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Interview

Interview mit L.Minygwal (29.01.2003)

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Eine Band namens "L.Minygwal"? Seltsam! Ein Album mit dem Titel "E'er"? Noch seltsamer! Dazu abgefahrenste Musik, Musik wie ein Drogenentzug!?!? Hmmmm,... ...also fragen wir doch mal...

HH: Stellt euch doch mal kurz vor.

Andrea: Wir sind ein Trio, das aus Jens - der die Gitarren spielt, Thomas - der am Schlagzeug, Cello und Samples zugange ist, und aus mir, Andrea, besteht. Ich mache den ganzen Gesang (schon immer so gewesen, da gibt es z.B. keinen Sänger, wie man uns in manchen Reviews dazugedichtet hat), spiele Bass und manchmal etwas Harfe.

HH: Erzähl doch mal was zur Geschichte von "L.Minygwal".

Andrea: Thomas und ich sind Geschwister und machen seit Kinderzeit musikalische und performance-mässige Experimente / Projekte zusammen. Lange Zeit haben wir beide zusätzlich dazu - manchmal alleine, meist aber zusammen - auch in so etwas wie Orchester, Theater, Chor, anderen Bands und Musikprojekten mitgemacht. Irgendwann haben wir dann eine Person gesucht, die Gitarre spielt, wobei wir dann sehr lange mit zig verschiedenen Gitarristen rumprobiert haben, und irgendwann dann endlich auf Jens gestossen sind. Das hat sofort gepasst. Zunächst hiessen wir drei dann noch "Lost In The Supermarket", haben uns dann aber bald in "L.Minygwal" umbenannt, was besser zu uns und unserer Musik passt. Parallel zu "L.Minygwal" hat jede/r von uns meist noch andere Musikprojekte laufen.

HH: Euer Bandname klingt recht ausgefallen. Was bedeutet "L.Minygwal"? Und was hat es mit dem Albumtitel "E'er" auf sich?

Andrea: Es soll nichts bestimmtes bedeuten, wir mögen einfach den Klang von dem Namen. Genauso steht's mit "E'er", der Klang und die Buchstabenzusammenstellung hat uns einfach gefallen. Wir fänden es schade, wenn einzelne Begriffe die Imagination oder Assoziation zu sehr in eine Richtung drängen. Bei uns geht es nicht um Bedeutungen oder Inhalte durch Text, sondern um Klänge, Geräusche und Musik und das Erlebnis davon.

HH: Beschreib doch mal eure Musik für jemanden, der eure Werke noch nicht gehört hat.

Andrea: Ähhhmmm... sorry, kann ich nicht. Die anderen beiden können das aber auch nicht. ...es macht uns wahnsinnig viel Spass, das ist alles, was mir einfällt.

HH: Welche Bedeutung hat eure Musik? Welche Bedeutung hat sie für euch?

Andrea: Bedeutung? Äääähhhhm. Bedeutung. Für die Post AG, die Bahn AG und die Telekom (durch unsere unterschiedlichen und wechselnden Wohnorte) wahrscheinlich eine grosse. Für unsere Nachbarn und Mitbewohner keine besondere. Für verschiedene Wasserkocher, Backöfen, Flaschenöffner, Toaster, Schlafsäcke und Iso-Matten wahrscheinlich eine eher grosse. ....und für uns? ...wir machen eben ganz gerne Musik.

HH: Wer schreibt bei euch hauptsächlich die Songs? Verfolgt ihr ein bestimmtes (Arbeits-)Konzept wenn ihr eure Lieder und Texte schreibt?

Andrea: Die Musik entwickeln wir gemeinsam. Jede/r denkt sich aus, was zu den Ideen der anderen passt. Die einzige Regelmässigkeit bei uns ist, dass wir unsere Musik unregelmässig und spontan entwickeln. Die Lust am Improvisieren und Experimentieren steht bei uns im Vordergrund. Die Lyrics -oder wie auch immer man das nennen will - schreibe ich.

HH: Wovon handeln eure Lyrics?

Andrea: Von Sonnenaufgängen und Sonnenuntergängen... ääähm? ....nee, ...fast.... ich meinte vom frühen schlafen gehen und frühem Aufstehen! ... nee, das iss es auch noch nicht ganz.... ääähh... Es geht bei den Lyrics nicht so sehr um Inhalte, als vielmehr um den Rhythmus und Klang der Wörter oder Textelemente und der Stimme. Wenn dabei z.B. eine fiktive Person etwas erzählt, ist das nur eine mögliche Form, um etwas bestimmtes mit der Stimme zu machen, nicht um den Text mit irgendwelchen Inhalten / Botschaften in den Vordergrund zu stellen.

HH: Wo habt ihr eure musikalischen Einflüsse her?

Andrea: Schwer zu sagen, da wir alle drei unterschiedliche musikalische Hintergründe haben und auch heute noch teilweise sehr unterschiedliche Sachen hören. Wenn wir drei unsere alten Vinyle, Kassetten und CD's auf einen Berg zusammenschütten würden, wäre da was aus den Bereichen Punk, Chanson, Noise, Electronic, Klassik, Trash, Hardcore, Industrial, Free-Jazz, Metal, Grindcore, Geräuschgebastel und traditionelle Klänge der Inuits dabei. Die Antwort ist wahrscheinlich nicht wirklich hilfreich, oder? Sorry.

HH: Im Info-Zettel zur "E'er" werden eure "heftigen Live-Gigs" gepriesen. Wie kann man sich euere Live-Auftritte vorstellen? Was erwartet einen da?

Andrea: Das kann ich so nicht sagen, wir wissen es auch nicht. Das überlegen wir uns immer kurz vorher. Das ist ja der Reiz dabei.

HH: Habt ihr Pläne für eine Tour?

Andrea: Ja, wie es momentan aussieht eine kleine Tour im mittleren April bis Anfang Mai 2003.

HH: Was macht ihr, wenn ihr nicht gerade Musik schreibt?

Andrea: Wenn wir nicht gerade in Hildesheim sind, treiben Thomas und Jens sich zur Zeit oft in Berlin herum und beschäftigen sich dort mit verschiedenen Dingen und ich gucke oft bei denen vorbei, verbringe meine Zeit momentan aber meist in Sheffield, wo ich ebenfalls mit verschiedenen Dingen beschäftigt bin.

HH: Was haltet ihr von Mp3 und den ganzen Tauschbörsen im Internet? Segen oder Fluch?

Andrea: Eine/r hat zur Zeit DSL inkl. Flatrate und nutzt sie auch,........ nicht nur für sich.

HH: Warum sollte jemand euer Album kaufen?

Andrea: Keine Ahnung. "Sollte" schon mal gar nicht, möglicherweise "könnte".

HH: Denkt ihr, dass euer Album Menschen helfen wird?

Andrea: Helfen? Wobei denn?

HH: Denkt ihr, dass euer Album Menschenleben retten könnte?

Andrea: Nicht mehr oder weniger als das letzte Album von Helge Schneider.

HH: Ist dieses Album eure Fahrkarte in den Himmel? oder in die Hölle?

Andrea: Was soll das sein..?!?! Wo geht's lang !?!?!? ....Sorry, das sind keine für uns relevanten Kategorien, und..........., ...........ich muss gerade so lachen.

HH: Zum Abschluss ein paar Worte.

Andrea: Danke fürs Lesen und Interesse. www.lminygwal.de

Lord Obirah

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