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Konzert-Bericht

Suicidal Tendencies, Madball, Death By Stereo & Sworn Enemy

Elserhalle, München 14.11.2003

Eastpack ruft wieder auf zur Resistance Tour und die Leute kamen zahlreich, um Widerstand zu leisten. Widerstand wogegen? Gute Frage, der Musik wurde schon mal kein Widerstand geleistet, denn in der Elserhalle ging fett der Bär ab.

Davon durfte die erste Band nicht viel gespürt haben, denn als wir die Halle betraten, war diese mit ihrem Set bereits am Ende und es hatten sich vielleicht mal 100 Nasen in der Halle verteilt.

Als zweite Band des Abends legten Length of Time los und machten den Fehler, überwiegend Songs des aktuellen Albums zum besten zu geben. Die vielen Breaks in den Songs gingen leider zu Lasten der Eingängigkeit, so dass gerade mal die beiden alten Songs, die am Ende des gut 25minütigen Gigs gespielt wurden, auch Unkundige des Materials zu mehr als einem anerkennenden Kopfnicken hinreissen konnte.

Bei Sworn Enemy setzte sich der fette Bär dann auch endlich in Bewegung, denn die New Yorker konnten ordentlich abräumen. Der fette Mix aus Oldschool-Hardcore mit modernen Shouts der Marke Kehlkopfkrebs sorgte bei der versammelten Crowd für erste Epilepsieattacken, die ordentlich vor der Bühne ausgelebt wurden. Auch die vor der Bühne errichtete Absperrung konnte die Leute nicht davon abhalten, die Bühne zu erklimmen und sich der Gunst des unten stehenden Publikums auszusetzen. Erwähnt sei hier die verunglückte Arschbombe, die augenscheinlich weh getan haben muss und für ordentlich Stimmung bei der schadenfrohen Masse sorgte.

Death By Stereo fand ich dagegen eher langweilig und meine Bandaufzeichnungen, die Band betreffend, sind leider auch im Lärm untergangen, so dass ich nur sagen kann, dass ich die Band nicht schlecht, aber auch nicht umwerfend fand, so dass ich mir das Geschehen aus einiger Entfernung gegeben habe und mir mit ein paar Bier über die Runden geholfen habe. (Hey, du hast schonmal 8 Kommata in einem Satz untergebracht - du lässt nach ;-), Anm. Red.)

Gottseidank ¬– weil bei Madball war keine Zeit für Bier! Nach der Pause schien man hungrig, verlorenen Boden gutzumachen. Song für Song jagte man die Hardcorehymnen in die ausgehungerte Menge, die überwiegend wegen Madball den Weg in die Elserhalle auf sich genommen zu haben schien. Hits wie "My Life" haben auch nach über 10 Jahren nichts von ihrer Eingängigkeit verloren, so dass Song für Song vom Publikum mitgegröhlt wurden, sofern man nicht gerade damit beschäftigt war, einen Ellenbogen vom Gesicht fernzuhalten. Der Sound war extrem fett, die Stimmung super und die Songauswahl ein Traum.

Wer jetzt aber dachte, den eigentlichen Headliner des Abends hinter sich zu haben, wurde von Mike Muir eines besseren belehrt. Das zuletzt veröffentlichte, sehr funklastige Album wurde quasi komplett ausgeklammert und auch frühere Funkverbrechen konsequent gemieden. Statt dessen setzen Suicidal auf die zuhauf vorhanden Punk- und Hardcorebrecher, was nicht nur beim Schreiber dieser Review hervorragend ankam. Wer bei "Join The Army" die Füsse ruhig halten kann, muss ohnehin im Rollstuhl sitzen. Andere Entschuldigungen werden nicht angenommen! Aber auch die anderen Klassiker vom Kaliber "I Saw Your Mummy" oder der Opener "War Inside My Head" (oder war¬’s doch "You can¬’t bring me down"?) gönnten mir keine Verschnaufpause. Suicidal Tendencies sind definitiv "back on the map"!

Alles in allem ein wirklich feines Package, das hier geschnürt wurde. Mit über 25 Euro aber auch ein relativ hochpreisiges Kleinfestival, bei dem überraschend viel Jungvolk anwesend war. Die Merchandisepreise bewegten sich dagegen mit Shirts für 15 Euro auf normalem Niveau.

Andreas

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