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Kataklysm - Prevail

Kataklysm - Prevail
Stil: Death Metal
VÖ: 23. Mai 2008
Zeit: 44:25
Label: Nuclear Blast
Homepage: www.kataklysmrocks.com

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Prevail ("obsiegen", "die Oberhand haben"). Selten ist es, dass ein Albumtitel den Nagel auf den Kopf trifft, aber im Falle von Kataklysms neuem Album Prevail trifft genau das zu, denn diese Scheibe macht keine Gefangenen. Auf der anderen Seite schreiten die Kanadier mit Prevail weiter in eine musikalische Richtung, die sie mit Shadows And Dust eingeschlagen haben und die den Fans der ersten Stunde nicht behagen dürfte.

Mit dem Opener "Prevail" stellt die Band augenblicklich klar, was Sache ist. Hierbei handelt es sich um eine schnelle und unglaublich druckvolle Nummer, die schon einen Vorgeschmack darauf liefert, was den Hörer auf dem Album an Volumen erwartet. Ausgelegt auf Tempo und saftige Riffs ist der Song eine gelungener Einstieg in das Album, selbst wenn es etwas schade ist, dass der Titeltrack schon direkt am Anfang "verbraten" wird und man in gewisser Weise der Spannung bis dahin beraubt wird. Der zweite Song "Taking The World By Storm", der als erste Videoauskopplung auch visuell erlebt werden darf, stellt in dieser Hinsicht den Gegenpol zu "Prevail" dar. Dominant im Midtempo gehalten und wesentlich mehr auf Melodie und Rhythmus ausgelegt, verspricht er eine Massengenickvernichtungswaffe auf etlichen Metalparties zu werden. Mit "Chains Of Power" und "As Death Lingers" legt die Scheibe dann eine Verschnaufpause ein, was aber auch im Hinblick auf die ersten beiden Tracks nicht verwunderlich ist. Der fünfte Track "Blood In Heaven" zieht jedoch wieder die Zügel an und ist für Kataklysm mit 5:15 Minuten beinahe eine epische Nummer. Gekonnt wird hier das Stampfende mit der Geschwindigkeit kombiniert und durch einen melodisch sehr emotionalen Refrain abgerundet, was diesen Track zum heimlichen Helden der Scheibe macht. "To The Throne Of Sorrow", der in erster Linie durch seinen aggressiven Refrain und den unglaublich groovigen Solopart überzeugt, ist in toto eine gute, jedoch eher durchschnittliche Nummer. Ähnliches gilt für "Breathe To Dominate". Bei "The Vultures Are Watching" handelt es sich wiederum um eine schöne "Knüppel-aus-dem-Sack"-Sache. Dieser Reißer muss sich aber aufgrund des Refrains den Vergleich mit "The Road To Devastation" gefallen lassen, bei dem die "Vultures" allerdings in den Sinkflug übergehen müssen. "Tear Down The Kingdom" kommt sehr unscheinbar daher, will einfach nicht so recht im Ohr hängen bleiben und ist deshalb zusammen mit dem Instrumentalstück "The Last Effort" die "Schwachstelle" der Scheibe. Letzterer Song eignet sich - bösartig gesagt - nur für Fahrstühle in Metalredaktionen. Dass die Kanadier irgendwie kein Gefühl für den vernünftigen Abschluss einer CD haben, stellten sie aber auch mit "The Road To Devastation" unter Beweis, das mit schier unendlichem Uhrenticken jeden Hörer dazu bewog, die Stopptaste des Players zu drücken.

Was bleibt? Nach In The Arms Of Devastation war die Messlatte für die Band sehr hoch gelegt worden und sie sind nicht daran gescheitert. Für einen neuen Rekord hat es allerdings auch nicht gereicht. Wer die beiden Scheiben vor Prevail geliebt hat, der wird auch diese lieben, vielleicht auch gerade weil die Scheibe erst nach einer gewissen Zeit zündet und die Songs nacheinander ihren Charme entfalten und so lange für Spaß sorgen. Auch die Produktion ist hervorragend gelungen, die im Gegensatz zum "dreckigen" In The Arms Of Devastation beinahe in Abendgarderobe daherkommt. Wer hier wieder Massenkompatibiltätscharakter als Kritikpunkt anführt, der hat nicht verstanden, dass guter Death Metal nicht nur aus Sechzehntelnoten auf Demotapes bestehen muss.

Alex

5 von 6 Punkten

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