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Konzert-Bericht

Opeth & Burst

Backstage, München 16.12.2005

Mit den progressiven Deathern von Opeth stand an diesem Freitag ein ganz besonderes Highlight auf der Veranstaltungsliste des Backstage. Dass dieser Gig großen Anklang gefunden hatte, zeigten uns diverse "Sold Out" Aufkleber um den Veranstaltungsort. So ganz entsprach dies dann aber wohl doch nicht der Wahrheit, denn obwohl der Club gut gefüllt war, hätten schon noch ein paar weitere Nasen Platz gefunden. Aber wenigstens konnte man sich so noch umdrehen.

Dafür hat das übliche "Backstage-Problem" erneut zugeschlagen. Der vollmundig angekündigte Startschuss um 21:00 Uhr wurde kurzerhand auf 20:20 vorverlegt. Anscheinend hat sich dieses Phänomen aber bereits ausreichend herumgesprochen, so dass Burst nicht vor einer halb leeren Halle spielen mussten, sondern auf bereits sehr gut gefüllte Reihen herabblicken konnten. Zum ersten Mal befand sich auch ein Fotograben vor der Bühne der von zwei grimmig dreinblickenden und recht nervösen Security Fritzen bewacht wurde, welche die Besucher in den ersten Reihen brav vor tieffliegenden Crowdsurfern und eventuell geworfenen Trinkgefäßen warnten(?). Für meinen Geschmack nahmen sich die Kameraden aber wohl etwas zu wichtig. Dass einige Zeit später der kalkweiße Kerl mit der Hand vorm Mund und seinem Mageninhalt in Selbigem da durch durfte und sich nicht quer durch die Halle kämpfen musste, grenzt beim sonst an den Tag gelegtem Verhalten der beiden Haubentaucher an ein kleines Wunder.

Aber kommen wir zurück zu Burst. Die Schweden kämpften sich durch ein knapp halbstündiges Set, welches mit Ausnahme des Gesangs schon ein wenig an den Hauptact erinnert hat. Die fünf Jungs lieferten eine engagierte Vorstellung, wobei sich der Sänger durch besondere Agilität hervortat, konnte mit ihrem Programm aber keine allzu großen Begeisterungsstürme entfachen. So blieb es bei vereinzelten Headbangern und dem obligatorischen Höflichkeitsapplaus nach den einzelnen Songs. Eigentlich schade, denn sobald man sich an das Gebrülle des Sängers gewöhnt hatte, waren die Lieder gar nicht mal schlecht - nichts Außergewöhnliches, aber eine grundsolide musikalische Leistung. Mit etwas mehr Beifall wurde die Band dann kurz vor 21:00 Uhr verabschiedet und das große Warten begann.
(JR)

Welches aber zum Glück nur knappe 20 Minuten dauerte - dann enterten Opeth um 21:15 Uhr wie zu erwarten mit dem Opener des neuen Albums Ghost Reveries die Bühne. Und was soll man sagen, die Jungs spielten "Ghost Of Perdition" genauso überzeugten wie auf Platte, da saß jedes Soli, jedes Riff, jeder Growl und jedes Break - einfach atemberaubend! Kaum zu glauben, dass fünf Leute ausreichen, um einen solch komplexen Sound auf die Bühne zu bringen. Aber es sollte nicht der einzige "Kinnladen-Runterklaper" des Abends bleiben. Und im Gegensatz zur Tour im September hatte man noch mal an der Setlist rumgeschraubt und fünf der insgesamt zehn Songs ausgetauscht. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass manche Bands auf jeder Tour über Jahre zu 80 Prozent immer die selben Songs spielen und man dann das Ganze auch noch mit einem Aushilfsdrummer (von Bloodbath) durchzieht.
Im Gegensatz zur DVD, wo man nur die letzten drei CDs berücksichtigte, legte man heute eine Zeitreise durch die komplette Diskographie der Band (außer Morningrise) hin, was bei der Länge der Songs und acht Alben an der Zahl, so langsam ein schwieriges Unterfangen wird. Aber egal, die Fans feierten die Band ab als ob es keinen Morgen gäbe und verwandelten das ziemlich volle Backstage in eine finnische Sauna. Nach "When" und "White Cluster" folgte deshalb wohl auch ein ruhigerer Song vom Damnation Album. Aber wie schon auf der DVD verwandelte man "Closure" zu einer knapp zehn minütigen Jamsession und schraubte gleichzeitig den Härtegrad um ein Vielfaches nach oben, so dass es nicht wirklich ruhiger und damit kühler wurde. Aber macht ja nichts, ein Metalkonzert ist ja kein Kindergarten würde der Herr Stromberg sagen.
Nach "Bleak" folgte dann Song Numero zwei vom aktuellen Album - "The Grand Conjuration", welches mit einer lustigen leider viel zu langen David Hasselhof Geschichte eingeleitet wurde. Überhaupt entpuppte sich Herr Akerfeldt heute als Quasselstrippe vor dem Herrn und ich bin mir sicher, dass uns das Gequatsche über den Herrn Hasselhof gut und gerne um mindestens einen Song gebracht hat. Aber egal, amüsant war es alle Mal. Nachdem man dann mit "Under The Weeping Moon" ein ganz alten Klassiker vom Orchid Album ausgepackt hatte, bildeten "The Baying Of The Hounds" und "The Drapery Falls" um 23:00 Uhr den finalen Schlusspunkt.

Natürlich nicht ganz, denn die Fans ließen sich nicht ohne eine Zugabe abspeisen. Und so bekamen sie nach einem etwas zähen Ratespiel (drei Fragen zu den Scorpions!!!) noch das geniale "Deliverance" um die Ohren geblasen und wurden dann nach etwas mehr als zwei Stunden ins Wochenende entlassen. Und soweit ich es sehen konnte, waren nur zufriedene Gesichter zu erblicken, was nach so einer Show ja auch kein Wunder ist. Opeth waren annähernd perfekt und wer sich dieses Konzert für schlappe 18 Euro entgehen ließ ist selbst schuld!
(Thorsten)

Setlist Opeth:
Intro
Ghost Of Perdition
When
White Cluster
Closure
Bleak
The Grand Conjuration
Under The Weeping Moon
The Baying Of The Hounds
The Drapery Falls
-----------
Deliverance

JR & Thorsten

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