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RPWL - The RPWL Experience

RPWL - The RPWL Experience
Stil: Progressive Rock
VÖ: 29. Februar 2008
Zeit: 67:00
Label: Inside Out
Homepage: www.rpwl.net

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Die Freisinger Progrocker RPWL können seit ihrem Debüt im Jahre 2000 auf eine Reihe gelungener Scheiben zurückblicken. Mit The RPWL Experience veröffentlichen sie nun ihren neuen Longplayer, auf dem sie an Altes anknüpfen und um Neues erweitern wollen. Gerade die Wurzeln, die tief in Pink Floyd zu finden sind, lassen sich auch auf dieser Scheibe immer wieder finden.

Mit "Silenced" legen die Vier auch gleich druckvoll los, wobei mit dem Gesang von Yogi Lang ein sehr emotionaler Bestandteil der Musik von RPWL hinzukommt, der auf der ganzen Scheibe eine wesentliche Rolle zuteil wird. Karlheinz Wallner an der Gitarre passt sich stets der entsprechenden Liedstimmung an, die in den Gesangspassagen meist durch dezente instrumentale Eingriffe untermalt wird, aber in den rein instrumentalen Teilen darf Wallner sein Potenzial mehr ausschöpfen. Yogi Lang zeichnet sich neben dem Gesang auch für das Keyboard verantwortlich, was, alleine schon auf Grund der Wurzeln, einen hohen Stellenwert in der Musik einnimmt. Manni Müller am Schlagzeug und Christian Postl am Bass verleihen dem Gesamtwerk dann ein entsprechendes Fundament, auf dem die Melodien ruhen können.

Mit "Breathe In, Breathe Out" folgt als zweites Stück bereits der erste emotionale Höhepunkt. Dieser Song lebt von einer gelungenen Songstruktur und einem überzeugenden Refrain. "Where Can I Go?" erweist sich danach als erster Luftholer, da dieser Song eher einer gewissen Routine unterliegt und weniger durch herausstechende Akzente überzeugt. Das kann man vom vierten und fünften Song wiederum schon sagen. "Masters Of War" wirkt bedrückend in seiner Stimmung. Der vielleicht stärkste Song des ganzen Albums. Auch wenn es sich dabei um ein Dylan-Cover handelt soll dies nicht die Songwriterfähigkeiten herabsetzen, die Fähigkeiten der Interpretation aber durchaus anheben. Diesen Track sollte man einmal gesondert anhören und auf sich wirken lassen. Er schafft es, auf sehr intensive Art und Weise nachdenklich zu machen und das über den Song hinaus.

Mit "This Is Not A Prog Song" wird gleich ein sehr deutlicher Kontrastpunkt gesetzt in ironischer und überzeichnender Weise. Sehr angenehm, wenn sich die Herren Musiker nicht so wichtig nehmen und das auch einmal zum Ausdruck bringen. "Watch Myself" ist ein weiterer Ruhepunkt, den man eigentlich nur genießen braucht.

Mit "Stranger" ist ein sehr experimenteller Song dabei, der mit einem etwas unerwarteten Intro aufwartet und allgemein zu den komplexeren auf dem Album gezählt werden muss. Der Song hat viel zu bieten, wenn man sich darauf einlässt. Nach dem gefälligen "River" erwartet mit "Choose What You Want To Look At" eine richtig rockige Nummer, die kurz vor Ende noch einmal für Abwechslung sorgt und einen neuen Akzent setzt, bevor "Turn Back The Clock" das Album ausklingen lässt.

Für Freunde der ruhigeren Progklänge sollte dieses Album auf jeden Fall einige Minuten ihrer Zeit wert sein, um in Ruhe einmal reinzuhören. Vergeudete Zeit ist das sicherlich nicht.

Anspieltipps: Breathe In, Breathe Out; Masters Of War; This Is Not A Prog Song

Sophos

5 von 6 Punkten

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