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Type O Negative - October Rust

Type O Negative - October Rust
Stil: Gothic Metal
VÖ: 19. April 1996
Zeit: 66:41
Label: Roadrunner Records
Homepage: www.typeonegative.net

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Type O Negative waren schon immer für unkonventionelle Überraschungen zu haben, so erwartet den Hörer beim einlegen der CD erst einmal ein 30sekündiges rauschen/brummen, gefolgt von einer etwas ironischen Ansage von Pete Steele und seinen Kollegen, welche besagt "Danke dass ihr euch für unser Album entschieden habt, wir hoffen es gefällt euch". Etwas ernster geht es dann im ersten regulären Track "Love You To Death" zu, eine der unzähligen düsterromantischen Oden an die holde Weiblichkeit. Dieser Song steht eher im Zeichen der populären Songs des Vorgängers ("Christian Woman", "Bloody Kisses") und zeigt die Band von ihrer melancholischsten Seite.
Über dem ganzen Album liegt diese Schwermut, die den einen in düstere Abgründe entführt, und einen verhüllten Seelenspiegel zu entblössen scheint. Einen Dunst von Rotwein und Männerschweiss atmend lauscht man der abgrundtiefen Stimme von Pete Steele, der sich manches mal ein Stück weit zu seinem Hörer vorzubeugen scheint, um ihn mit eindringlichen Worten in seine Gedanken- und Gefühlswelt zu entführen.
Nach sechs Titeln schwärzester Nacht, wird man abrupt aus den Träumen gerissen - eine süssliche Melodie erklingt und leitet den Clubhit "My Girlfriend's Girlfriend" ein, der mit poppiger Atmosphäre von einer erotischen Phantasie erzählt, wie sie nur im akuten Zustand von Testosteronüberschuss entstanden sein kann.
Nach harten, aggressiven Parts sucht man auf "October Rust" vergeblich. Erst beim neunten Song "Burnt Flowers Fallen" kommt ein rockig-groovendes Flair auf, das aber sofort vom darauffolgenden, von doomigen Gitarren getriebenen "In Praise Of Bacchus" relativiert wird. Der vorletzte Track "Wolf Moon", das nur mit Stimme, Keyboard und Slide-Bass anfängt, erinnert am ehesten an den Vorgänger "Bloody Kisses", und ist der metallischste Song auf dem Album, das insgesamt äusserst moderat ausgefallen ist.
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass "October Rust" ein Mainstream Album geworden ist und werden sollte. Aber es wird einmal mehr deutlich, dass man dieses Vorhaben auch mit Substanz und Tiefgang erfüllen kann.

David

5 von 6 Punkten

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