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Rusted Chains - In Nights Of Nemesis

Rusted Chains - In Nights Of Nemesis
Stil: Death Metal
VÖ: 09. Januar 2009
Zeit: 42:56
Label: 7hard
Homepage: www.rustedchains.de

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Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als 2007 ein CD-Rohling mit den nicht zu verachtenden ersten Rusted Chains-Songs auf meinem Schreibtisch landete. Inzwischen und zu Ehren des neuen Werkes In Nights Of Nemesis habe ich eine schicke, düstere Scheiblette mit Booklet, Gema-Stempel und allem, was sonst noch so dazu gehört, von Rusted Chains in der Hand. An der Verpackungsfront hat sich so einiges getan, mal schauen, ob der Inhalt gleichermaßen mitgezogen hat. Nach dem Intro "9:20 PM" merkt man schnell, dass der Proberaumsound von damals verschwunden und einer modernen, fetten Produktion gewichen ist. Mit einem druckvollen Riff eröffnet "Nothing To Prove" den Reigen an druckvollen Death- und Doomcoresongs, mit dem die Hessen eindrucksvoll beweisen, dass sie dazugelernt haben - ja, sie schreien es geradezu hinaus in die Welt. Vorgegebene Genregrenzen werden dabei nicht unbedingt beachtet, auf der Scheibe werden Black-Metal-Blastbeats mit einer Portion Thrash gewürzt oder schwere Doom-Nummern mit schwedischem Melo-Death angereichert. Meist geht es recht brutal zur Sache, wobei mir stellenweise der Hardcoresound zu arg in den Vordergrund tritt. Dafür haben aber auch viele Riffs, wie man sie von den Wikingerkollegen Amon Amarth kennt, den Sprung auf das Album geschafft.

Auffällig ist, dass Rusted Chains keine großen Freunde von Gitarrensolos sind, denn eigentlich alle Songs kommen quasi ohne derlei Spielereien aus, was die Truppe aber nicht davon abhält, mit "Perishing Utopia" einen Instrumentalsong auf das Album zu schaffen, der nicht durch spektakuläre Technik, sondern durch einfache, aber coole Riffs zu überzeugen weiß. Leider ist es recht schwer, die Refrains innerhalb der Songs klar auszumachen, was dem Wiedererkennungswert der neun Songs nicht unbedingt zuträglich ist. Da bleiben oft nur die markanten Gitarrenlinien, wie beispielsweise in dem starken "Devil In Gods Hospital", an denen man sich entlang hangeln kann. Beim Gesang, wenn man das mal so nennen will, ist dagegen noch Potential nach oben vorhanden, da sich Sänger Jonathan Gerlach zwar im wahrsten Sinne des Wortes die Seele aus dem Leib schreit, grölt und grunzt, aber ansonsten recht unvariabel und gleichförmig agiert. Damit aber schon genug der Kritik, denn In Nights Of Nemesis ist ein kurzweiliges Scheibchen für Todesbleifreunde geworden, welches ich durchaus empfehlen kann.

Sebbes

4 von 6 Punkten

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