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Festival-Bericht
Bang Your Head!!!
mit Slayer, Saxon, Halford, Nightwish, Rhapsody, Titan Force, Gamma Ray, Fozzy, Nevermore & Doro
Messegelände Balingen, Balingen 27. & 28.06.2002
Ok, BYH-02, wir sind dabei und so machten wir (Lord Obirah und Kara) uns am Donnerstag auf den Weg ins "Ländle" und kamen dort auch mehr oder weniger schnell an!
Da jeder von uns eigene Eindrücke einfließen lassen will, fassen wir das Ganze mal in die Form einer Erzählung, wo die Frau dem Kerl ständig ins Wort fällt :)).
Lord Obirah: Am Eingang zum Campinggelände erwartete uns dann auch schon eine Neuerung dieses Jahres, die Eintrittsbänder fürs Festivalgelände wurden nämlich gleich verteilt, was die Staus am Eingang zwar nicht beseitigen, aber doch merklich reduzieren konnte! Dann Zelt aufgebaut, Kumpels begrüsst, eingekauft und den Tag dann in geselliger Runde ausklingen lassen, womit die Warm-Up-Gigs allerdings auch verpasst wurden. Die erste Band, die wir mehr oder weniger nebenbei sahen, nebenbei, also eigentlich hauptsächlich durchstöberten wir das zahlreiche Angebot an Schmuck- und Klamottenläden...
Kara: ... wo der Teuro teilweise ziemlich zugeschlagen hatte, also 30 Euro für ein lumpiges Kleidchen, die Händler haben echt einen an der Klatsche!
Freitag, 27.06.2002
Lord Obirah: ... also diese Band kommt aus Italien und hört auf den Namen Rhapsody. Wer sie kennt, weiss, dass Rhapsody nicht nur musikalisch megamässigen Pömp auffahren, sondern auch optisch. Und genau das hätten sie mal lieber bleiben lassen. Der, zugegebenermassen nette, Bühnenaufbau (Schloss) verzögerte den Beginn des Sets und zusammen mit dem meiner Meinung nach überflüssigen, auf jeden Fall aber zu langem, Intro und dem zweimaligen Auf- und Abtreten, taten sich die Hollywood-Bombast-Metaller keinen Gefallen, sie hätten mal lieber einen Song mehr spielen sollen. Mit "Knightrider Of Doom", "Emerald Sword", "The March Of The Swordmaster" und einigen weiteren schnellen Songs war die Setlist allerdings gut bestückt.
Jag Panzer und Bonfire fallen unter die Kategorie B.K.M. und wurden infolge dessen massivst ignoriert.:)
Tja, dann hätten eigentlich Candlemass ihren Set beginnen sollen, doch aufgrund logistischer Probleme war deren gesamtes Equipment am Flughafen versackt und somit der Gig nicht durchführbar (noch nicht), doch Titan Force, die eigentlich erst am Samstag spielen sollten, sprangen kurzerhand ein und tauschten mit Candlemass die Plätze.
Kara: Klasse Aktion von den Jungs, das nenn ich kollegial!! Und, nebenbei, Hut ab vor der Organisation, sie haben den Wechsel ohne Zeitverzögerung hingekriegt und auch sehr schnell Doro als Ersatz für die kurzfristig wg. Herzinfarkt des Gitarristen absagen müssenden Magnum herbeigeholt gehabt. Die Jungs vom Heavy oder Was?! hatten sich auch dieses Jahr wieder mächtig Mühe gegeben und es hat sich gelohnt!!
Lord Obirah: Naja, auch wenn bei Titan Force Harry "The Tyrant" Conklin singt, (der eher an einen verkappten Bänker als an einen Metalshouter erinnerte :)), die Mucke, eine Mischung aus Maiden und Gamma Ray, war meines Erachtens nicht erwähnenswert, auch wenn eine verdammt große Schar Metalheads vor der Bühne anderer Meinung war und die Band heftigst feierte.
Danach machten sich Gamma Ray b(e)reit, die Bühne zu entern. Breit waren sie allerdings, Kai Hansen zumindest merkte man durchaus an, dass er nicht nur Zigaretten geraucht hatte. Allerdings tat das dem Spaß keinen Abbruch und die Hanseaten sprühten nur so vor Spielfreude. "Rebellion In Dreamland", "Man On A Mission", "Land Of The Free" und sogar das von Hansen gehasste Helloween-Stück "Ride The Sky" heizten den zahlreich erschienenen Zuschauern mächtig ein. Alle auf der Bühne genossen sichtlich den Jubel der Menge und so wundert es nicht, dass alle Bandmitglieder rumfetzten (bis auf den Schlagzeuger) und ihnen vor lauter Grinsen fast die Köpfe abfielen (so South-Park-mässig). Nach einer Stunde Spielzeit verliessen dann Gamma Ray unter lautem Beifall die Bühne.
Kara: Achja, im Oktober/November wollen sie auf Tour kommen und die Fans dürfen die Setlist mitbestimmen (weitere Infos auf www.gamma-ray.com)!!
Lord Obirah: Fozzy versuchten anschliessend, die Menge mit einer Mischung aus Cover- und eigenen Songs bei Laune zu halten; ob ihnen das gelungen ist, weiss ich nicht, hat mich auch nicht wirklich interessiert, hab mich dann lieber für Nightwish geschont.
Die Finnen boten dann auch eine solide Show, wobei alte Schwächen leider wieder deutlich zutage traten. Zum einen war Tarja wie schon desöfteren nicht sonderlich kommunikativ und machte doch eher schüchterne Ansagen und ihre Animationsversuche kamen auch nicht wirklich aufmunternd rüber. Zum anderen, vor allem für ein Festival, wählten Nightwish ein sehr lasches Set, bauten zu viele ruhige Lieder ein und dämpften somit die gesamte Stimmung, die auch Hits wie "Wishmaster" und "Kinslayer" und das überirdische Gepose von Klampfer Emppu und Keyborder Tuomas (mit rotschimmernden Haaren!!) nicht wirklich retten konnten. Nightwish, das könnt ihr besser.
Kara: Das mit den Balladen war mein Hauptkritikpunkt. OK, "Sleeping Sun" als Zugabe war schon wirklich nett, hört man auch nicht oft live, aber insgesamt laaaaaaaangweilig!!
Lord Obirah: Der Headliner Saxon zog dann im direkten Duell mit meinem leckeren Grillzeug und meinem enormen Kohldampf den Kürzeren, will sagen, die haben wir auch nicht gesehen!
Samstag, 28.06.2002
Am Samstag fielen erstmal S.A.Adams und Mägo De Oz unserem guten Schlaf zum Opfer, auch aufgrund dessen, dass die Mucke im verfickten Partyzelt so unsagbar laut war und den Schlaf der umliegenden Camper äusserst massiv beeinträchtigte, aber selber Schuld, warum müssen wir auch unser Zelt nur zehn Meter davon entfernt aufbauen.
Kara: Mägo de Oz hörten wir beim Frühstücken und ich bin immer noch der Meinung, dass die Musik der Augsburger Puppenkiste nicht unbedingt in ein Metalset gehört. *ggg*
Lord Obirah: Ok, Tankard interessierten dann auch nicht weiter bzw. musstem dem Verzehr einer schmackhaften Dose Ravioli Tribut zollen...
Kara: Sauflieder um drei Uhr nachmittags? nicht wirklich (R)!!
Lord Obirah: ... ebenso wie Vanden Plas, Shakra und Iron Saviour, deren Powermetalgeklaue eh kein Mensch braucht.
Kara: Shakra hätten mich zwar schon interessiert, allerdings tauschten die völlig unangesagt mit Iron Saviour die Auftrittsplätze, was mich ein bisschen angepisst hat.
Candlemass, deren Equipment dann endlich da war, kannte ich vorher nicht, aber es muss gesagt werden: das hab ich schon woanders mal und da besser gehört. Schade, ich hatte mir von denen mehr erwartet.
Lord Obirah: Da bin ich aber anderer Meinung! Kann bloß nix sagen, weil wir nur ein Lied von denen gesehen haben...
Rawhead Rexx mussten sich gegen unser Desinteresse geschlagen geben, womit für mich der Tag eigentlich so richtig mit Nevermore begann. Nachdem uns die Jungs aus Seattle vor ein paar Jahren in Nürnberg ziemlich enttäuschten, gingen wir diesmal mit gemischten Gefühlen vor die Bühne, aber Hut ab, Nevermore überzeugten auf ganzer Linie. Warrel Dane und Co. waren mächtig agil und fetzten wie auf Speed über die Bühne. Zusammen mit Tour-Gitarrero Steve Smyth von Testament streute man eine Perle nach der anderen unters Volk und brachte die Stimmung der Anwesenden zum Überkochen, sogar soweit dass zahlreiche Banger gegen Ende des Gigs die Bühne enterten und zusammen mit der Band abrockten. Mit Metallica-Cover "Ride The Lightning" endete dann ein famoser Auftritt.
Danach rockte Doro das Haus und der kleinen Metallady gelang das recht gut, denn das Set bestand vorwiegend aus schnellerem Material.
Kara: Seht ihr, Nightwish, so geht das!
Lord Obirah: Bei "All We Are" und "Für immer" wurden Doro und ihre Mannen heftigst gefeiert. Die ganze Band sprühte vor Spielfreude, was sichtlich auch auf die plötzlich zahlreich anwesende Herren von der Polizei Eindruck machte, die alle mit einem zufriedenem Grinsen auf den Lippen zuguckten.
Kara: Ich hab mich allerdings gefragt wieso sie den Gitarristen mit "Fuckin' Taylor" vorstellte. Aktueller Stecher? ;))))
Lord Obirah: Danach warteten alle gespannt auf den Metalgod Rob Halford, aber der war leider überhaupt nicht godlike. Den grössten Teil des Sets war der Meister stimmlich gar nicht bei der Sache, erst gegen Ende fing er sich einigermassen und wusste zu überzeugen. Zudem verscherzte er sich mächtig viele Sympathien, weil Mister Halford es überhaupt nicht für nötig hielt, dem Publikum "Hallo" zu sagen, zudem kam zwischen den Songs nicht eine einzige Ansage und die gesamte Band wirkte lustlos und unmotiviert. Selbst die vielen Priest-Klassiker konnten da nix mehr retten. Als Halford dann nach dem letzten Song den Anwesenden den Rücken zudrehte und beim Abgang von der Bühne nur kurz den Arm hob, war dieser Auftritt endgültig im Arsch. Was die Jungs da präsentierten war nichts anderes als Selbstdemontage, schade, dabei hab ich mir soviel erwartet. Der schlechteste Act des ganzen Festivals.
Kara: Ich fand besonders blöd dass er die ganze Zeit vornübergebeugt dastand und in den Boden (oder Teleprompter?!?!!) schaute. Dann nach jedem Lied dasselbe: Halbkreis zum Schlagzeug - mit dem Rücken zum Publikum ein paar Sekunden verschnaufen - Halbkreis zurück zur Ausgangsposition. Arm.
Lord Obirah: Dann aber wurden die "Slayer"-Rufe in zunehmenden Maße lauter und so enterte der Headliner schliesslich mit "Darkness Of Christ/Disciple" die Bühne und feuerte ein Thrashbrett in die Menge, das sich gewaschen hatte. Es war wirklich alles dabei, eine extrem gemischte Setlist, von "Die By The Sword" über "Postmortem", "Raining Blood" und "Hell Awaits" zu "Dittohead" und "God Sent Death". Dabei wurden aber auch Klassiker wie "Spirit In Black", "Dead Mask Skin" und "Seasons In The Abyss" sowie als Zugaben "South Of Heaven" und "Angel Of Death" nicht vergessen. Neunzig Minuten in denen die Amis alles gaben, Hannemann und King sprangen fast ununterbrochen umher und auch sonst wurden Slayer (übrigens mit Dave Lombardo am Schlagzeug) ihrem Headlinerstatus mehr als gerecht. Ein würdiger Abschluss eines überaus gelungenem Festivals.
Kara: Man kann zu bestimmten Liedern von Slayer doch tatsächlich den Ententanz tanzen! Habs selber ausprobiert!! :)))
Lord Obirah: D'oh!!! *aufsHirnpatsch*
Kara: Hirn? Du meinst wohl eher hohe Stirn *ggg*
Lord Obirah: Hargh, hargh!!:)
Kara: Jaja, schon gut.
Bedanken möchte ich mich noch bei unserem lieben Kumpel Jesus, der mit Sofa (!!!) und abendlichem Feuer das Festival sehr gemütlich gemacht hat. Was kommt wohl nächstes Jahr? ;)
Sonntag sind wir dann (wie erstaunlich viele Camper) in aller Früh aufgestanden, haben zusammengepackt und sind nachm Frühstück gleich los, um rechtzeitig zum WM-Finalspiel Deutschland - Brasilien zuhause zu sein, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.
