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Defeated Sanity - Passages Into Deformity

Defeated Sanity - Passages Into Deformity
Stil: Brutal Death Metal
VÖ: 05. Februar 2013
Zeit: 38:19
Label: Hammerheart
Homepage: -

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Zwei Jahre ist es her, da versetzte der Erstkontakt des Redakteurs mit Defeated Sanity für ein feuchtes Höschen seitens des Schreiberlings, war die Blut- und Eiter-Suppe der Trümmertruppe doch ein Gebräu genau nach des alten Mannes Geschmack. Wenn man erst mal auf den Geschmack gekommen ist, hungert es einen doch meist nach mehr davon, weswegen sich die zwei Jahre Wartezeit doch ziemlich dahin zogen.

Nun, die Durststrecke ist endlich vorbei, das neue Werk hört auf den Namen Passages Into Deformity und bietet gewohnt heftigen Stoff. Allerdings auch etwas sperrigeren im Vergleich zum Vorgänger, die Komplexität der Songs hat meiner Meinung nach deutlich zugenommen. Das macht das Album auf der einen Seite vielschichtiger, erschwert aber andererseits auch den Zugang zum Material, wobei man in diesem Musik-Sektor den Begriff "zugänglich" doch recht vorsichtig gebrauchen sollte. Die Songs fordern den Hörer eindeutig mehr, zwingen ihn, sich intensiv mit den Stücken auseinanderzusetzen, haben aber auch teilweise das Problem, wenig erinnerungswürdige Momente vorweisen zu können. So sind die Tracks für sich gutklassig bis gut, über die gesamte Albenlänge hat sich bei mir aber trotz oftmaligen Hörens nur der Rauswerfer "Martyrium" wirklich längerfristig festsetzen können. Das hat mir bei Chapters Of Repugnance doch um einiges besser gefallen.

Dafür klingt der Sound wieder wie aus einem Guss. Selten bekommt man im Brutal Death Metal-Bereich eine derart dynamische, akzentuierte Abmischung geboten, fernab jeder Stumpfheit. So kann die rohe Gewalt der Musik uneingeschränkt wirken und auch die technischen Fähigkeiten werden adäquat präsentiert. Diese spielen ganz eindeutig in der Oberliga, hier wird dem geneigten Hörer ein ums andere Mal gezeigt, dass man gerade im Extrem-Sektor nicht nur stumpf vor sich hinschrubbeln muss. Den Personalwechsel am Mikrofon bemerkt man so gut wie gar nicht, denn auch das neue Goldkehlchen zieht alle Grunz-Röchel-Gurgel-Rülps-Register, die man erwarten kann. Spieldauer und Artwork sind dem Material mal wieder angemessen ausgefallen, diesbezüglich gibt es also keine Schimpfe vom Rezensenten.

Die Kritik liest sich möglicherweise wesentlich negativer, als sie in Wirklichkeit gemeint ist, es handelt sich dabei um Gejammer auf verdammt hohem Niveau, vor allem, wenn man sich länger mit dem Album beschäftigt. Aber ich musste einfach deutlich machen, dass das 2011er Werk für meinen Geschmack eine Ecke besser ausgefallen ist. Beim aktuellen Rundling handelt es sich nichts desto trotz um ein kompetent eingezimmertes, solide in Szene gesetztes Werk am äußeren Rand des musikalischen Spektrums. Mal sehen, wie mir das Ding in einem halben Jahr gefällt...

Hannes

4 von 6 Punkten

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