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The Other - Haunted

The Other - Haunted
Stil: Horrorpunk
VÖ: 12. Juni 2020
Zeit: 45:35
Label: Drakkar
Homepage: www.the-other.de

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Wenn es um Horrorpunk made in Germany geht, dann führt an einem Namen sicherlich kein Weg vorbei: The Other holen mit Haunted ihr achtes Studioalbum aus dem Eichensarg und zeigen der Welt, dass sie erwachsen geworden sind. Das heißt natürlich keinesfalls, dass die Musiker auf ihre Vorliebe für Monster, Serienkiller oder andere alptraumhafte Figuren verzichten, auf musikalischer und kompositorischer Ebene zeigt sich die Band in ihrem 18. Lebensjahr jedoch versiert und professionell wie nie zuvor.

Da kann es natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass gerade die einleitenden und durchaus kommerziell gestrickten Stücke "Mark Of The Devil", "We're All Dead" oder "Dead To You, Dead To Me" für Fans der ersten Stunde zu brav und glattgebügelt rüber kommen. Aber keine Bange, spätestens beim deutschsprachigen Reißer "Was Uns Zerstört" scheint der Knoten geplatzt zu sein und die Band nimmt volle Fahrt auf. Als ob das "Vampire Girl", das während der zweiten Albumhälfte mit coolen Metalriffs für ein absolutes Highlight sorgt, die Musiker zu sehr ausgezuzelt hat und man sich erst wieder erholen musste, klingen die Songs nun eine ganze Ecke härter. Auch Gesang und Gangshouts kommen plötzlich aggressiver rüber, wenn sich in "On My Skin" endlich das ersehnte Horror-Feeling in der instrumentalen Umsetzung einstellt. Wo "1408 217" mit Bezug auf Kult-Movies der Horror-Branche auf energiegeladenen Rock'n'Roll setzt, positionieren sich The Other im härtesten und erneut deutschsprachige Track "Absolution" ausnahmsweise auch einmal in politischer Sicht. Mit "Creepy Crawling" ziehen sie dann erneut eine metallisch funkelnde Hymne aus dem Ärmel und begeben sich mit "To Hell And Back" noch einmal in ruhigere Gefilde, ehe im Rausschmeißer "The Silence After The First Snow" - zumindest rein musikalisch - all der Horror-Kram über Bord geworfen und fröhlich drauf los gerockt wird.

Ja, die Zeiten des ungestümen Punkrocks sind für The Other offenbar vorüber. Stattdessen liefern die 13 neuen Stücke einen eingängigen und dennoch blutigen Cocktail aus Punk, Gothic Rock und Heavy Metal, der die Band auf ein neues Level hievt.

Dagger

5 von 6 Punkten

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