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Meliah Rage - The Deep And Dreamless Sleep

Meliah Rage - The Deep And Dreamless Sleep
Stil: Power Metal
VÖ: 27. Juli 2007
Zeit: 36:00
Label: Locomotive Music
Homepage: www.meliahrage.com

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Meliah Rage aus Boston sind immer noch aktiv und das verdient Respekt. Nach dem nicht so überzeugenden Barely Human vor drei Jahren habe ich auf die Band keinen Cent mehr gesetzt. Die Band, die mich neben Cerebral Fix mit ihrem wuchtigen erdigen Metal von Beginn an in ihren Bann zog. Heute noch finden sich Kill To Survive (1988) oder Solitary Solitude (1990) regelmäßig auf meinem Plattenteller wieder. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Locomotive haben sich den Ami-Fünfer geschnappt und veröffentlichen das neue Werk The Deep And Dreamless Sleep in good old Europe.

Sieht man vom düster gotisch angehauchten Cover ab, das eine falsche Musikwelt vorspielt, werden uns in exakten 36 Minuten acht metallische Perlen vor den Latz geknallt. Der erdige Sound gefällt mir gleich mit Einsetzen der Rhythmusklampfen beim Opener "Permanently Damaged". Breit, direkt ohne zu viel Effekthascherei. Yeah, so darf das Stahl des Herzens immer klingen. Als weiteren Pluspunkt können die Burschen Sänger Paul Souza auf der Habenseite verbuchen. Feist, fies und doch glasklar trällert der gute Paule die Texte ins Mikro. Passt mit dem latenten Doom-Einschlag beim Songwriting einwandfrei zu den neuen Kompositionen. Das Anfangsriff zu "God And Man" hat hoch hookenden Charakter und das Glöckchen dazu klingt bestens nach Sabbath oder Mercyful Fate. Stark! Zu "Undefeated" wird das Tempo ein klein wenig angezogen, hier sticht das schöne Gitarrenlick zwischen den Strophen heraus. Generell muss ich sagen, dass das Original-Gitarrenduo Anthony Nichols und Jim Koury eine feine Leistung vorlegt, effektiv rifft und amtlich rockt. Im Titelstück eröffnen die Gitarren den Reigen, bevor Rest der Band und Paul einsetzen. Nach den ersten gesungenen Zeilen vermutet man einen Wechsel am Mikro, so klar überkommt den Hörer der Gesang des Mikroschänders. Nach einem Araya-ähnlichen "Prepared To Die"-Schrei geht der Song mit schrammelnden Gitarren ab nach vorne. Mit "Twisted Wreck" und dem geshouteten Refrain folgt für mich der Albumhöhepunkt, das Teil rockt wie Sau. Wer dazu nicht bangt, schunkelt oder sich sonst irgendwie bewegt, der ist tot oder hat zuviel Valium intus. "Last Of The Wanted" hat in den Strophen ein rockiges Trouble-Feeling. Sänger Paul glänzt mit high pitched sowie südstaatlich anmutendem Gurgelorgan. "Take What You Want" fräst sich mit der rotzigen Choruszeile sofort in den Schädel, ein kurzes Bongobreak ohne Distortion-Gitarren und danach zum Solo wieder im Duett gerifft.

Mir gefällt das Album mit jedem Durchlauf mehr und ich kann es daher jedem US Metal-Fan ans Herz legen, der seine Mucke Midtempo-lastig und kraftvoll würzig mag. Sackt dazu gleich noch die oben erwähnten Scheiben ein und freut euch des Ohrenschmauses. Daumen hoch nach oben, auch wenn die Spielzeit nicht gerade üppig ausgefallen ist. Aber hey, lieber ein Album ohne Filler und dafür mit wertigen Songs.

Siebi

5 von 6 Punkten

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