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Frameshift - An Absence Of Empathy

Frameshift - An Absence Of Empathy
Stil: Progressive Metal
VÖ: 25. April 2005
Zeit: 74:01
Label: Just For Kicks Music
Homepage: frameshift.progrockrecords.com

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Wenn ein erstklassiger Songwriter wie Henning Pauly zwölf Songs schreibt und diese von einem Ausnahmesänger wie Sebastian Bach eingesungen werden, sollte man eigentlich nichts anderes erwarten als ein Album, das einen neuen Meilenstein im Rock Genre setzt.

Die Vorzeichen dafür stehen dabei gar nicht mal schlecht. Ein sich über 70 Minuten erstreckendes Konzeptalbum, über einen Menschen, der zu ergründen versucht warum die Welt voller Gewalt ist und dabei selbst die unterschiedlichsten Ausprägungen dieser Gewalt erfährt, bietet immerhin viel Platz für künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten. Ein Sänger, der von gefühlvollen Balladen bis hin zu aggressiven Shouts das gesamte Spektrum abdeckt, kann dem so entstandenen Rahmen die nötige Tiefe und Abwechslung geben.

Soviel zur grauen Theorie. In der Realität sieht das alles dann leider weniger rosig aus. So interessant die Texte auch sind und so sehr sie auch zum Nachdenken anregen, so unpassend ist die musikalische Verpackung. Der Melodic-Progressiv-Rock des Herrn Pauly (der immerhin auf einen Abschluss an einer renommierten Musikschule verweisen kann) ist viel zu verspielt und teilweise viel zu fröhlich um zu dem doch düsteren lyrischen Hintergrund zu passen. Obwohl der Tausendsassa an den Instrumenten auf selbstverliebtes Gefrickel verzichtet, greifen die Riffs, Melodiebögen, Songstrukturen und Refrains oft ins Leere und lassen den Hörer in der Luft hängen. Schade, denn ein Track wie "Blade" mit seinem bombastischen und dramaturgisch perfekt inszenierten Chor zeigt, dass der Herr es besser machen kann. Dass die CD dann nicht komplett zum pathetischen Reinfall wird, ist Sebastian Bach zu verdanken. Er gibt den Lieder Emotionen und vermittelt durch seinen vielschichtigen Gesang das breite Gefühlsspektrum, welches durch die Texte entsteht.

So bleibt letztlich ein recht zweischneidiges Album, das auf der einen Seite ein sehr interessantes textliches Konzept aufweist, welches aber andererseits ein wenig an der musikalischen Umsetzung krankt. Ich empfehle Euch hier einfach mal ein Ohr zu riskieren, denn wirklich schlecht ist An Absence Of Empathy nicht...

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4 von 6 Punkten

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