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Utbyrd - Varskrik

Utbyrd - Varskrik
Stil: Black Metal
VÖ: 12. März 2021
Zeit: 47:16
Label: Petrichor
Homepage: www.facebook.com/Utbyrd

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Die Arbeit an seinem Debütalbum startete die norwegische Band Utbyrd eigentlich schon im Jahr 2014 und ließ sich für seine Vollendung satte drei Jahre Zeit. Leider kam es dann nie zu einer physischen Veröffentlichung von Varskrik - Warnung, so die deutsche Übersetzung des Drehers. Doch diese Lücke soll nun geschlossen werden!

Mit "Karsten Og Draugen" haben die Mannen aus der Provinz Nordland mutigerweise das Opus magnum ihres Debüts gleich an den Anfang gestellt. Der progressiv gestrickte Song zählt knappe zwölf Minuten, beinhaltet neben tollwütiger Raserei auch allerhand symphonische Momente, ruhige Passagen, feierliche und klar gesungene Chöre, klirrend kalte Gitarrenwände und natürlich den standesgemäß harschen Gesang. Man könnte auch sagen, hier wird in einem Stück nahezu alles untergebracht, was das Genre so hergibt, wobei die handwerkliche und auch die kompositorische Leistung Anerkennung verdienen. Während die Vocals im einführenden Longtrack zwar schon extrem, aber noch moderat rüber kommen, scheint dieses Element in den folgenden Nummern gänzlich aus dem Ruder zu laufen. Da schreit, geifert und kreischt sich Frontmann Nohr plötzlich dermaßen abartig durch die Architektur seiner Kollegen, als wäre er von allen guten Geistern verlassen. Was hier geboten wir lässt sogar einen Dani Filth derart blass aussehen, dass er sich die Schminke sparen kann, und selbst eingefleischte Genrefans werden hier wohl an ihre Toleranzgrenze stoßen. Denn auf Dauer kann dieser extreme Faktor im sonst durchaus gefälligen, wenn auch recht komplexen Sound der Band ganz schön auf die Nerven gehen. Gerade dann, wenn die orchestralen Parts sogar an Dimmu Borgir erinnern mögen, schaltet sich der Mann am Mikro ein und trampelt ein jedes aufkeimende Pflänzchen an musikalischer Anmut so rücksichtslos in Grund und Boden als wollte er uns sagen: wenn ihr Lulli-Black-Metal wollt, dann geht gefälligst woanders hin!

Zumindest erklärt sich dadurch der Albumtitel. Es bleibt ein spannendes und tiptop produziertes Werk, welches Erinnerungen an Abigor und frühe Enslaved weckt, jedoch garniert mit einem ordentlichen Schuss Wahnsinn. Wer in Sachen Metal-Geschrei völlig schmerzfrei ist oder einfach Lust auf eine Art außerirdische Erfahrung hat, der sollte Utbyrd unbedingt einen Besuch abstatten.

Dagger

4 von 6 Punkten

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