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8-Point Rose - Primigenia

8-Point Rose - Primigenia
Stil: Melodic Power Metal
VÖ: 25. Juni 2010
Zeit: 42:18
Label: Escape Music
Homepage: -

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Jugend forscht und findet... im Falle der schwedischen Nachwuchs-Metaller 8-Point Rose (alle um die 20) zu einem richtig eigenständigen, hochinteressanten Sound aus dem eine Menge Schweden-Stahl, namentlich Tad Morose, Nocturnal Rites und vor allem Morgana Lefay (Grehn steuerte ein Gitarren-Solo zum Track "Out Of The Shadows" bei) rauszuhören ist. Durch die exklusive Stimme des Fronters Marcus Nygren und die auf einer Welle mit Anders Friden von In Flames liegenden Screams (dezent verwendet) des Gitarristen Alexander Timander ist aber letztlich eine Power Metal-Scheibe der besonderen Art entstanden. Primigenia nennt sich das Debut und hat eine Fülle erstklassiger Kompositionen zu bieten.
Schon der mit exzellenten Melodie-Soli glänzende und dabei jedoch jederzeit scharf und bissig im Midtempo daher kommende Opener "Resolve" und das erwähnte "Out Of The Shadows", angereichert mit orientalischem Flair und feinen zweistimmigen Gitarren-Läufen (plus Ohrwurm-Refrain), zeigen das Potential der Combo. Absolute Höhepunkte der Scheibe sind jedoch der Uptempo-Brecher "Endless Rage" (mit viel Energie in der Bridge durch die erwähnten Screams) im Pretty Maids-Format, das folgende "Relentless", das bisweilen nach In Flames zu Reroute-Zeiten klingt, aber eben mit Gesang a'la Charles Rytkönen von Morgana Lefay (mit einer Prise Zak Stevens) und das absolut hitverdächtige "Winter Storm", bei dem alles passt: treibende Melody-Riffs, starke Vocals, eingängiger Chorus. Ja, ja die Jungs verstehen ihr Handwerk.
Aber auch die anderen Nummern sind nicht zu verachten. Hingewiesen sei dabei auf das sphärisch beginnende und in mittelalterlichen, schleppenden Akkordfolgen fortschreitende "The Shadow", das an Falconer erinnert, oder auf den Schluss-Titel "Name Of Time", das Growls von S. Berglund (Zonaria) in den Strophen anmixt mit zuckersüßen Melodielinien in Bridge und Refrain und dabei sogar noch einen verspielten Savatage-Bombast-Mittelteil zu bieten hat. Auch "When Chaos Rules Our Lives" gefällt punktuell durch einen Killer-Chorus im Dragonforce-Stil, wobei das Gesamt-Arrangement aber ein wenig simpel gestrickt und damit absehbar wirkt. Etwas schwächer gestaltet sich nur das, sowohl was die Gesangslinien (auch der Wechselgesang funktioniert hier nur phasenweise) als auch die einfachen Humppa-Takte angeht, fast blass bleibende "I Want the World To See". Aber auch diese Nummer kann man sich durchaus noch anhören, das Solo von J. Jarlsby (Avatar) gibt dabei dem Song einen nötigen Farbtupfer.
Bis auf ein, zwei Nummern, die nicht ganz an die Klasse des Rests heran reichen, zeigt sich Primigenia als ein frisches, streckenweise innovatives, kompositorisch durchdachtes und jede Menge Laune verbreitendes Album. Auch an Sound und Cover-Gestaltung gibt's nichts auszusetzen und so sind fünf Punkte allemal verdient. Man darf gespannt sein auf Live-Umsetzungen und alles, was da hoffentlich noch kommen wird.

Fuxx

5 von 6 Punkten

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