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Ravage - The End Of Tomorrow

Ravage - The End Of Tomorrow
Stil: Heavy Metal
VÖ: 14. August 2009
Zeit: 50:26
Label: Metal Blade
Homepage: ravagetheearth.com

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Nach der sehr starken Curse Of Heaven-EP (2003), dem nicht so ganz gelungenem Nachfolger Spectral Rider (2005) und der als Appetizer auf vorliegendes Album gereichten Freedom Fighter-EP (2008) haben die Amis von Ravage mit Metal Blade einen starken international agierenden Partner an der Seite, der den Durchbruch bereiten könnte. Die Vorzeichen stehen geschäftlich schon mal gut.

Wird die Musik dem gerecht? Und wie sie dem gerecht wird. (US-)Metal ohne großartige Klischees in einer satten Produktion, die genug heavy, jedoch ohne modernen auf hart getrimmten Anstrich, in die Lauscher fährt. Sänger Al tönt genüsslich in mittleren Tonlagen und packt ab und an mal den Scream aus der Schatzkiste. Dazu fräsen die Gitarren eindringlich nach vorne und toben sich auf dem geknüpften Teppich der grundsolide funktionierenden Rhythmusfraktion nach allen Regeln der Kunst aus. Mit dem Euro Power Metal-Stück "Freedom Fighter", dem speedigen und dennoch abwechslungsreichen Kracher "Damn Nation", der schnellen Sahneschnitte "The Shredder" und "Grapes Of Wrath" gibt es vier Songs der letztjährigen EP im neuen Soundgewand zu hören. Dazu machen die Amis mit Stahl der Güteklasse A bei Songs wie "In Shattered Dreams" und dem abschließenden Titelstück nichts falsch. Obgleich ich kein Anhänger von Coverversionen, die aus dem gleichen Metier stammen, bin, so muss man Ravage attestieren, dass "Nightcrawler" von Judas Priest sich vorzüglich in das stimmige Gesamtbild der Scheibe einfügt. Witzig, dass die Version zwischen "The Nightmare's Hold" mit seinen beiden Teilen eingebettet ist. Coole Idee und passt wie die berühmte Faust aufs Auge.

Einmal mehr ein Album der traditionellen Spielart des Metal, das Spaß macht und gute Laune verbreitet. Trendfrei rocken Al und seine vier Freunde drauf los. Latenter NWoBHM meets etwas Thrash meets US Metal meets Euro Power Metal ähnlich wie bei der aktuellen Flames Of Rage-Scheibe der Landsmänner von Zandelle. Es stimmt nahezu alles. Sound, Sänger, Songs und Instrumentierung. Wenn noch ein, zwei Ohrwurm-Kracher mit dabei wären, geböte sich hier Höchstnotenalarm. Da aber kein Füllmaterial verewigt wurde, sondern Songs mit Langzeitfaktor, ist das Teil mit gelungenem Repka-Cover jedem 80ies-Freak nahezulegen. Bärenstarke Scheibe, die eure Aufmerksamkeit gewinnen sollte. Die angesprochene Klientel muss zugreifen.

Siebi

5 von 6 Punkten

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