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Neaera - The Rising Tide Of Oblivion

Neaera - The Rising Tide Of Oblivion
Stil: Death Core
VÖ: 21. März 2005
Zeit: 42:43
Label: Metal Blade
Homepage: www.neaera.com
MySpace: www.myspace.com/neaera

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Einen interessanten Bandnamen haben sich die fünf Münsteraner hier ausgesucht. Neaera - eine Dame aus der griechischen Mythologie, die in die sexuelle Sklaverei geboren wurde, einen Großteil ihres Lebens geächtet, unterdrückt und ausgebeutet wurde und die diese Vergangenheit nie abschütteln konnte. Warum die Jungs sich aber noch kurz vor Vertragsunterzeichnung von The Ninth Gate nach Neaera umbenannt haben, wird wohl ewig ihr Geheimnis bleiben. Ist aber auch egal, denn viel wichtiger als der Name ist immer noch die abgelieferte Leistung.

Und die fällt - wie so oft bei Debütalben - recht zweischneidig aus. Die Mischung aus schwedischem Death Metal, der irgendwo zwischen At The Gates und Amon Amarth angesiedelt ist, und dem momentan so beliebten Metalcore Geböllere groovt zwar wie die Sau und hat einige gute Momente, weist aber andererseits auch einen Halbwertfaktor einer Flasche Bier auf. So beschränken sich die Lichtblicke auf die Songs "Where Submission Reigns", "No Coming Home" und "Anthem Of Despair", bei denen die Strukturen nicht abgedroschen klingen und der Adrenalinpegel steigt. Hier schafft es die Band den Hörer durch abwechslungsreiches Riffing und intelligentes Songwriting auf ihre Seite zu ziehen. Leider ist dies bei den übrigen Tracks nicht der Fall. Die Lieder ähneln sich allesamt zu sehr und auch die Breaks, Blastbeats und Melodielinien wirken zu konstruiert, das Songwriting zu berechenbar. Der Großteil rauscht an einem vorbei und es ist schwer, sich an eines der Lieder später noch zu erinnern. Ein weiterer Punkt mit dem ich mich hier absolut nicht anfreunden kann, ist das Gebelle von Brüllwürfel Benny Hilleke. Das Gebelle und Gegrowle erinnert an einen angenervten Rottweiler und vergällt einem auf Dauer auch die hörenswerten Momente dieser Scheibe. Ein wenig mehr Abwechslung statt geballter Aggression würde einigen Songs besser zu Gesicht stehen.

Zweifelsohne treffen Neaera mit dieser Scheibe den Nerv der Zeit. Ob sie sich mit The Rising Tide Of Oblivion allerdings ein Plätzchen auf dem eh schon überfüllten Metalcore Zug ergattern können, wage ich zu bezweifeln. Dafür wirkt der überwiegende Teil des Songmaterials zu gekünstelt und alltäglich.

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3 von 6 Punkten

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