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Interview

Interview mit Death Of Millions (22.05.2003)

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Death Of Millions kommen aus Texas und ihre Musik hat auch durchaus ihre Reize. Gitarrist Lee stellte sich freundlicherweise zur Verfügung und beantwortete unsere Frage.

HH: Stell dich doch mal kurz vor.

Lee: Hi, ich bin Lee. Ich spiele bei DOM Gitarre und bin auch für einige Backing Vocals verantwortlich.

HH: Kannst du uns was zur Geschichte von DOM erzählen?

Lee: Mark, Chuck, Ray und ich haben DOM 1994 gegründet. Wir haben ein paar Songs geschrieben und dann einen alten Schulfreund von mir, Donni (V) von Vesperian Sorrow angeheuert. Donni spielte ein Jahr lang Gitarre bei uns, bevor er die Band verliess und seine eigene gründete. Wir sind gut miteinander befreundet und Vesperian Sorrow treten wirklich Arsch. Wir versuchen bei jeder Gelegenheit zusammen mit ihnen zu spielen. Wir haben dann Brian gefunden, der Donni an der zweiten Gitarre ersetzte, ich glaube, das war '96. Mein Cousin Ray spielte den Bass bei uns, hatte aber einige persönliche Schwierigkeiten und beschloss deshalb, die Band zu verlassen. Er hat nun eine eigene Familie und ihm geht's ziemlich gut.
Brian kannte aber jemanden, von dem er dachte, er wäre ein guter Bass-Spieler. Nach unserem zweiten Demo haben wir ihn angeheuert, das war kurz bevor wir ins Studio gingen, um unser Debüt "Frozen" aufzunehmen, das unter Dies Irae Productions erschien. Er hatte gerade mal genug Zeit, die Hälfte der Songs zu lernen, bevor wir mit den Aufnahmen anfingen. Das war 1997. Er hat einen guten Job abgeliefert und die restlichen Songs im Studio gelernt! *lol* Und dabei ist es dann auch geblieben, so sieht unser aktuelles Line-up aus: Chuck (V), Brendon (B), Brian (G), Lee (G) und Mark (D).
Nachdem "Frozen" nicht so toll ankam, haben wir zwei weitere Demos aufgenommen. "Lay In Wait", eine Vier-Song-EP, im Jahre 2000 und eine weitere Vier-Song-EP mit dem Titel "Promo 2002". Die "Promo 2002" haben wir aufgenommen, nachdem wir uns Ende 2001 von Dies Irae getrennt hatten, weil wir uns nach einen Deal mit einem anderen Label umgesehen haben. Aber wir ernteten wieder nur verhaltene Reaktionen, weshalb wir schon überlegt haben, dieses Death Metal Ding aufzugeben. Aber zu unserer Rettung kamen dann Blackend Records auf uns zu und haben uns einen Vertrag angeboten. Wir waren kurz davor, uns aufzulösen, als sie uns aufnahmen. Bei Blackend fühlen wir uns wie in einer Familie, weil sie bisher immer alles auch getan haben, was sie uns versprochen hatten. Ich bin im festen Glauben, dass nur Gutes aus unserer Zusammenarbeit mit Blackend rauskommen wird.

HH: Wie würdest du eure Musik für jemanden beschreiben, der sie noch nicht gehört hat?

Lee: Kranker verwirrender blutiger Death Metal! *lol* Ich denke, teilweise zumindest mit der schnellste Death Metal, den es zur Zeit gibt. Das macht es für den Hörer schwer, aber wir versuchen interessant zu bleiben.

HH: Wie unterscheidet sich deiner Meinung nach "Statistics And Tragedy" von euren letzten Aufnahmen?

Lee: Das ist wie Tag und Nacht. Es sind dazwischen nicht nur zwei Jahre vergangen, nein, auch als Musiker haben wir uns weiterentwickelt. Wir haben gelernt, einfache Riffs mit verrücktem, komplexem und umwerfendem... Zeug zu kombinieren. *lol* Eigentlich wollen wir nur Spass haben.

HH: Woher habt ihr eure Inspirationen für die Texte? Es ist schon ein bisschen abgedreht, wenn man über Massenmörder und solche Dinge redet!

Lee: Eigentlich ist das Chucks Bereich. Er hat sich da diese Zivilisation ausgedacht und mag es sehr, zu erzählen, wie die sich gegenseitig den Krieg erklärt und abgeschlachtet haben. Du kannst dir sicher sein, dass jedes Album, das wir veröffentlichen werden, ein bisschen anders sein wird, als das vorherige. Vor allem jetzt, da wir die Möglichkeit haben, jedes Jahr eins rauszubringen oder zumindest solange, wie Blackend will, dass wir das tun.

HH: Habt ihr eigentlich Probleme wegen eurer Musik und euren Texten? Ich meine Schwierigkeiten mit den Cops, besorgten Eltern oder irgendwelchen anderen Leuten?

Lee: Nicht wirklich, zumindest noch nicht. *lol* In Punkto Death Metal hast du aber immer in paar Eltern, die jemandem den schwarzen Peter zuschieben, wenn sie bei ihren eigenen Kindern versagen. Wir leben in einer freien Welt, warum sollte ich die Verantwortung auf mich nehmen, wenn ich sie einem anderen aufdrücken kann, vor allem, wenn ich meine Kinder verprügle, sie ignoriere und vom Fernsehen erwarte, dass es ihnen erzählt, was Moral ist. Und dann wundere ich mich, wenn sie in die Schule gehen und jeden um sich rum abknallen. Ich würde vielleicht auch versuchen, die Musik, die sie hören, dafür verantwortlich zu machen. Das würde ich tun, wenn ich so ein beschissener Drecksack von Eltern wäre. *lol* Aber ich kann dir versichern, das bin ich nicht und werd's auch nie sein.

HH: Was kannst du uns über eure Live Auftritte erzählen?

Lee: Ich will ja nicht langweilig klingen, aber wir konzentrieren uns ganz auf die Musik und wie wir sie spielen. Wir haben keine Kostüme oder phantastische Lichtshows, ausser der Club, in dem wir spielen hat sowas. Wir versuchen energiegeladen zu sein und Spass auf der Bühne zu haben und es richtig zu geniessen, wenn wir da oben stehen. Es dreht sich alles um den Sound, wenn man nen guten Sound hat, ergibt sich die gute Show von alleine. Wir versuchen, den bestmöglichen Sound zu erreichen, weil die Leute schliesslich teures Geld dafür bezahlen, uns spielen zu sehen.

HH: Habt ihr schon Pläne für eine Tour? Kommt ihr auch nach Europa und nach Deutschland?

Lee: Auf alle Fälle, wir können's kaum noch erwarten in Europa und woanders ausserhalb der USA zu spielen. Wir würden auch hier gerne touren, aber die Shows schwanken von "grossartig" bis zu "nicht wert, gespielt zu werden". Es ist in den USA schwierig, zu touren, vor allem, wenn man ein begrenztes Kapital hat. Jetzt aber, da wir Unterstützung von unserem Label haben, ist eine Tour in ein paar Monaten recht realistisch.

HH: Warum sollte sich jemand euer Album kaufen?

Lee: Um eine einzigartige Form des Texas Death Metal zu hören und zu entdecken. Ich finde es ok, Musik aus dem Netz zu laden, wenn man nicht weiss, wie eine Band klingt und man hören möchte, worüber alle reden. Aber wenn du das magst, was du hörst, solltest du die Band und die Musik unterstützen, indem du das Album kaufst oder auf deren Konzerte gehst. Wenn du die Band nämlich nicht unterstützt, gibt's nämlich auch keine freien Downloads von ihnen mehr. Bei den Labels dreht sich alles nur ums Geld, wenn eine Band kein Geschäft macht, wird es sie nicht mehr lange geben.

HH: Denkst du, dass euer Album Leuten helfen wird?

Lee: NEIN! Ich hoffe wirklich nicht. Denke ich, dass der nächste Serien-Killer durch mein Album inspiriert wird und dann einen Amoklauf veranstaltet? Wenn jemand Death Metal hört, bevor er ins Fitnessstudio geht, um sich aufzublasen, JA! Wenn jemand Musik macht und durch meine Platte über noch verrücktere Riffs nachdenkt, JA! Wenn jemand Death Metal mag und darin ein Ventil findet anstatt einen Amoklauf zu veranstalten, JA. Aber wenn jemand lernen will, was moralisch ok ist, oder was gut und schlecht ist, dann ist das nicht mein Job, sondern die Aufgabe der Eltern. So jemand hat glaube ich grössere Probleme, als darüber nachzudenken, was er gerade hört und so jemand sollte schleunigst in Therapie!

HH: Ist diese Platte euer Ticket in den Himmel oder in die Hölle?

Lee: Das kommt drauf an, mal angenommen, es gibt den Himmel überhaupt. Wir könnten doch alle bereits jetzt schon in der Hölle sein, oder nicht? Für viele Leute ist die Welt in der wir leben, bereits die Hölle. Aber gleichzeitig ist es für andere der Himmel auf Erden. Mein Geld fliesst in die Hölle, ich glaube, der Himmel ist ein bisschen zu langweilig für jemanden, der Death Metal hört.

HH: Glaubst du, George W. Bush lädt euch zu seiner nächsten Geburtstagsparty ins Weisse Haus ein, damit ihr ein paar Liedchen spielen könnt?

Lee: Ich glaube nicht, aber das wäre auch scheisse. Ich wäre mehr als glücklich darüber, ein bisschen brutalen Death Metal für George und seine Truppen zu spielen. Es würde sicher passen, wenn wir für sie auftreten, vor allem wenn man beachtet, wieviele von Saddams Leuten wir im Irak umgebracht haben *lol*. Nicht dass ich Krieg besonders toll finden würde, aber es ist besser, wir kümmern uns gleich um diese Kerle, anstatt darauf zu warten, dass sie hierherkommen. Hier kommt 9/11 wieder ins Spiel.

HH: Zum Abschluss noch ein paar Worte?

Lee: Nur eins: Wenn ihr mögt, was DOM machen, helft uns, indem ihr uns unterstützt. Wenn ihr denkt, wir sind scheisse, das ist auch ok, es ist immer noch besser, so etwas zu fühlen, als überhaupt nicht zu denken. Und auch wenn ihr meint, dass wir nicht die Grössten sind, aber das was wir tun ok ist, dann fördert uns ein bisschen oder irgendjemanden anders in der DM Szene. Unterstützt unsere Musik oder sie wird aussterben. Vielen Dank für eure Zeit und eure Anfragen an DOM.

Lord Obirah

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