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Rat City Riot - Load Up

Rat City Riot - Load Up
Stil: Punk
VÖ: 10. Oktober 2008
Zeit: 31:15
Label: People Like You
Homepage: www.ratcityriot.com

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Wie wäre es mal mit etwas weniger Metallischem, dafür umso Unterhaltsameren? Ja, Interesse geweckt? Gut, denn bei Rat City Riot könnte der geneigte Über-den-Tellerrand-Gucker fündig werden. Der Fünfer aus San Diego macht nämlich in Hardcore Punk mit einer kräftigen Prise dreckigem Rock'n'Roll und die Mischung zündet beim Rezensenten gar prächtig.
Die Band besteht in wechselnder Besetzung seit nun fünf Jahren und legt mit Load Up ihr drittes Werk vor, wenn man die 2007er EP Open Road mitzählt. Diese Zeit haben die Herren aus den US von A leidlich genutzt, anständige Songs zu schreiben, ihre Performance auf ein solides Niveau zu heben und einen Stil zu entwickeln, der gleichermaßen unterhaltsam als auch mitreißend ist. Sie verstehen es, die oftmals übermäßig vorhandene Bissigkeit (oder sollte ich besser sagen: Verbissenheit) des Hardcore zu vermeiden, ohne in die nichtssagenden Regionen des Fun- und Unterhaltungspunks abzudriften. So ergibt sich eine CD, die sowohl gute Laune verbreitet als auch genug Biss hat, um nicht allzu infantil zu klingen. Keine Weltverbesserer sind hier am Werk, sondern Musiker, die starke Songs mit Drive und Unterhaltungswert zu schreiben wissen. Instrumental klingt das absolut solide, da höre ich keine Ausfälle. Einzig mit der Sangesleistung von Noah Bricker bin ich nicht völlig zufrieden, denn seine Stimme ist an sich recht brauchbar, aber manchmal hat er Schwierigkeiten, sich gegen den Rest der Band zu behaupten. Also, entweder noch ein paar Atemübungen oder einfach die Scheibe anders abmischen. Letzteres würde aber dann dazu führen, dass die Band im Studio besser klingt als live, somit bevorzuge ich die erste Variante. Sehr schwerwiegend ist dieses Manko aber nicht, denn allzu oft passiert das auf dem Silberling zum Glück nicht. Die Produktion klingt klar und schmissig, der Musik absolut angemessen, also auch hier keine Punktabzüge. Die gibt es aber bei der Spielzeit, denn nur gut 31 Minuten sind dann doch etwas dünn. Aber auch hier ist das eher ein kleineres Manko, denn der Rundling verträgt durchaus mehrere Durchläufe, was meine Kritik wieder etwas relativiert.
Ja, die beiden angesprochenen Kritikpunkte summieren sich zu einem Punkt Abzug, aber das war es dann auch mit den Negativpunkten. Denn sonst ist Load Up nämlich durchweg gelungen und hat mich bei der Besprechung immer bei Laune gehalten. Verdiente fünf Punkte für eine rotzige und gleichzeitig sehr spaßige Angelegenheit.

Hannes

5 von 6 Punkten

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