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Handful Of Hate - Gruesome Splendour

Handful Of Hate - Gruesome Splendour
Stil: Black Metal
VÖ: 26. Januar 2007
Zeit: 35:24
Label: Cruz Del Sur Music
Homepage: www.handfulofhate.com

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Italien... Nein, ich fange jetzt nicht damit an, dass aus Stiefelland meist eh nur belanglose Rhapsody-artige Bombast- und Eierquälcombos kommen, denn Italien hat weit mehr zu bieten als das. Rotwein und Pasta zum Beispiel. Oder Black Metal. Black Metal aus der Feder von Handful Of Hate, die bisher unbeachtet an mir vorbeigingen obwohl sie mit Gruesome Splendour bereits ihr viertes Album vorlegen.

Nachdem die Scheibe also im Player zu rotieren begonnen hat und die ersten Töne aus den Boxen gedonnert sind, fallen einige Dinge sofort auf: Gruesome Splendour ist sehr druckvoll, aber gleichzeitig sehr sauber produziert, was die einzelnen Instrumente gut zur Geltung bringt und die spielerischen Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder heraushebt. Dann fällt das Schlagzeugspiel von Drummer Gionata Potenti auf, denn zum Einen dreschen die Basspedale und Drumsticks äußerst brutal auf des Hörers Trommelfelle ein, zum Anderen spielt der Gute auch die schnellsten Blasts und Breaks äußerst präzise und fehlerfrei. Apropos Blasts, das ist das Nächste was auffällt, Handful Of Hate haben es eilig, eilig und nochmals eilig. Auf Gruesome Splendour herrscht meist die pure Raserei, langsam ist hier so gut wie gar nichts und wenn man sich dann doch hier und da zu einer langsamen Passage hinreißen lässt, besitzt die eine extrem kurze Lebenserwartung und geht sehr schnell wieder in wütendem Geballer unter.

Aber wo Licht, da auch Schatten. So fett die Produktion auch sein mag und so beeindruckend die spielerischen Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder auch sein mögen, mit dem Songwriting haben es die Italiener nicht so sonderlich. Zugegeben, es gibt Tonnen an Riffs, schnelle Riffs, fiese Riffs, aber kaum welche, die nicht nach dem jeweiligen Song wieder vergessen sind. Es bleibt so gut wie gar nichts im Gedächtnis hängen, auch nicht nach mehreren Durchläufen. Die tumbe Raserei, der man hier vornehmlich fröhnt, trägt auch nicht gerade dazu bei, diesen Umstand zu ändern oder die Songs differenzierter zu gestalten. Hört sich bis auf das abschließende langsame und morbide "Ejaculation Dementiae" alles gleich an. Zu guter Letzt haben Handful Of Hate noch einen Sänger in ihren Reihen, der genau eine und nur eine Tonlage beherrscht und dementsprechend abwechslungsreich seine hasserfüllten Botschaften in den Äther keift.

Nun, was macht man mit einer Scheibe, die fett in Szene gesetzt ist und bei der die Mitwirkenden sicherlich was auf den Kasten haben, die aber songschreiberisch kaum bis keine Akzente setzen kann? Keine Ahnung, deswegen muss jeder selber entscheiden, ob er Handful Of Hate eine Chance geben will. Für die Basis ist Gruesome Splendour soundtechnisch zu gut, für den Rest kompositorisch keine Herausforderung. Was bleibt ist eine zwiespältige Platte und pure Raserei haben andere Bands schon weitaus besser in Szene gesetzt.

Lord Obirah

2 von 6 Punkten

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