1 Headbänga online
Reviews (10196)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Firewind

Interview:
69 Chambers

Live-Bericht:
Circle Of Witches

Video:
Manimal
RSS RSS
Atom Atom
 

Konzert-Bericht

B-Side, Slugfugg & A Buck For A Rebel

Backstage, München 07.05.2005

Als mich mein Kumpel fragte, ob ich denn auf die CD-Release Party der Wahlmünchner B-Side mitgehen wollte, sagte ich natürlich "Ja", denn schließlich muss der Underground am Leben gehalten und unterstützt werden. Zwar war mir keine der drei Bands vor diesem Abend ein Begriff, aber man ist ja immer offen für Neues, zumal mir Punkrock in Aussicht gestellt wurde. Rechtzeitig vor dem großen Wolkenbruch (andere nannten es auch treffend Weltuntergang) sind wir dann noch im Backstage eingetroffen. Doch auf diese Location ist wie immer Verlass und so wurde der anvisierte Beginn kurzerhand von 20:00 / 20:30 auf kurz nach 21:00 Uhr verlegt. Manche Dinge ändern sich anscheinend nie.

Den Beginn machten die Jungs von A Buck For A Rebel aus Garmisch vor leider ziemlich spärlichem Publikum, was aber wohl für diese Zeit im Backstage üblich ist. Schade, denn die Jungs hätten mehr verdient. Ihr (Fun) Punk Rock ging gut nach vorne los und machte Laune. Das sahen wohl auch die beiden unerschrockenen "Tänzer" vor der Bühne genauso, zelebrierten sie doch einen schön anzuschauenden Zwei-Mann-Pit quer durch die Halle. ;-) Der Sound der vier Jungs erinnerte mich ein ums andere Mal an die guten alten Pyogenesis, um Mal einen adäquaten Vergleich an Land zu ziehen. Und das lag nicht nur am variablen Gesang, den sich Flori Müller (Guitar, Vox) und Andreas Pfuhl (Bass, Vox) teilten, sondern auch am variablen Tempo der Songs. Alles in allem ein guter und kurzweiliger Gig, der am Ende nach 30 Minuten den verdienten Applaus erhielt.

Als nächstes waren dann nach einer kurzen "Umbaupause" die Jungs von Slugfugg an der Reihe. Die Mucke haute so ziemlich in die selbe Kerbe, wenn auch für mein Empfinden eine Klasse unter dem Sound von A Buck For A Rebel. Dafür erinnerte mich hier der Sound an Green Day, also eher seichterer Punk Rock, was sich u.a. auch in einer Punkversion des Kelloggs Frosties Werbesongs (jaaa, der mit dem Tiger) niederschlug. Inzwischen war es dann doch langsam etwas "voller" geworden, auch wenn "voll" nicht der richtige Ausdruck hierfür ist. Doch trotz der vermehrten Anwesenden war weniger Bewegung vor der Bühne. Lediglich vier Gestalten konnten sich kurzfristig zu einer Mosh-Einlage hinreißen lassen. Sei's drum, die drei Jungs von der Tanke zockten ihre Songs runter, garniert mit ein paar gar lustigen Ansagen. Und hier liegt auch der Hund begraben: etwas weniger Gelaber und dafür mehr Songs wären nicht schlecht, zumal auf Dauer die Ansagen wirklich nervten.

Um kurz vor elf dann war es soweit, der Headliner kam auf die Bühne. Vor einem inzwischen recht ansehnlichen Publikum rockten B-Side ihren Garage-Punk mit Nu-Metal/Rap-Einflüssen, oder wie sie ihren Stil selbst beschreiben: punklastigen Crossover. B-Side legten sich sichtbar ins Zeug um ihre neue CD (Like Intoxicated) entsprechend zu promoten. Zu Beginn gleich kam Rupert (Vox) mit Megaphon bewaffnet auf die Bühne, was aber etwas zu Lasten des Sounds ging. Aufgrund der dann doch recht kleinen Bühne war auch nicht allzu viel Bewegung angesagt, schließlich tummelten sich nun fünf Leutchen dort oben. Aber B-Side machten ihre Sache gut und heizten den Anwesenden gut ein, was sich am starken Applaus nach jedem Song zeigte. Leider waren keine Ansagen zu den Songs (oder ich hab sie einfach überhört), so dass ich leider nicht sagen kann, welche Songs nun zum Besten gegeben wurden. Lediglich das Dog Eat Dog Cover von "No Fronts" war mir bekannt. Nach einer guten Stunde war dann allerdings leider schon wieder Schluss, denn das Backstage wollte seinen normalen Samstagsbetrieb aufnehmen. Schade, denn diese Band macht Lust auf mehr. Wer den Sound von B-Side mal antesten möchte, kann sich ja unter www.b-side-music.de den Songs "I'm Sorry" runterladen.

Ray

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Werbung:

© www.heavyhardes.de