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Salem (UK) - In The Beginning

Salem (UK) - In The Beginning
Stil: New Wave Of British Heavy Metal
VÖ: 25. Juni 2010
Zeit: 84:46
Label: Pure Steel Records
Homepage: www.salemband.co.uk

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In the beginning... there was... the New Wave Of British Heavy Metal! Manche der damals aufstrebenden Bands kamen spater ganz groß raus wie Maiden und Saxon. Manche zockten noch Dekaden lang bis heute im gesicherten Metal-Mittelfeld wie Raven, die Tygers Of Pan Tang, Girlschool oder Demon und manche erreichten absoluten Kult-Status, ohne dass das in höhere Bekanntheitsgrade um-, geschweige denn sich in Verkaufszahlen nieder schlug. Man denke an Savage, Tysondog, Blade Runner oder Spartan Warrior. Zu Letzteren ist wohl auch Salem aus dem Städtchen Hull (nicht zu verwechseln mit der Doom-Legende aus Israel) zu zählen. Adrian Jenkinson (Bass), Paul Macnamara (Git.), Mark Allison (Git.), Paul Mendham (Drums) und Simon Saxby (Voc.) dürfen für sich allerdings beanspruchen, von Anfang an dabei gewesen zu sein, als der Metal Konturen annahm. 1981 erschien ein erstes Demo, 1982 die Single Cold As Steel und 1983 zwei weitere Demos. Über Pure Steel werden nun die gesammelten Werke der Band veröffentlicht; d.h. 17 (!) Tracks und über 80 Minuten Spielzeit.
Salem waren eine Band, die was Virtuosität und Eingängigkeit der einzelnen Kompositionen anbelangt, definitiv zu mehr berufen gewesen wären. Auf In The Beginning wird das mit jedem Song doppelt unterstrichen. "Hangman's Noose", "Make The Grade" oder "Cold As Steel" sind Paradebeispiele für den Straßencharme und die Arbeiter-Attitüde, die bis zum heutigen Datum vornehmliche Charakteristika der NWOBHM ausmachen. Vom Stil her könnte man Salem etwa zwischen den Demon und Saxon der Anfangstage einordnen, allerdings augenscheinlich im 70er Rock a'la Rainbow verwurzelt - vgl. "Fools Gold" - oder sich gar an Combos wie Cream und Santana orientierend, was im 16-Minuten-Epos "The Keeper Of The Keys Trilogy", eine geniale Reise auf Meridianen des klassischen Rock und Metal, (Ob Kai Hansen, Weikath und Co. Salem wohl kannten...?) immer wieder mal aufblitzt. Uptemo-Nummern wie "Reach For Eternity" und allen voran der Ohrwurm "Coming For You" krachen keinen Deut weniger als dazumal "Prowler" oder "Purgatory" von Maiden und "Rock Fever" oder "Fighting The Cause" dürfen mit Fug und Recht als Riff-Rocker erster Sahne bezeichnet werden. Richtig, richtig geile Songs!!
Da von Salem leider nur 13 Eigenkompositionen aufzutreiben waren, haben die Pure Steel-Leute die in alternativen Versionen (mit Paul Tognola; Voc., Git. und Paul Conyers; Drums) vorliegenden Stücke mit auf die Scheibe gepackt. Vor allem die ursprüngliche Einspielung von "Coming For You" zeigt hier einen ganz eigenen Charakter. Das Album beschließt "Run For Your Life", das aus der Feder Macnamaras stammt, aber nie mit Salem aufgenommen wurde. Erst im Nachhinein steuerte Saxby seine Vocals zum fast schon in Motörhead-Gefilden anzutreffenden Brecher bei. Hier gibt's nix zu kritisieren! Die Stücke bestehen mit Bravour den Test der Zeit und wirken frisch und roh, ohne dass der Sound einen Strich durch die Rechnung macht. Die Platte ist also keineswegs nur was für Nostalgiker und Sammler, sondern dürfte Sparten übergreifend Gefallen finden und wer weiß, vielleicht sieht man Salem ja noch mal auf dem Headbanger's oder woanders, wo der Heavy Metal ursprünglicher Art und Weise immer noch abgefeiert wird.

Fuxx

Ohne Wertung

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