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Konzert-Bericht

Rotten Sound, The Ocean, Victims & Trap Them

Hansa 39, München 04.04.2008

Der Winter ist weiter gezogen und die Sonne traut sich langsam wieder an das Tageslicht. Obwohl das Wetter eher in einen Biergarten einlädt, begeben sich Fabi und ich guter Dinge in das geliebte Hansa 39, um uns von feinsten Klängen verwöhnen zu lassen.
Als wir gegen 20:00 Uhr die Portale des kleinen Clubs erreichten, waren wir schon über die Massen von Leuten erstaunt. Die letzten Konzerte waren eher mau besucht worden und man hatte immer genügend Platz um sich herum. Doch an dem Tag war es anders, der Laden war zum Bersten gefüllt und die Schlange an der Biertheke schrecklich lang.

Kaum hat man den ersten Gerstensaft in der Hand, beginnen pünktlich um 20:30 Uhr die Metalcoreler Trap Them. Vor der Bühne war es dermaßen voll, dass wir uns eher etwas abseits postierten und die Chose aus sicherer Entfernung beobachteten. Die Jungs wussten, wie man dem Publikum einheizt und ließen einen fetten Riff nach dem anderen vom Stapel. Erste Moshpits bildeten sich vor der Bühne und auch Headbanger wurden angeblich gesichtet. Die Musikanten hatten auch sichtlich ihren Spaß und die Euphorie schwappte auf das Publikum über. Nach 45 Minuten war der Zauber dann vorbei und die Burschen verließen unter Jubel und in Schweiß gebadet, die Bretter der Welt.

Nun waren Victims an der Reihe und an den zahlreichen T-Shirts konnte man erkennen, dass diese keinesfalls unbekannt sind. Allerdings kommt hier der erste Stimmungsknick, denn das Trio absolviert seinen Auftritt in gelassener Ruhe und Routine. Keine überschwappende Euphorie wie beim Opener und viel weniger Bewegung, machten das Konzert aus. Uns gefiel die Musik allerdings auch nicht wirklich, denn es wurde 08/15-Metalcore geboten und so reihten wir uns in die Schlange ein, um ein weiteres Bier abzustauben. Den Fans dagegen gefiel die Sache und mit fortschreitender Spieldauer wurde der Applaus lauter. Auch hier war nach 45 Minuten Schicht im Schacht und der erste Headliner stand auf dem Programm.

The Ocean waren eine der Gründe, warum wir überhaupt erst zu diesem Konzert gefahren sind, denn die Berliner haben ein hervorragendes Doppel-Album veröffentlicht und wir wollten wissen, wie das Material live klingt. Deshalb haben wir uns auch in die engen, ersten Reihen begeben. Um 22:30 Uhr betrat das Sextett dann die Bühne und entfachte ein Inferno. Es wurden weitgehend die unprogressiven, metallischen Stücke vorgetragen. Zudem waren The Ocean die erste Band mit professioneller Bühnenshow und -technik. Zum Beispiel wurden die Songs von einer Neonlicht-Orgel rhythmisch untermalt. Dem Publikum schien die Sache zwar Spaß zu machen, aber irgendwie warteten alle nur auf den Headliner. Das Material der Band war auch alles andere als eingängig und tanzbar. Wie bei den Vorbands war der Sound hervorragend abgemischt.
Um 23:15 Uhr war dann auch der Auftritt der Berliner Geschichte und die Truppe wurde unter Beifall verabschiedet, was mich aufgrund der verhaltenen Reaktionen während des Gigs etwas verwundert hat.

Keine fünf Minuten nach The Ocean betritt das Quartett aus Finnland: Rotten Sound die Bühne. Aber halt!!! Basser Toni hat sich am Fuß verletzt und musste daher den Gig im Krankenhaus verbringen. Doch die Nordmänner lassen sich davon nicht beirren, widmen den Auftritt Toni und rocken als Trio. Die Meute vor der Bühne war nicht mehr zu halten. Es wurde gepogt, gemosht und einige versuchten sich auch im Stagediven. Den Finnen sah man ihre Spielfreude an und so zündeten sie einen Hit nach dem anderen, welche von den hungrigen Fans euphorisch aufgenommen wurden. Nahezu alle Songs vom aktuellen Album Cycles wurden gezockt und dann machte man sich an älteres Zeug. Zudem hat das Dreiergespann auch ein paar Überraschungen geplant und so durften nahezu alle Musiker der Vorbands noch mal die Bühne stürmen und man trug einen Song mit fünf Sängern!!! vor. Außerdem wurde etwas für die Damen geboten, denn sämtliche Musiker auf der Bühne entkleideten ihren Oberkörper und fingen selbst auf der Stage an zu moshen. Zudem wurde dem Victims-Gitarristen noch die besondere Ehre zuteil, die Band bei einigen Klassikern an der Klampfe zu verstärken. Nach ziemlich kurzen 45 Minuten war der Auftritt dann vorbei und alle Beteiligten verließen erschöpft die Bühne.

Bei Merchandise-Preisen von 10 Euro für ein T-Shirt, kann man echt nicht meckern und von einem, mehr als gelungenem Abend reden. Alle Bands haben sich ins Zeug gelegt und zum Teil großartige Shows gezockt. Dennoch ist keine der Vorbands gegen die Macht von Rotten Sound angekommen. Jene zeigten sich nach der Show noch fannah und unterzeichneten alles, was ihnen vor die Nase gehalten wurde. Klasse Abend!!!

Basti

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