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Millenium - The Best Of... And More

Millenium - The Best Of... And More
Stil: Hard Rock
VÖ: 18. Oktober 2004
Zeit: CD1 69:31 - CD2 64:58
Label: Frontiers Records
Homepage: -

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Man sollte immer ein flaues Gefühl im Magen haben, wenn eine Band nach nur drei Alben eine 'Best Of' Scheibe auf den Markt wirft und man stellt sich fast schon zwangsläufig die Frage: "Muss das sein? Lohnt sich das?" Anders geht es mir auch nicht hier, denn die aktuelle Millenium Veröffentlichung ist ein Querschnitt durch die bisherigen Alben Hourglass, Jericho und Angelfire. Zusätzlich dazu befinden sich auf dieser Doppel-CD zehn bisher unveröffentlichte Tracks, die sich zum Großteil aus Demo-Aufnahmen des aktuellen Albums Jericho zusammensetzen.

Millenium können trotz ihrer noch relativ jungen Bandgeschichte schon auf eine bewegte Zeit zurückblicken. Größter Einschnitt war wohl der Sängerwechsel - Jorn Lande schmiss nach den Aufnahmen zu Hourglass das Handtuch und schaffte mit Masterplan den lang ersehnten Durchbruch. Eine Reihe weiterer Querelen sorgte dafür, dass vom damaligen Line-Up nur noch Gitarrist und Bandkopf Ralph Santolla übrig ist, der nebenher als zweiter Klampfer bei Iced Earth tätig war und die Mannen um Ripper Owens und Jon Schaffer bei Liveauftritten tatkräftig unterstützte.

Von daher ist es dann doch wieder mehr als verständlich, wenn unter die Vergangenheit ein Schlussstrich in Form eines Rückblicks auf das bisherige Schaffen gezogen wird. Unter "The Best Of..." werden hier eine Reihe brauchbarer und weniger brauchbarer Hardrock-Songs zusammengefasst, die die Entwicklung der Band gut widerspiegeln und trotz ihres angestaubten Flairs zumindest teilweise im Ohr hängen bleiben. Aber seien wir mal ehrlich: ohne die charakteristische Stimme von Jorn Lande würde kein Hahn nach diesem Stück Hardrock krähen. Dazu besitzt Millenium zu wenig Wiedererkennungswert. So ist es denn auch mit den Stücken der Nach-Hourglass-Zeit, die sich auf dem Best-Of Teil befinden: leicht metallisch angehauchte Hardrockklänge, mehr oder weniger ausgelutschte Melodien und Arrangements, kaum Details, die ein erneutes Abspielen der Songs rechtfertigen. Typischer Fall von BKM (Braucht-Kein-Mensch) - aber belassen wir es mal bei "Ohne Wertung".

Soviel also zum Best-of Teil. Mal sehen was uns unter "...And More" erwartet. Wäre ich jetzt garstig, würde ich sagen "Fangt noch mal von vorn an zu lesen", denn obwohl die neuen Tracks wesentlich gehaltvoller sind und mit mehr Durchschlagskraft einher traben, fehlt ihnen doch das, worauf es im mehr als überfüllten Hard Rock / AOR Hotel ankommt: fesselnde, verträumte Melodien, unverkennbarer und doch eingängiger Gesang und nicht zuletzt etwas, das ich gerne als Drive bezeichne. Hier fehlen interessante Ideen, dafür sind für diese Musikart zu viele Experimente mit progressiven Elementen vorhanden, wodurch die Musik irgendwie zusammengeschustert und lieblos wirkt. Und auch wenn Balladen zum guten Erscheinungsbild in diesem Bereich gehören mögen, sollte man den Schmalz-Faktor doch in erträglichen Regionen halten und nicht zwanghaft auf die Tränendrüse drücken.

Obwohl ich von Zeit zu Zeit nichts gegen AOR habe und die ruhige und entspannende Art dieser Musik mag, kann ich dieser Band nicht allzu viel abgewinnen. Dazu mangelt es an allen Ecken und Enden. Sorry Jungs, aber in dieser Form bleibt für Euch und das "...and More" nur ein müdes Gähnen. So liegen sogar zwei Punkte in weiter Ferne.

JR

Ohne Wertung

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