage: warum sollte sich der übersättigte Musikkonsument euer Album kaufen und wo kann er es bekommen, wenn er sich denn dazu durchgerungen hat?

Sebastian: Warum? Tja, dass sollte wohl jeder selber wissen, warum er sich ein Album von uns kaufen sollte. Vielleicht weil ihm die Texte gefallen, vielleicht weil ihn die Melodien verzücken, oder er einfach eine kleine Band unterstützen möchte. Was es auch sein mag, wir freuen uns über jeden, der sich für uns entscheidet. Bekommen kann er/sie die CD dann direkt über Düsterwald-Produktionen im Internet für zwei Euro.

HH: Na, das ist ja ein richtiges Schnäppchen. Ich sage danke für das Interview und wünsche euch für die Zukunft alles Gute.

Sebastian: Ich habe zu danken.

Dagger

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