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Vampire Rain - Altered Species

So... Premiere. Ein Konsolenspiel hatte ich noch nie zu besprechen. Aber man ist neuen Dingen ja von Grund auf positiv gegenüber eingestellt und geht mit dem nötigen Elan an die Sache. Letztlich verhält es sich ja nicht anders, als mit einer CD. Es dreht sich hier wie dort um die Frage "Gefällt mir, was ich spiele/höre?" bzw. "Macht es mir Spaß?". Und so geht es frisch ans Werk.

Cover von Vampire Rain - Altered SpeciesZuerst muss man festhalten, dass es sich bei Vampire Rain - Altered Species um den PS3-Aufguss eines X-Box360-Spieles handelt, welches vor ca. einem Jahr dort unter dem Titel Vampire Rain das Licht der Welt erblickt hat... und nicht so recht überzeugen konnte sowie einiges an Kritik einstecken musste. Also haben Entwickler Aarton und der Publisher Ignition Entertainment ihren Mannen Hausarrest verordnet, um das Spiel für die PS3 aufzupolieren. Ob sich das mal rentiert hat...

Vampire RainNichts geändert hat sich an der Story. Ein kleines Kaff an der Westküste der USA leidet unter einer immer stärker werdenden Vampirplage, die für ständig schrumpfende Einwohnerzahlen sorgt. Also schickt eine geheime Regierungsabteilung einen Spezialisten, um der Lage Herr zu werden: euch. Nicht sonderlich originell und das Genre wäre damit auch gleich definiert. Willkommen in einem klassischen Survival-Action-Horrorspielchen. Es geht also unterm Strich darum, möglichst unbemerkt von A nach B zu gelangen, Rätsel zu lösen und einige deftige Obermuftis zu perforieren.

Vampire RainUnd darin liegt schon das erste Problem, das nicht nur Gelegenheitsspieler an den Rand der Verzweiflung bringen dürfte. Der Schwierigkeitsgrad des Spieles ist, obwohl im Vergleich zur 360-Version schon gesenkt, verdammt hoch. Da unser Charakter mit vielen voll- und halbautomatischen Wummen hantieren kann, aber leider kein Weihwasserfläschen oder den guten alten Holzpflock im Gepäck hat, sind die Oberbosse nur mit sehr viel Geschick und noch mehr Können klein zu bekommen. Selbst die "normalen" Spitzzähne in den Levels haben es in sich. Einmal im Visier des Feindes gibt es meistens kein Entrinnen mehr, da die Nightwalker, wie sie im Spiel heißen, einen natürlichen Turboboost sowie immense Sprungkraft besitzen und einiges an Kugeln einstecken können. Gottlob wurde die Anzahl der auffindbaren Munition stark nach oben geschraubt, so dass man getrost ein oder zwei Magazine auf einen Gegner verschwenden kann und nur selten in einen schier aussichtslosen Nahkampf muss. Beißt man ins Gras, respektive der Vampir uns einmal zu oft in den Hals, darf man wieder am Anfang des Levels beginnen, da ein Speichern innerhalb der Mission seitens des Entwicklers als überflüssig angesehen wurde. Das sorgt für einige Frustmomente. Allerdings sind die Kameraden nicht besonders helle, so dass man ganze Gegnerhorden aus sicherer Entfernung mit dem Scharfschützengewehr beseitigen kann ohne dabei Gefahr zu laufen, selbst zum Ziel zu werden.

Vampire RainMan verlegt sich also auf das vorsichtige Schleichen/Klettern/Springen in bester Splinter Cell-Manier durch ein in Nacht und Regen getauchtes, einigermaßen stimmungsvoll in Szene gesetztes Städtchen. Leider ist die Umgebung nicht voll begehbar, wodurch man sich relativ strikt an die Missionsvorgaben halten muss. Tut man es nicht, endet dies ziemlich sicher mit dem virtuellen Ableben. Grafisch kann das Spiel nicht so ganz mit den momentanen Top-Titeln mithalten. Ja, der Regen sieht schon verdammt gut aus, aber der Rest der Stadt ist doch ein wenig undetailliert und eintönig aufgemacht. Auch beim Design der unterschiedlichen Gegner hätte man mit etwas mehr Liebe zum Detail vorgehen können.

Vampire RainFür gepflegten Grusel sorgt ein passend inszenierter Soundtrack sowie einige gelungene Licht- und Schattenspiele, die den Blutdruck in die Höhe treiben. Auch gefällt mir die Tatsache, dass auf eine Lokalisierung verzichtet wurde und auch die deutsche Version mit einer guten englischen Sprachausgabe (mit deutschen Untertiteln) aufwarten kann. Die Steuerung ist ebenso einfach wie intuitiv ausgefallen und dürfte selbst Grobmotoriker vor keine großen Herausforderungen stellen. Spätestens wenn man sich das dritte Mal durch den nahezu identisch aufgebauten Level mit einem nahezu identischen Auftrag wie zuvor schleicht und dabei hauptsächlich darauf bedacht ist, den festgelegten Zielpunkt zu erreichen ohne dabei gesehen zu werden, hat man die Funktion der einzelnen Knöpfchen verinnerlicht.

Vampire RainStellt sich letztlich die Frage, wer Gefallen an Vampire Rain - Altered Species finden könnte. Den Casual Gamer dürften hoher Schwierigkeitsgrad und fehlende Speicherfunktion abschrecken, Hardcore-Spieler werden sich an den immer gleichen Missionen, in denen nur die Bosskämpfe für Abwechslung sorgen und an den spärlich gestreuten Schockmomenten stören. So dürfte dieses Game in einem hart umkämpften Markt in einem an sich gut bestückten Genre wohl ebenso viel Überlebenschancen haben, wie ein Anfänger in seinem ersten Kampf mit einem der virtuellen Vampire...
Vampire Rain

Titel: Vampire Rain - Altered Species
Genre: Action, Adventure, Horror
System: PS3
Publisher: Ignition Entertainment
Developer: Artoon
Spieler: 1
USK: keine Jugendfreigabe
VÖ: 02.09.2008

JR


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