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Lord Belial - Rapture

Lord Belial - Rapture
Stil: Black Metal
VÖ: 27. Mai 2022
Zeit: 49:57
Label: Hammerheart
Homepage: www.lordbelial.com

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Seit den frühen 1990ern treibt die Band Lord Belial bereits ihr Unwesen in der skandinavischen Black-Metal-Szene. Insbesondere das 1997er Zweitwerk Enter The Moonlight Gate hat einen festen Platz im schwarzen Kämmerlein meines Herzens inne und doch habe ich die Band im Laufe der Jahre aus den Augen verloren. Der letzte Longplayer The Black Curse liegt nun auch schon 14 Jahre zurück, sodass man im Fall von Rapture, dem mittlerweile neunten Album, durchaus von einem Comeback sprechen darf.

Vom Ur-Line-Up sind immerhin Thomas und Micke Backelin erhalten, welche neben dem Songwriting bekanntlich für Gesang, Gitarre und Drums verantwortlich zeichnen und nach so langer Zeit dafür sorgen, dass Rapture auch tatsächlich und unverkennbar nach Lord Belial klingt. Als ob sich in den letzten 14 Jahren ein Übermaß an Wut angereichert hätte, für die nun ein Ventil gefunden werden musste, feuern uns die Schweden mit dem Opener "Legion" ein höllisch schnelles und kompromissloses Geschoss um die Ohren. Als die folgende Nummer "On A Throne Of Souls" zunächst in dieselbe Kerbe haut, hat man schon Bedenken, dass sich die Lords in übertriebener Raserei verzettelt haben. Unbegründet, wie sich schnell erweisen soll! Denn lange dauert es nicht, da halten sphärische Keyboards und melodische Leads Einzug in das fröhliche Gemetzel. Spätestens beim doomig einsteigenden "Rapture Of Belial" herrscht Gewissheit: Lord Belial agieren auf der Höhe ihres Könnens. Hier und dort verarbeiten die Überzeugungstäter Elemente aus dem Death Metal, sind sich um kein harmonisches Solo verlegen und verwenden auch mal dezent platzierte Chöre inmitten des schwarzmetallischen Sturms, den sie entfesseln. Feierlich gerät "Lux Luciferi" mit samt seiner vereisten Gitarrenwände und welch hübsche Melodie kredenzt uns doch die Gitarrenfraktion im Highlight "Infinite Darkness And Death", während Micke in der Schießbude seine Felle auf fast schon unmenschliche Weise malträtiert! Es ist eben dieser Spagat zwischen Melodie und schierer Raserei, den Lord Belial ganz vorzüglich hinbekommen und der von Andy LaRoque mit einem herrlich rohen und doch druckvollen Sound in Szene gesetzt wurde.

Das finale "Lamentations" zeigt die Band von ihrer ruhigen und melancholischen Seite und beschließt ein Album, das im Gefolge der Band wohl keine Wünsche offen lassen wird. Wie sagt man so schön? Ein Must-have für alle Fans von Naglfar, Necrophobic, Setherial und schwedischem Black Metal im Allgemeinen!

Dagger

5 von 6 Punkten

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