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At Vance - Ride The Sky

At Vance - Ride The Sky
Stil: Hard Rock
VÖ: 18. September 2009
Zeit: 48:29
Label: AFM Records
Homepage: www.at-vance.com

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At Vance kannte ich bisher immer nur von den Schwärmereien eines gewissen Kollegen aus der Redaktionszunft. Da mir der Mund also mehrmals wässrig gemacht wurde, meldet man sich doch fröhlich auf das aktuelle Album Ride The Sky, dessen Titel durch Reminiszenzen an den ollen Hansen-Klassiker das Sabbermaul noch vollmundiger werden lässt. Somit rein ins achte Vergnügen und die Lauscher auf Empfang gestellt.

Der Einstieg mit dem Titelstück ist erstmal ernüchternd. Verhaltener Hard Rock, der zwar das Handwerk der Musiker, aber kein Esprit erkennen lässt. Sänger Rick Altzi versteht sich ganz in der rauchig-souligen Tradition eines Jorn Lande (u.a. Masterplan) oder Mike DiMeo (Ex-Riot, Ex-Masterplan, Ilium). Bei dem schnelleren galoppierenden "Last In Line" reißt es zum ersten Mal mit. At Vance-Kopf Olaf Lenk fudelt mit Leichtigkeit ein Flitzefingersolo vom Steg, die Keyboards schließen jedes Soundloch, der Refrain sitzt ebenso, alles prima hier. Das neo-klassische Gitarrenspiel steht in Verbindung mit Hard Rock der alten Deep Purple-Schule, als Anspieltipps diene das gesanglich feine "Wishing Well" oder die von Klassik inspirierte Instrumentalorgie "Vivaldi - Summer 2nd Set".

Das Etikett Power Metal halte ich für etwas fehl am Platz, denn es geht doch mehr behäbig und bedächtig zur Sache, auch wenn mit "Power" ein Song den Hörer das glauben mögen vermag. Das soll nicht abwertend gemeint sein. Nein, das passt ganz gut zu den durchdachten Kompositionen des Saitenhexers, die durch die Vocals mehr in die hardrockende Richtung der 70er oder 80er Jahre tendieren. "Salvation Day" hat eine hymnisch-epische Gitarrenmelodie zu bieten, die sofort mitreißt und den Höhepunkt der Scheibe bildet. Der Song selbst plätschert in den Strophen eher solide dahin.

Fans der bisherigen Scheiben können ohne Zögern Ride The Sky verhaften. Malmsteen- und sonstige Fudelfreaks sollten zumindest ein Ohr riskieren. Genrefans melodischen Rocks oder AOR könnten ebenfalls durch die sehr gute Stimme neues Futter für den Player finden. Mir ist es nach dem anfänglichen Wasser im Munde zu zahm und brav. Der ausgetrocknete Rachen des Rezensenten dürstet nach Rainbows "Stargazer" oder einer Fuhre "Smoke On The Water".

Siebi

3 von 6 Punkten

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