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Wormrot - Abuse

Wormrot - Abuse
Stil: Grindcore
VÖ: 05. April 2010
Zeit: 21:48
Label: Earache
Homepage: -

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Ah ja, Wormrot werden also ganz offensiv als "Nachfolger" von Insect Warfare beworben. Was auch immer das zu bedeuten hat, denn so außergewöhnlich fand ich den Insektenkrieg bisher auch nicht. Aber sei's drum, meine Meinung muss ja nicht ausschlaggebend sein...

Zumindest wildern die Singapuresen in den gleichen musikalischen Gefilden wie die genannten Vorbilder, denn hier gibt es Grindcore pur. Wüste Vernichtungsorgien, die nicht mal ansatzweise am Death Metal kratzen, musikalischer Wahnsinn pur, obwohl das Wort musikalisch hier schon grenzwertig ist. Aber genau das können die Herren recht gut, da macht die Band eine gute Figur. Sie schaffen es, die Intensität ihrer Songs an den Hörer zu bringen, ohne dass ihnen ihre Mucke aus dem Ruder läuft. Im Genrekontext also durchaus gelungen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Aber eben auch nicht so außergewöhnlich, wie mich der Promotext glauben machen will, denn auch wenn Wormrot nicht schlecht sind, sind sie doch auch weit davon entfernt, etwas Besonderes zu sein. Brauchbar halt...

Dafür finde ich die technische Umsetzung umso gelungener, denn sie klingt genau so, wie Grindcore zu klingen hat. Es klappert und scheppert zwar an vielen Stellen, aber genau deswegen wirkt die Scheibe so authentisch. Zum Glück geht es nie Richtung Proberaum-Niveau, genug Punch bleibt definitiv übrig, aber niemand könnte auf die Idee kommen, die Scheibe überproduziert zu nennen. Dafür ist die Spieldauer mit gerade mal 20 Minuten verdammt dürftig ausgefallen, selbst für dieses obskure Genre. Aber wenigstens sind diese Minuten mit genug Intensität gefüllt, um den Rezensenten ein wenig milde zu stimmen.

Wenn diese CD als Nachfolger einer bahnbrechenden Scheibe eingestuft werden soll, versagt sie meiner Meinung nach, denn auch schon der Vorgänger ist zwar nicht schlecht, aber auch weit davon entfernt, ein Meilenstein zu sein. Soll sie aber der Nachfolger eben jener CD sein, ohne dass man verzweifelt versucht, beide in den Kultstatus zu erheben, funktioniert die Sache schon wesentlich besser, denn guter Grind wird hier definitiv geboten. Bisserl mehr hätt's aber schon sein dürfen...

Hannes

4 von 6 Punkten

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