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Sandalinas - Living On The Edge

Sandalinas - Living On The Edge
Stil: Melodic Hard Rock
VÖ: 28. Februar 2005
Zeit: 38:27
Label: Massacre Records
Homepage: www.sandalinas.com

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Ole! Das hört sich ja ganz so an, als ob man mal kurz zum Schuhgeschäft seines Vertrauens wandert und dort mal massiv auf's Ganze geht. Mit Sandaletten an die Grenze eben. Aber sobald man diese Scheibe einwirft, ergibt sich ein gänzlich anderes Bild. Nix von wegen Birkenstock-Gedudel. Ganz im Gegenteil, völlig einwandfreien klassischen Metal bekommt man hier serviert, der Sandalen-Fetischisten und Stiefelträger gleichermaßen begeistern sollte. Der Name des Anstoßes rührt vom Chef-Gitarrero und Bandgründer Jordi Sandalinos her, der, so erzählt uns die Bandbiographie, in Barcelona klassische Musiktheorie und Klavier studierte, als ihm in Gestalt eines gewissen Adrian Smith und dessen Spiel auf Powerslave und Live After Death der leibhaftige Metal begegnete und ihn zum Schwenk hin zur Stromgitarre veranlasste. 2000 sprach Herr Sandalinas bei keinem geringeren als King Diamonds Saitendehner Andy La Roque vor, der für eine Zusammenarbeit Gewehr bei Fuß (ok jetzt reicht's) stand und für Sandalina nun auch den Erstling produzierte.

Stilistisch richtet sich das Werk weniger nach der Maiden-Schule, sondern steht eher in der Tradition von Rainbow zu Zeiten von Long Live Rock'n'Roll und Ronnie James Dio bei The Last In Line – höchst melodisch also, und mit viel Seele in der hervorragenden Stimme, die hier Shouter Apollo Papathanasio (also an den Namen sollten wir noch arbeiten) professionell beisteuert. Etwas neueren Datums könnte man noch die Pretty Maids als Vergleich bemühen.
In der blitzsauberen Produktion fallen beim ersten Durchlauf gleich mehrere Nummern auf, so zum Beispiel "All Along The Everglades", auf der Andy La Roque einen Gastauftritt absolviert, der gekonnte Melodic-Rocker "If It Wasn't For You", das wunderschöne Herzschmerz-Epos "The Day The Earth Died" (wieder mit La Roque), das einen Ohrwurm-Refrain mit einem genialen Solo verbindet, und "The Conqueror", bei dem Rainbow höchstselbst wieder zu "Kill The King" die Bühne zu entern scheinen. Technisch versierte Gitarrenarbeit gesellt sich da zu gut durchkomponierten Stücken, die ideenreich arrangiert und von La Roque bestens in Szene gesetzt sind. Auf der Soll-Seite erscheinen bei dieser Scheibe nicht viele Punkte, komplette Ausfälle sind nicht in Sicht.

Für alle Freunde von melodischem Hard Rock und ordentlich losgehenden Metal gibt es hier jede Menge zu entdecken. Alles in allem eine runde Sache – hoffen wir, dass wir die Jungs auch bald mal in unseren Breitengraden erleben dürften. Spätestens dann gilt: Freunde, folgt nicht der Flasche, sondern der Sandale, denn sie ist sein Zeichen!

Holgi

5 von 6 Punkten

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