6 Headbänga online
22.11.2017 W.A.S.P.
23.11.2017 Testament
24.11.2017 Manowar
25.11.2017 Manowar
28.11.2017 Europe
29.11.2017 Solstafir
29.11.2017 Epica
MinReviews (9921)
MinNavigation
MinKommentare
MinArtikel des Tages
Review:
Star One

Interview:
God Forbid

Live-Bericht:
Xandria

Video:
Skydancer
MinRSS RSS
MinAtom Atom
MinIn eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Review

CDs von Poverty's No Crime kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Poverty's No Crime - Save My Soul

Poverty's No Crime - Save My Soul
Stil: Progressive Metal
VÖ: 24. August 2007
Zeit: 53:36
Label: Inside Out
Homepage: www.povertys-no-crime.de

buy, mail, print

Die deutsche Progressive Metal Band Poverty's No Crime hatte es bis dato nicht so unbedingt einfach. Seit ihrer Bandgründung 1991 brachten es die Norddeutschen zwar immerhin schon auf fünf Alben, doch mehr als ein Insidertipp sprang dabei irgendwie nicht heraus, und das obwohl sie in etwa in die gleiche Kerbe wie Vanden Plas schlagen. Seit ihrem letzten Output The Chemical Chaos dauerte es nun lange vier Jahre bis nun endlich Save My Soul auf dem Plan steht.

Dass sich innerhalb vier Jahren einiges ändern kann dürfte jedem klar sein, doch das Quintett hat die Zeit definitiv genutzt. Wesentlich organischer und wärmer erklingt das Album in seiner Gesamtheit, so dass die Details viel besser zu Geltung kommen und sich das Album viel schneller erschließen kann als The Chemical Chaos. Mit "Open Your Eyes" erwischt man einen Start nach Maß, einerseits geradewegs nach vorne rockend aber auch supermelodisch mit leichtem Hang zum Bombast. Der treibende und abwechslungsreiche Titeltrack steht dem in nichts nach, vor allen Dingen zeigt Sänger und Gitarrist Volker Walsemann, dass er ein variabler Sänger mit hohem Wiedererkennungswert ist und in einer angenehmen Stimmlage zu Gange geht. Nach dem relativ harten und kurzen "End In Sight" ist erstmal eine kleine Erholung angesagt. "The Key To Creativity" heißt die gefühlvolle (Halb)Ballade, schöne Melodiebögen und ein intelligentes Arrangement sind wohl die Hauptgründe, dass diese alles andere als kitschig klingt. Danach gibt es mit "In The Wait Loop" Prog Metal in Reinkultur bevor Poverty's No Crime mit "The Torture" Neuland betreten. Düster und schleppend groovt der Song vor sich hin. Ungewohnt aber dennoch klasse. Natürlich darf auch dieses Mal ein Instrumental nicht fehlen. Hier hört es auf den Namen "Spellbound" und Volke Walsemann, Marco Ahrens (Gitarre), Heiko Spaarmann (Bass), Jörg Springub (Keyboards) und Andreas Tegeler (Drums) beweisen in den sechs Minuten dass sie ihre Instrumente sehr gut im Griff haben. In Richtung Melodic Metal schielen Poverty's No Crime bei dem hymnischen "From A Distance", das den Weg frei macht zum neuneinhalb Minuten langen Abschlusstrack "Break The Spell" in dem im Prinzip alles zusammengefasst wird, was intelligenten Prog Metal ausmacht.

Das lyrische Konzept passt zur härteren Grundausrichtung wie die berühmte Faust aufs Auge, denn Save My Soul beschäftigt sich mit den "Thematiken Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, bei denen allerdings auch aufgezeigt wird wie man diese negativen Stimmungen in kreative Bahnen fließen lassen kann", so Cheftexter Volker Walsemann. Für die Produktion zeichnet sich übrigens kein Geringerer als Tommy Newton (u.a. Gamma Ray, Ark, Angra) aus, der wie gesagt eine ausgezeichnete Arbeit abgeliefert hat. Zwar haben Vanden Plas im nationalen Vergleich bzw. Threshold im internationalen noch die Nase vorn, aber nichtsdestotrotz liefert das Quintett hier ein sehr gutes Album ab, das harmonisch und abwechslungsreich geworden ist, den Mittelweg zwischen Anspruch und Eingängigkeit findet und somit definitiv den richtigen Weg einschlägt. Prog Metal-Fans sollten ihre Ohren auf jeden Fall spitzen und auch Melodic-Metaller könnten hier fündig werden, denn Poverty's No Crime ist weit mehr als nur ein Insidertipp!

0 KommentareAndi

5 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews

© www.heavyhardes.de