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Konzert-Bericht

Subway To Sally & Pinkostar

Elserhalle, München 02.04.2003

Subway To Sally luden für knapp 20 Euro zum Tanz in die Elserhallen. Pünktlich nachdem die Vorband Pinkostar fertig war, traf ich ein - verlässlichen Quellen zufolge spielten sie Metal neuerer Bauart, ähnlich wie Linkin Park, nur härter und mit Dark Metal-Einschlägen anstatt Rap. Wurden wohl vom Publikum recht nett aufgenommen.

Die Elserhalle war recht gut gefüllt, als kurz vor neun die Sallys die Bühne betraten und mit "Geist des Kriegers" gleich mal eines der neuen Stücke von der vor kurzem erschienenen CD "Engelskrieger" in die begeisterte Meute schleuderten. Sie schoben nach einer Begrüßung durch Eric gleich noch zwei Songs von dieser CD nach, wobei Eric bei "Das Knochenschiff" die erste Strophe wegließ und dafür die zweite zweimal sang ;). Das schaffte eine etwas andere Atmosphäre als bei früheren Konzerten, da die neuen Lieder doch ziemlich düster gehalten sind - sowohl musikalisch als auch textlich. Zwischendrin wurden jedoch immer mal ältere Sachen eingestreut, wobei sich die Band von den Alben "Bannkreis", "Hochzeit" und "Herzblut" bediente - die "Foppt den Dämon" von 1996 und alle älteren Scheiben wurden ignoriert. Das fand ich mit zunehmender Spieldauer etwas schade, auch wenn es verständlich ist. Nach 10 Jahren wollen Subway sich vom Image der Mittelalterband abkehren, was sie mit ihrer Setlist auch sehr deutlich unterstrichen haben.
Die älteren Songs jedoch und auch "Das Knochenschiff" (hat absolut das Zeug zum Klassiker!) und "Falscher Heiland" (ebenfalls) wurden vom Publikum begeistert abgefeiert. Da wurde getanzt, gebangt und gesurft, mal von hinten nach vorne und auf Erics Aufforderung auch mal von vorne nach hinten ;). Bei den anderen, sperrigeren neuen Liedern war das Publikum sehr ruhig und wartete eher auf den nächsten Knaller.
Dabei kam das neue Material um einiges besser rüber als auf CD. Der Sound war überhaupt brilliant und ließ absolut keine Wünsche offen. Man hörte alles glasklar, auch wenn man auf der Seite stand.
Zwischendrin natürlich die obligatorische Feuerspuckeinlage von Bodenski, Simon und Eric...Frau Schmitt diente mit ihrem ultrakurzen Rock, den umso höheren Stiefeln und der engen Corsage als eine Art Dauerdekoration :))).
Nach 95 Minuten und "Veitstanz" gingen die Jungs und das Mädel das erstemal von der Bühne. Sie ließen sich für Subway-Verhältnisse ziemlich lang bitten, bevor sie wieder rauskamen und nochmal drei Liedchen anstimmten. Dann gingen sie nach einem sehr verzerrten "Wenn Engel hassen" wieder, ließen sich jedoch nochmals auf die Bühne zurücklocken und versuchten mit "Abendland" einen eher melancholischeren Schlußpunkt zu setzen.
Das klappte aber nicht so ganz. Das Publikum reagierte mit lautstark gesungenem "Bluuut, Bluuut, Räuber saufen Bluuut.....", woraufhin die Band nochmals zurückkehrte und Bodenski halb amüsiert, halb resigniert fragte: "Ihr liebt dieses Lied wirklich, was?" Großes Gejohle und Applaus, und Subway packten nochmal ihre Instrumente und zockten zusammen mit dem Publikum "Julia und die Räuber" ab. Dann verzogen sie sich endgültig.

Man wird sich an die neue Ausrichtung der Sallys gewöhnen müssen; live sind sie jedoch immer noch unbestreitbar eine der Besten.

Kara

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