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Listening Session von In Extremos Sängerkrieg am 17.03.08

Drei Jahre ist es nun schon wieder her seit Mein Rasend Herz in die Läden kam. Seit dem waren die Spielleute von In Extremo einiges unterwegs. Nun jedoch ist es bald wieder soweit, das neue Album Sängerkrieg steht in den Startlöchern. Und da die sieben Vaganten zu den erfolgreichsten deutschen Rock Acts gehören, luden Universal Music gleich zu drei Pre-Listening Sessions ein. Zum Ortstermin in München machten sich Hannes und meine Wenigkeit (Ray) auf den Weg. Nach kurzen Orientierungsschwierigkeiten war der Laden MC Müller gefunden und füllte sich langsam aber stetig. Um kurz vor 20:00 Uhr kamen dann auch noch die Bandmitglieder Das Letzte Einhorn (Vocals) und Der Lange (Guitar) und begrüßten kurz die Anwesenden. Bevor die musikalische Beschallung losging gab es noch lecker Bier und Burger für die hungrige Meute, was dankend und zahlreich angenommen wurde.

Doch dann ging die musikalische Reise los. Das Album wurde einmal komplett präsentiert, was eine fundierte Auseinandersetzung mit den Songs nicht ermöglichte. Doch hier die ersten Eindrücke des rund 60 Minuten langen Albums:
1) "Sieben Köche": ein knackiger Opener, der klar von den Gitarren dominiert wird. Die Dudelsäcke treten hauptsächlich beim Refrain in Erscheinung.
2) "Sängerkrieg": ein treibender, in flottem Uptempo gehaltener Song, der härtetechnisch gegenüber dem Opener noch eine Schippe drauflegt. Die Gitarren zeigen sich hier etwas tiefer gestimmt. Wohl bezeichnend für das neue Album ist die Textzeile "In Extremo werden niemals knien..:"
3) "Neues Glück": balalaikartige Klänge läuten den Song ein, der im Midtempo gehalten ist. Durch den Text erhält der Song eine leicht nachdenkliche Note.
4) "En Esta Noche": harte Gitarren, gepaart mit Harfenklängen stehen am Beginn des Songs, der dann Fahrt ins flotte Midtempo aufnimmt. Der bislang eingängigste Song, schön vorwärtstreibend und fordernd, mit der bekannten Saltarello-Melodie im Mittelteil.
5) "Mein Sehnen": wie der Titel schon vermuten lässt, ist der Song etwas zurückhaltender, nachdenklicher. Langsames Midtempo ist hier angesagt, jedoch steigert sich der Song beim Refrain und wird intensiver gegen Ende.
6) "Flaschenpost": ein einfacher, aber effektiver Drumrhythmus dominiert den Song, der bei den Shows für einiges an Bewegung im Publikum sorgen dürfte. Die Mittelalterinstrumente treten hierbei etwas dominanter in Erscheinung.
7) "Requiem": ein Song, der gänzlich ohne Stromgitarren auskommt, mal schneller, mal ruhiger. Eine klare Mittelalternummer.
8) "Frei Zu Sein": ein flotter, melodischer Song, der mich etwas an "Nur Ihr Allein" vom Album Mein Rasend Herz erinnert. Viel Bewegung ist also somit garantiert.
9) "Zauberspruch": langsameres Midtempo, eher ruhig gehalten, doch mit einigem an "Bombast" ausgestattet.
10) "In Diesem Licht": der wohl ungewöhnlichste und uneingängigste Song des neuen Albums. Nach dem mittelalterlichen Beginn dominieren die Gitarren wieder das Geschehen. Aufgrund der ungewöhnlichen Melodieführung präsentiert sich der Song eher sperrig und passt in meinen Augen nicht ganz zur Band.
11) "Tanz Mit Mir": eine sehr heavy Nummer, einfach und doch heftig strukturiert, mit einem Refrain zum Mitsingen ausgestattet.
12) "An End Has A Start": die englischsprachige Nummer des Albums mit einem knackigen Beginn. Der Song zeigt sich flott, treibend und mit einem schon fast EBM-lastigen Rhythmus versehen.
13) "Mein Liebster Feind": eine auch eher etwas untypischere Nummer der Spielleute, ebenfalls sehr gitarrendominiert.
14) "Auf's Leben": zum Ausklang des Albums hat man diese Ballade gewählt, die sehr nachdenklich gehalten ist und den Zuhörer wieder "runter bringt".

Was ist also das Fazit? In Extremo haben mit Mein Rasend Herz ja bereits angedeutet, dass der Kurs geändert wird. Diese Kursänderung haben sie nun weiter voran getrieben. Sängerkrieg zeigt sich deutlich metallischer und gitarrenlastiger als seine Vorgänger, das mittelalterliche Instrumentarium spielt größtenteils eine eher untergeordnete Rolle. Wer mit Mein Rasend Herz schon mehrere Durchläufe brauchte, wird diese auch bei Sängerkrieg in Anspruch nehmen müssen. Aber In Extremo zeigen auch, dass sie unabhängig sind und ihren eigenen Weg gehen. So oder so.

Ray


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