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Megaherz - Heuchler

Megaherz - Heuchler
Stil: Industrial Crossover
VÖ: 25. Juli 2008
Zeit: 52:08
Label: GoldenCore Records
Homepage: www.megaherz.de

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Sie sind wieder da, die Herren von Megaherz. Vier Jahre nach ihrem letzten Output 5 melden sich die Münchner mit neuem Sänger, neuem Schlagzeuger und einem frischen Mann an einer der beiden Gitarren mit Heuchler zurück. Und das gelingt dem Fünfer durchaus überzeugend.
Megaherz gehört zu den Bands, die neben Rammstein am ehesten mit dem Begriff der "Neuen Deutschen Härte" verbunden werden. Dabei gehen sie aber nicht ganz so provokant wie die genannten Kollegen zu Werke, sondern legen Wert auf stimmige Aussagen in ihren Texten, z.B. bei "Mann Von Welt", "Fauler Zauber" und "Heuchler" oder erzeugen mit ihren Lyrics eine düstere Stimmung wie bei "Kaltes Grab" oder "Das Tier". Texte und Musik kommen mir bei Megaherz wesentlich enger miteinander verwoben vor als bei vielen Genrekollegen, das ist den Münchnern meist trefflich gelungen. Dabei lässt sich die Musik gar nicht nur auf den Begriff der NDH reduzieren, auch Einflüsse aus dem Gothic- oder auch Prog-Bereich lassen sich bei "Heuchler" nicht leugnen. Mal geht es wie beim Titeltrack recht brachial zur Sache, dann wieder schwingt eine Menge Wehmut in den Songs mit ("Kaltes Grab") und bei Teilen von "L'aventure" werde ich unweigerlich ein wenig an In Extremo erinnert. Das ganze Album ist also sehr vielseitig und abwechslungsreich ausgefallen, da hat sich die Band wirklich Mühe gegeben. Das Werk weiß auf den ganzen 52 Minuten zu unterhalten und schafft es, jeden Anflug von Langeweile vom Hörer fernzuhalten. Der Besetzungswechsel scheint der Band nicht geschadet zu haben, im Gegenteil, die ganze Platte klingt frisch und inspiriert. Instrumental gibt es sehr solide Kost zu hören und mit Frontmann Lex hat die Gruppe einen guten Fang gemacht; seine Stimme kann den Songs einen eigenen Stempel aufdrücken und ist wandlungsfähig genug, auch verschiedene Stimmungen auszudrücken. Das Ganze wird von der Produktion völlig passend in Szene gesetzt und durch zwei Gastauftritte der ehemaligen Bloodflowers-Sängerin Kirsten Zahn veredelt, die zusätzliche Eleganz in die Stücke einfließen lassen.
Da haben die Industrial-Metaller eine starke neue Scheibe auf den Markt gebracht, man könnte auch Comeback-Album dazu sagen. Oder waren die Fünf vielleicht nie wirklich weg?

Hannes

5 von 6 Punkten

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