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Konzert-Bericht

Pretty Maids & Royal Hunt

Elserhalle, München 11.04.2002

Kaum hatten wir schon den bösen Einlasser überzeugt, daß wir doch auf der Gästeliste stehen, waren wir auch schon in der Halle und konnten sehen, was ich mir bei der Bandkonstelation schon gedacht hatte: Die ältere Hard Rocker-Fraktion feiert mit der jüngeren Melodic Metal-Fraktion eine kleine Party. Oder ist es ein Zeichen für die Wachablösung und die älteren Hartwurstanhänger bäumen sich kurz vor ihrem Dahinsiechen nochmal auf ? Schaun mer mal.....

Auf alle Fälle begannen Royal Hunt mit ihrem Set und alle Altersunterschiede waren vergessen. Alle wipten vergnügt mit und ließen sich von der "Königlichen Jagd" musikalisch in andere Spähren entführen. Hatte ich mir die letzte CD "The Watchers" ein paar Mal zu Gemüte geführt, hatte ich mir nicht mehr als soliden Melodic Metal erwartet, der mal wieder sehr stark an Helloween, Stratovarius und Konsorten angelegt sei. Tja, erstens kommt es anders und zweitens.... genau! Royal Hunt legten ein knapp einstündiges (!?!?!...Kompliment an den Headliner!) Set hin, was sich gewaschen hatte. Melodische Metalsongs mit wahnsinnig komplexen und intelligenten Strukturen, Mitgröhlrefrains und einen Sänger der sein Vorbild Timo Kotipelto locker in die Tasche steckte. Nicht dieses andauernde Speedblastgeballer sondern Metal mit Gefühl und Verstand. Kompliment. Das einzige was mich ein wenig störte waren die 4 Keyboards (warum zum Teufel reicht nicht eins, dann muß man nicht wie ne Ballerina mit nem Spagat dazwischen stehen und sich zum Kapser machen!) und die Backing Vocals, die trotz 3 zusätzlicher Mikros nicht von den anderen Jägern, sondern vom Band kamen (oder das sind alles Eunuchen !). Aber ansonsten ein gelungener Gig, der Appetit auf mehr macht und ich wär ja nicht Thorsten, wenn ich nichts zu meckern hätte ;-)

Aber trozdem keine leichte Aufgabe für Ronnie Atkins und Konsorten, da noch einen drauf zusetzen. Aber man hätte zu wenig von Pretty Maids erwartet, wenn man sich mit nem mittelmäßigen Gig zufrieden gegeben hätte. Ron und Konsorten hatten das Münchner Publikum von Anfang an in der Hand und man feierte einen geilen Rockabend. Die aktuelle Platte stand vom Songmaterial natürlich im Vordergrund, aber selbst diese Stücke wurden gebührend abgefeiert. Ich kenn mich mit dem Songmaterial nicht so gut aus, aber sicheren Quellen zufolge kamen 3 Stücke von der Future World, allen voran das Titelstück (sehr, sehr geil!!!) und ich hab dann doch noch "Snakes in Eden" von der "Anything worth Doing...blabla.." erkannt. Wenn man die Gesichter der Fans anschaute bleibt als Resüme nur, Pretty Maids gehören noch lange nicht zum alten Eisen und bringen noch so manche älteren Herrn noch dazu sich wie springende Affen aufzuführen und sich dabei total zu verausgaben ;-) Als kleiner Negativpunkt ist anzumerken, das eine Spielzeit von 85 Minuten eigentlich zu kurz ist, aber wegen dem hohen Alter lassen wir das mal durchgehen.

Ich tendiere deswegen zu einem gerechten Unentschieden oder anderes ausgedrückt, Royal Hunt und Pretty Maids waren zusammen ein geiles Rockpaket, welche fast keine Wünsche offen ließ.

Thorsten

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