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Kissin´ Dynamite - Addicted To Metal

Kissin´ Dynamite - Addicted To Metal
Stil: Heavy Metal
VÖ: 26. März 2010
Zeit: 50:52
Label: EMI Music
Homepage: www.kissin-dynamite.de

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Die Stahlagenten aus Schwaben melden sich mit einem neuen Album eindrucksvoll in der Szene der harten Dur- und Molltöne zurück. Mit dem Debüt Steel Of Swabia konnte vor zwei Jahren ein erstes Ausrufezeichen gesetzt werden. Unter anderem durfte man auf dem Bang Your Head 2008 sein Können live vor einem größeren Publikum vorstellen. Die Jungs um Sänger und Mädchenschwarm Hannes Bauer punkteten mit ihrem sympathischen Auftreten und einem für die jungen Jahre der Bandmitglieder recht routiniertem Posing.

Mit dem Nachfolger Addicted To Metal setzen die Burschen aus dem ehemaligen Königreich Württemberg noch einen drauf. Ach, was heißt einen, mindestens zwei. Die Aussage manifestiert sich in den ausgeklügelten Arrangements und dem Sinn für sofort ins Ohr gehende Melodielinien und Hooks, die richtig hängen bleiben. Heavy Rock mit leichten Metalversatz ("In The Name Of The Iron Fist", "Metal Nation") und der richtig dosierten Portion Melodie und Eingängigkeit. Mit dem Titelstück als Einstieg packen sie sofort zu, eine stampfende Hymne, in der bei der zweiten Strophe uns' Udo Dirkschneider als das Aushängeschild teutonischen Stahls das Mikro würgt.

"Supersonic Killer" macht durch seine beschwingte Art einfach gute Laune, die Gitarren brezeln saftig, der Refrain bohrt sich schnell ohne Schnörkel ins Kleinhirn. Das moovt und groovt, absolute Autofahrermucke. "Love Me Hate Me" schlägt in die gleiche Kerbe. Heavy Rock mit Fokus auf den Chorus. Das treibt jedem Hairsprayrocker die Freudentränen in die Augen. "Hysteria" ist von ähnlichem Holz gebaut, hier muss man einfach mitgrölen, schunkeln und kann sich nicht dem hochtreibenden Gesang Hannes' entziehen. Ohohoho-Chöre wie in "All Against All" sind nicht fremd, sollten Hammerfall-Jünger wie Accept-Fans freuen. Die beiden Axtschwinger Andre Braun und Jim Müller machen auch im Solobereich alles griffig riffig gut.

Für das weibliche Auditorium oder den sanfteren Banger servieren die jungen Herren ein Cover, das absolut passt. "High Enough" der Damn Yankees trieb schon in den 90ern die Östrogenzunft zu vermehrtem Taschentuchverbrauch. Hier ist es nicht anders. Sänger Hannes singt mit Inbrunst und Hingabe, dazu eine leichte US-englische Phrasierung. Herrlich gigantischer Tränendrüsendrücker! Dass man im Balladenmetier eigene Kompositionen von Format schreiben kann, die nicht wischi und nicht waschi sondern frisch und fröhlich ins Herz spielen, zeigt das gefühlvoll intonierte "Why Can't You Hear Me", das wiederum mit einer astreinen Gesangsleistung aufwartet.

Kein Ausfall, nur Hits, Hits und nochmals Hits. Der Sommer kann kommen, Sunshine Metal at its best! Diese Scheibe macht so unendlich viel Spaß und überzeugt darüber hinaus mit einem transparenten druckvollen Sound. Eine 1A-Produktion, die das Quintett da abgeliefert hat. Jetzt fehlt noch eine weitreichende Tour, um uns alle in den schwäbischen Stahl einzuweihen. Addicted To Metal bietet den gekonnten Spagat zwischen melodischem Stadion Metal, Hard Rock und Glam, also einen Sound, den ich schon lange nicht mehr so spieltechnisch wie kompositorisch einwandfrei zu hören bekommen habe. Wie sang Brian Johnson schon 1988 so schön: "...feels like kissin' dynamite..." Passt! Auch für Nichtschwaben gilt: hören, freuen, kaufen!

Siebi

6 von 6 Punkten

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