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Konzert-Bericht

Die Happy & Slimboy

Ampere, München 25.04.2008

Marta und ihre Jungs sind in der Stadt! Das heißt: Hüpfburg-Alarm! In-Typen, die ihre Baseball-Caps von sich schleudern! Girlies, die merken, dass es ein Leben außer Kylie gibt! Ältere Herren, die gepflegt ausrasten! Und mittendrin ich.

Ja, so ähnlich war die Ansetzung, die die Ulmer Helden auf ihrer aktuellen Tournee auch wieder in unsere schöne Landeshauptstadt führte. Gastierte man auf der vorletzten Gastspielreise noch in der regulären Muffat-Halle, nahmen wir dieses Mal mit dem kleineren Ampere-Club vorlieb, aber es sei gesagt: die Luft brannte, der Club kochte, ach Freunde schee wars.

Zum Support-Act Slimboy kann der Schreiberling leider wenig vermelden, da aufgrund Interview-Verpflichtung der Termin leider nicht wahrgenommen werden konnte. Bei Eintritt ins begrenzte, aber gesteckt volle Rund des Ampere ist aber zu konstatieren: beste Stimmung.
Man ist auf Tuchfühlung, eine Barriere zur Bühne gibt es kaum, und so kocht die Atmosphäre sofort fast über, als Ralph, Thorsten und Jürgen locker auf die Bretter schlendern und mit "All Around The World" den Opener des aktuellen Langeisens Six anstimmen. Da zeigt sich wieder, dass Die Happy live ein unbestrittene Macht sind: tight, rockig und sympathisch gehen sie zu Werke. Aber sie wären ohne ihre Frontfrau nur die sprichwörtliche Hälfte wert, und als Marta dann hervorspringt, haben die Ulmer längst gewonnen. Freude allenthalben, als das quirlige Energiebündel gekonnt intoniert und dann nahtlos in den nächsten Kracher "Peaches" überleitet. Keine Spur vom Sascha-Herzschmerz, sondern bestens gelaunt begrüßt uns die Grand Dame, nimmt gerne die tatkräftige Unterstützung von Herren in der ersten Reihe an, um sich auf den Boxen einen besseren Überblick zu verschaffen, und führt spaßig und frisch wie immer durch den Abend.

Setmäßig geht alles absolut klar: "Wanna Be Your Girl" und "Don't You" heizen den Schnellkochtopf weiter an, der dann beim All Time Fave "Not That Kind Of Girl" auf maximaler Dampfstufe steht. Immer launig die Ansagen, wie etwa zu "Genuine Venus", bei dem Marta über die spezielle Münchner Spielart von jungen Frauen als Accessoire älterer Herren sinniert: "So alt ist der Ollie Kahn doch gar nicht", kontert Thorsten und erntet Lacher allenthalben. Bestens! Bei "None Of Your Business" kann man sogar einen amtlichen Moshpit bestaunen, bevor "I Don't Want To Fade Away" feine Balladen-Stimmung zaubert. "Love To Hate You" und "Easy Come, Easy Go" markieren die nächsten Steuerknüppel, die endgültig den Schweiß von der Wand tropfen lassen. Erstaunlich, wie gut auch die neuen Songs ankommen: das neue Album scheint den Fans genehm zu sein. Mit "NY Tokyo" gibt's eine weitere Nummer von Six, bevor Marta dann einen Song "allen Frauen" widmet: "denn, Männer, gebts zu: ohne uns wärt ihr alle verhungert!" Stimmt, mal abgesehen von Hipp und Freunden. Egal, das schöne "I Am" nehmen wir immer gerne mit. Bei "I Still Love You" gibt es technische Probleme, die Marta allerdings mit lustigen Geschichten über ihren ebenfalls im Showbusiness tätigen Vater überbrückt (so geht's auch, liebe arrogante Star-Kollegen). Nach "Ordinary People" ist erst mal Schicht, aber Gitarrist Thorsten kommt relativ schnell auf die Bühne, da er, wie er uns informiert, extrem pischern muss und uns daher nicht zu lange warten lassen will. Na, das ist doch ein Wort!

Nach "Big Boy" rupfen die Kollegen einen astreinen Reggae vom Baum (a la la la la lom), der dann in "This Is Goodbye" übergeht - sehr nett. Nach einem wunderbaren "Slow Day" zerren sie dann noch einen Roadie auf die Bühne und reißen astrein "Back In Black" runter - Respekt! Als die Menge immer noch nicht Ruhe geben will, ballern sie mit "Supersonic Speed" noch den ultimativen Rausschmeißer ins Rund, dann is aus.

Kurz geurteilt: so gut kann, so gut muss ein Rockkonzert sein. Kein Quatsch, keine Allüren, nur gut gelaunte Leute und krachige Musik. Bestens! Gerne wieder.

Holgi

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