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Interview

English VersionInterview mit Spiritus Mortis (29.04.2006)

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Logo Spiritus Mortis

Wenn eine Band über ein Jahrzehnt braucht, um ihr Debüt einzuspielen, kann das entweder an massiver Faulheit liegen oder an Gegebenheiten, auf die die Band keinen Einfluss hat. Aber trotz aller Rückschläge haben Spiritus Mortis nie aufgegeben und neuerdings mit Fallen, ihrem zweiten Album, ein vorzügliches Stück Doom Metal veröffentlicht, das Freunden von Reverend Bizarre, Count Raven oder Saint Vitus extremst gut reinlaufen dürfte. Die Fragen an die älteste Doom Band Finnlands beantworteten Teemu (Maijala, b.), Jussi (Maijala, git.) und Vesa (Lampi, voc.).

HH: Im Promozettel steht, dass Spritius Mortis 1987 gegründet wurden und die erste Band war, die man als Doom Band bezeichnen konnte. Würdet ihr das unterschreiben?

Teemu: Vielleich die erste Doom Band in Finnland. Wir wussten damals gar nicht, dass es ein Genre namens Doom Metal gab, wir haben einfach das gemacht, wie wir uns selber hören wollten.

Jussi: Soweit wir wissen, stimmt das. Wir wussten wirklich nicht, dass jemand anderes so heavy und langsam spielen konnte, bis wir dann unsere Doombrüder gehört haben: Reverend Bizarre und Minotauri.

HH: Abgesehen von einigen Demos habt ihr 14 Jahre gebraucht um einen Plattenvertrag an Land zu ziehen. Warum hat das so lange gedauert? War die Welt für Spiritus Mortis noch nicht bereit?

Teemu: Das liegt einfach daran, dass wir so verdammt faul sind...

Vesa: Yeah, ihr habt mich gebraucht, um in eure faulen Ärsche zu treten! Anfang der 90er konnte die Welt Spiritus Mortis nicht verstehen, vielleicht aber auch Finnland. Es war keine gute Zeit für Heavy Metal Bands, aber die Einstellung hat sich in Finnland sehr schnell gewandelt.

HH: Der Deal, den ihr dann unterschrieben habt, verschwand aber genauso schnell wie er aufgetaucht war. Was war da los?

Teemu: Wenn ich mich recht erinnere, war das ein Vertrag mit Sinister Figure, einem Unterlabel von Mastervox. Wir hatten von ihnen ein Angebot und wenn ich mich wieder richtig erinnere, wollten wir sogar unterschreiben, aber plötzlich war der Kontakt zu Sinister Figure weg. Es gab keine Antworten auf E-Mails oder Anrufe, also haben wir es sein lassen. Gott sei Dank, denn ich habe gehört, dass Reverend Bizarre mit ihnen nicht wirklich zufrieden waren.

Jussi: Teemu hat das richtig gesagt, so war es sehr viel besser.

HH: Anfang 2003 seid ihr dann ins Studio gegangen um euer Debüt auf eigene Faust aufzunehmen. Wie habt ihr euch damals gefühlt, als ihr eure Musik ohne eine Plattenfirma im Rücken eingespielt habt?

Teemu: Ich habe darauf vertraut, dass unsere Musik gut ist und jemand sie trotzdem veröffentlichen würde.

Jussi: Ich muss sagen, dass ich gar kein ungutes Gefühl oder Panik etc. hatte. Es war eine Sache, die getan werden musste. Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss.

Vesa: Stimmt und wir haben auch sehr viel mit unserem damaligem Drummer Vellu geprobt, so dass es damals wirklich eine Sache war, die getan werden musste. Wir hatten auch ein wenig Zweifel, ob wir je wieder in dieser Verfassung sein würden, wenn wir nicht bald einen neuen passenden Schlagzeuger finden würden. Also gingen wir ins Studio und alles ging gut... zumindest eine Zeit lang!

HH: Im gleichen Jahr habt ihr einen Vertrag mit Rage Of Achilles Records unterschrieben. Ich könnte mir vorstellen, dass ihr euch davon eine Menge erwartet habt, oder?

Teemu: Nein, nicht wirklich. Wir haben das nur gemacht, um unser Erstgeborenes rauszubringen.

Jussi: Haha, ich war mehr neugierg, was wohl passieren wird.

Vesa: Die Jungs haben ziemlich recht, natürlich waren wir tief in unseren schwarzen Herzen stolz, dass der Bastard endlich auf der Welt war!

HH: Kurze Zeit später haben Rage Of Achilles Konkurs angemeldet und ihr hattet wieder keinen Plattenvertrag. Habt ihr es kommen sehen, dass die Plattenfirma Pleite geht oder hat euch das überrascht?

Teemu: Wir haben es kommen sehen, weil sie jede verfügbare finnische Band unter Vertrag genommen haben. Aber es gibt kein böses Blut, Duncan hat damals einen guten Job gemacht. Es war nicht sein Fehler, dass der Vertrieb in einigen europäischen Ländern so schlecht gelaufen ist...

Jussi: Es war keine wirkliche Überraschung; zu viele Bands, zu wenig Zeit und Geld.

HH: Inzwischen seid ihr bei Black Lotus Records untergekommen. Wird es jetzt eine weltweite Veröffentlichung eures selbstbetitelten Debüts geben?

Teemu: Wenn sie bereit sind, einen Re-Release zu machen, denke ich schon, dass Duncan seine Erlaubnis geben wird. Übrigens hat es einige Diskussionen gegeben, unser Debüt als Doppel-Vinyl zu veröffentlichen, wo die erste Platte das Album und die zweite Scheibe spezielle Sachen enthalten sollte. Und hier muss ich sagen, dass Black Lotus in Deutschland bisher einen großartigen Job abgeliefert haben.

Jussi: Ich hatte gehofft, dass wir damit endlich durch wären. :( Aber trauriger Weise hat gerade in Deutschland die Promo-Arbeit und der Vertrieb nicht funktioniert. Aber alle alten und neuen Spiritus Mortis Freunde können unser Debüt direkt bei uns bestellen, schreibt einfach eine E-Mail an Vesa: vesa@spiritusmortis.com.

Vesa: Richtig, schreibt uns! Und diese Vinyl-Sache soll über ein anderes Label als Black Lotus abgewickelt werden, aber noch ist nichts entschieden. Wir werden sehen!

HH: Ich glaube, mit eurer neuen Scheibe Fallen habt ihr einen großartigen Job abgeliefert und ich wage zu behaupten, dass ihr euch auf einem Level mit Count Raven oder Saint Vitus befindet. Was haltet ihr davon?

Teemu: Nicht auf dem gleichen Level wie Saint Vitus, sie haben ihr Zeug schon viel früher gemacht. Aber danke für deine netten Worte! :)

Jussi: Danke! Normalerweise komme ich mit "überschwänglichem Lob" klar, aber bei dir werde ich rot! :)

Vesa: Nun, das ist deine Meinung! Hoffentlich denken Tausende von anderen Leuten genauso!

HH: Die Rock'n'Roll Einflüsse in euren Songs heben euch dabei von der breiten Masse ab, wo kommen diese Einflüsse her?

Teemu: Wir mögen es, wenn unsere Lieder rocken und grooven. Kann schon sein, dass das überraschend ist für einen Doom Band, aber wir machen eben das, worauf wir Lust haben.

Jussi: Ich schätze, dass es so überraschend ist, weil wir in der Vergangenheit Slayer, Venom und Motörhead mochten, die wir auch heute noch sehr schätzen. Spiele deinen Metal hart und rockig, das ergibt eine schöne Mixtur zusammen mit Doom.

Vesa: Ich glaube, dass ich da auch teilweise Schuld bin, weil meine Songs normalerweise ein Stückchen rockiger sind als das frühe Spiritus Mortis Zeug. Aber eigentlich bin ich hier total fehl am Platze... Auf Fallen sind gar nicht so viele Sachen von mir vertreten! Die Produktion von Fallen trägt auch zu diesem rockigen Feeling bei.

HH: Habt ihr für Fallen ein textliches Konzept oder steht jeder Song für sich selbst?

Teemu: Schicksal, Tod und Zerstörung, das ist alles.

Vesa: Jeder Song steht für sich allein, es gibt kein spezifisches Thema. Aber wie Teemu schon gesagt hat, Schicksal, Tod und Zerstörung in verschiedenen Zusammenhängen...

HH: Und woher nehmt ihr eure Einflüsse dafür?

Vesa: Filme, tagtägliche Dinge, die in kriegerischen Geschichten versteckt sind. Ich sehe normalerweise eine Art Gemälde oder Musikvideo in meinem kleinen kranken Kopf und fange dann an, das Ganze in Worte zu kleiden, wie kurze Filmskripte sozusagen. Manchmal funktioniert das wie geschmiert, manchmal weniger.

HH: Vor sechs Jahren habt ihr euren Sänger ausgetauscht und von dem Zeitpunkt an hat Vesa den Gesang übernommen. Ein ziemlicher Glücksfall würde ich sagen, denn seine Stimme klingt wirklich großartig und passt auch perfekt zur Musik. Wir kamt ihr mit Vesa in Kontakt?

Teemu: Wir kannten Veas schon seit 30 Jahren und es ist sehr interessant, dass ihn vorher noch niemand angeheuert hat. Er hat sich selbst für diesen Job angeboten, vielleicht will er das aber lieber selber erzählen?

Jussi: Vesa hat uns angebettelt: "Bitte lasst mich in eurer Band singen, ich kaufe euch auch ein Bier". Nein, war nur ein Scherz. Ich habe das Privileg, den Mann seit 30 Jahren zu kennen. Vesa hatte seine eigenen Projekte und wir hatten Spiritus Mortis. Es war Doomsnake Ketola, der Produzent unserer beiden Alben, der uns gefragt hat, warum Vesa nicht bei uns singt, es wäre die perfekte Mischung.

Vesa: Als Doomsnake und ich in einer Bar saßen und Bier tranken, hat er mich gefragt, warum ich noch nicht versucht habe, bei Spiritus Mortis zu singen. Also habe ich die Jungs nach einigen alten Demoaufnahmen gefragt, habe die Gesangsspuren rausgemacht und damit einige Songs geprobt. So hat alles angefangen. Und jetzt stecke ich bis zum Hals in den geschäftlichen Dingen von Spiritus Mortis, haha... Ach übrigens, der alte Sänger Tomi Murtomäki singt einige Backgroundsachen auf Fallen. Er ist also nicht allzu sauer, dass ich seinen Platz gestohlen habe!

HH: Stellt euch vor, Fallen wäre ein Tier, was für ein Tier wäre das und warum?

Teemu: Spiritus Mortis ist sowas wie ein Rhinozeros, also muss Fallen ein... Polarbär sein?

Jussi: Frauen nennen mich normalerweise einen Bären, also könnte Spiritus Mortis wie Teemus gesagt hat, ein Polarbär sein.

Vesa: Ein Heavy Metal Igel!! Definitiv, ein 1000 Kilo schwerer, bösartiger Igel mit Dornen aus Stahl, der frei herumrennt und hoffentlich bald auf eure Städte in Deutschland trifft!

HH: Ich glaube, das war's, die letzten Worte gehören euch!

Teemu: Thanks, and hoping to see you at tour in Germany! :)

Jussi: Auf Wiedersehen! Hopefully see you soon!

Vesa: Cheers and beware of the quiet one!

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