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Ten Years After - Evolution

Ten Years After - Evolution
Stil: Blues Rock
VÖ: 17. November 2008
Zeit: 55:20
Label: Ten Years After
Homepage: www.ten-years-after.com

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Manche Bands kann man auf einen Hit reduzieren, ohne dass sie deswegen gleich als One-Hit-Wonder einzuordnen wären. So zum Beispiel die britische Bluesrock-Kapelle Ten Years After, die hierzulande hauptsächlich durch ihren Kracher "I'm Going Home" bekannt sein dürfte. Und natürlich auch durch ihren damaligen Gitarristen Alvin Lee, der in den 70ern des letzten Jahrhunderts als "schnellster Bluesgitarrist" der Welt galt. Die Band wurde 1975, nachdem Alvin Lee ausgestiegen war, auf Eis gelegt und erst 2002 wiederbelebt, jetzt mit Joe Gooch an der Sechssaitigen. Diese Besetzung legt mit Evolution nun ihr aktuelles Werk vor, schau mer mal, ob die alten Herren (diese Bezeichnung gilt natürlich nicht für Gooch) noch was reißen können.
Wer wie ich Songs in der Art von "I'm Going Home" erwartet, sieht sich beim Kontakt mit diesem Album dann ziemlich verblüfft, denn so energisch oder mitreißend ist die Scheibe an keiner Stelle. Sie verbreitet ein eher gelassenes und entspanntes Feeling, lädt ein zum Zurücklehnen und zaghaftem Mitwippen, aber nicht zum Aufspringen oder gar Rumtoben. Gut, mit fortgeschrittenem Alter wird man wohl generell etwas ruhiger (ich muss das ja wissen), aber überrascht bin ich dennoch. Allerdings nicht nur positiv, denn auch wenn einige Songs recht ansprechend gelungen sind, kommt bei anderen etwas auf, das ich mal als gepflegte Langeweile bezeichnen würde. Wenn sich die Band auf ihren Bluesrock konzentriert, kommen dabei tolle Songs wie "Angry Words" heraus, die wirklich Eindruck machen und auch im Gedächtnis hängen bleiben, aber manchmal fabrizieren die vier eben auch nichtssagende Tracks wie beispielsweise "My Imagination", der über fünf Minuten einfach nur so dahinplätschert und vergessen ist, sobald das nächste Stück angefangen hat. Schade, denn so entgehen einem dann doch einige Gitarrenschmankerl, denn auch wenn Joe Gooch sein Instrument vielleicht nicht unbedingt wie Alvin Lee in Lichtgeschwindigkeit bearbeitet, hat er doch ein äußerst geschicktes Händchen, was seine Kunst betrifft und zaubert da einige bemerkenswerte Soli aufs Silizium. Auch der Rest der Band weiß durchweg zu überzeugen, aber das hatte ich auch nicht anders erwartet. Einzig Goochs Stimme ist ein wenig glatt, nicht wirklich schlecht, aber ein bisschen nichtssagend. Dafür stimmen Umfang, Klang und Aufmachung der CD wieder vollends.
Anscheinend bin ich da wohl das Opfer meiner übertriebenen Erwartungen geworden, denn durchgehend überzeugen kann mich der Output leider nicht. Die Scheibe hat durchaus ihre Momente, ist aber leider etwas inkonsistent, was das Songwriting betrifft. Geschmackssache...

Hannes

3 von 6 Punkten

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