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Festival-Bericht

With Full Force Open Air

mit Napalm Death, Slayer, Raging Speedhorn, Amon Amarth, Totenmond, The Spook, Hatebreed, Caliban, Charleys War, Discipline, Roger Miret & Disasters, Enthroned, Zyklon, Macabre, 1349, Manos, Die Kassierer, Crazy White Sean, Madball, Poison Idea, Atreyu, Entombed, Messiah, Destruction, Sepultura, Samael, Rawside, Pyogenesis, Star'n'Stripes, Anthrax, Sick Of It All, Overkill, Sodom, Ministry, Doro & Moonspell

Festivalgelände Roitzschjora, Löbnitz 04. - 06.07.2003

Hurra, Hurra, With Full Force ist wieder da! Zum zehnten Jubiläum hatte man sich so manches Schmankerl zum Line-Up angelacht, weswegen es dreierlei Schreiberlinge dorthin zog, jeden wohl aus anderen Gründen....

Doch stellte sich schon die Fahrt als sehr nervig heraus. Eine Mitfahrgelegenheit nach der anderen kapselt sich ab, was mich dazu treibt, mit Bock Tours zu fahren. Die Gesellen lassen dann auch ohne grosse Umschweife schlappe zwei Stunden auf sich warten. Nächster Grund zum jubeln: Freibier ist alle. Supi. Naja, jedenfalls bin ich angekommen...

Nachdem mein Zelt nach kurzem Techtelmechtel neben Andis Luxus-Wohnwagen stand, ging es für weitere 2 Stunden zum Anstehen für eines der begehrten Bändchen. Nächstes Jahr wären ein paar mehr Ausgabestellen vielleicht recht angebracht. Eine Neuerung erwartete mich dann dort: 5 Euro Müllpfand! Über Sinn und Zweck lässt sich streiten, nicht aber darüber, dass ich zahlen muss.
(er)

Wer mit Bock Tours fährt, ist selber schuld. Ich ziehe statt dessen die gemütliche Anfahrt im Wohnmobil vor. Sechs Stunden auf der Autobahn mit zwei quengelnden Beifahrern (rauchen, pissen, trinken, essen...) ist für mich das höchste der Gefühle...

Schliesslich Donnerstag Mittag angekommen, erwartet uns das gleiche Bild wie jedes Jahr: eine riesige Warteschlange am Einlass. Nun gut, dank der frühen Anreise stehen wir bloss zwei Stunden, so dass wir uns freudig in das Campinggelände aufmachen, nur um dort auf die nächste Schlange zu stossen. Die Security hat wohl vergessen, im Vorfeld die Verteilung der angereisten Besucher zu koordinieren, so dass wir nach einer schlappen halben Stunde an das äusserste Ende des Campingplatzes verbannt wurden, nur um nach einem heftigen Protest, nicht nur unsererseits, doch noch ein angenehmes, nicht zu weit von der Bühne entferntes Plätzchen zugewiesen zu bekommen. (Kettensätze sind schon was feines. *g*).

Nachdem wir für einen Kumpel trotz heftiger Winde (nein, es hat keiner rumgepfurzt!) das Zelt aufgestellt hatten, brach auch gleich mal der Himmel über uns zusammen und es goss, quasi als Einstimmung, gleich mal wie aus Eimern. Yipie ka ye, Schweinebacke - das scheint ein lustiges Festival zu werden... Doch so schnell wie der Platzregen gekommen war, war er auch wieder weg, so dass man sich wieder ins Freie wagen und vorsichtig mit den Nachbarn in Kontakt treten konnte. Diese erwiesen sich als sehr gesprächig und auch etwas eigenartig. Aber da sind wir doch schlimmeres gewohnt! ;-)

Später haben wir uns dann noch Armbändchen besorgt und dabei, die bereits von Erinc erwähnten, Müllbeutel bekommen. Pro Sack fünf Euro Pfand - Pfand gibt's nur zurück, wenn er halb voll ist. Gaaanz toll - dank Dosenpfand hat man seine liebe Müh den scheiss Sack halb voll zu bekommen. Aber davon lässt man sich nicht die Stimmung vermiesen, so dass nach ein paar Bier der Abend gemütlich zu Ende geht.

Am Freitag sind dann auch unsere Freunde eingetroffen, die mal so lockere fünf, sechs Stunden in der Schlange gestanden sind. Um mich noch mit ein paar Münchnern zu treffen (an der Stelle Grüsse an Michi und den Pornomüller), hab ich mich dann auf den Weg gemacht. Vor den Bändchenausgaben haben sich zwischenzeitlich lange Schlangen gebildet und sogar an Häuschen, die noch gar nicht auf waren, haben sich bereits 100+ Leute eingefunden. Hätte ich nicht bereits das letzte Jahr unter das Motto "Das WFF der Schlangen - der Warteschlangen" gestellt, wär's spätestens jetzt fällig.

Noch weniger spassig war der Übergriff von rechten Chaoten. Dabei sind laut Aussagen von "Beteiligten", 30 - 40 Chaoten über den Platz gezogen, und haben wahllos Leute verdroschen und diese zum Teil aus Autos oder Zelten gezogen. Schlangen sind eine Sache - rechte Schläger eine andere. So etwas wollen wir nicht auf dem WFF!

Interessanterweise waren diesmal mehr fest installierte Toiletten im Angebot, im Gegenzug die Dixies meiner Meinung nach weniger und Freitag Mittag hemmungslos zugeschissen - bis zum Rand. Aber lassen wir das und widmen wir uns den Bands, weil solche sollen dort gerüchteweise auch gespielt haben.

Freitag, 04.07.2003:

Mainstage / Hardcore Bowl

Im Gegensatz zu Erinc lass ich Bier Bier sein, und zieh mir bei trockenm, aber trüben Wetter lieber den massiven Doomcore von Totenmond rein. Neben Klassikern wie "Die Schlacht" oder "Sagenwelt" kommen auch noch ein paar Coverversionen von der "Auf dem Mond ein Feuer"-Scheibe zum Zug, die sich überraschenderweise sehr schön ins Gesamtbild einfügen. Dafür, dass Totenmond den Opener geben, ist der Sound sehr wuchtig und schafft es, der Band den nötigen Druck zu verschaffen. Ein guter Start ins Festival.
(Andreas)

Die Murderdolls haben nicht gespielt. Statt dessen hat man den Besuchern "The Spook" vorgesetzt. Lustigerweise hab ich das erst gar nicht gemerkt und mich statt dessen gewundert, was die für Songs spielen. Wie auch immer, nach zehn Minuten war uns dann doch klar, dass das nicht die Murderdolls sein können. Wie auch immer: das Outfit der Musiker war ganz unterhaltsam und der Punk'n'Roll dem der Murderdolls gar nicht sooo unähnlich. Trotzdem fand ich es nach einiger Zeit eher langweilig, so dass ich der Hardcorestage den Vorrang gab. Leider verlässt mich hier etwas die Erinnerung und meinen Zettel mit den Notizen hab ich auch verschlampt. Aus dem Grund werde ich nur kurz, ohne feste Reihenfolge, meine Eindrücke zu den Bands widergeben, an die ich mich erinnern kann.
(Andreas)

Totenmond, Dritte Wahl und die Murderdolls (die angeblich eh nicht gespielt haben) verpasse ich aus Bierstrategischen Gründen, weshalb ich erst bei Napalm Death vor der Bühne eintreffe. Dei Ur-Grinder legen einen furiosen Auftritt hin und verleiten nicht nur mich zum fröhlichen moshen. Jedoch ist alles für meinen Geschmack nach 40 Minuten und einem abschliessenden "Nazi Punks Fuck Off" viel zu schnell vorbei, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich glücklich zum Zelt zurückwanke.
(er)

Um Viertel nach Sieben stürmen Hatebreed die Bühne. Ihr Metal-Hardcore Gebräu bringt zwar viele Matten zum kreisen und Leute zum fliegen, animiert mich aber eher zum gähnen. Taktischer Rückzug zum Bier.
(er)

Im Gegensatz zur "schneller härter lauter"-Erinc hätt ich mir das Metal-Hardcore-Gebräu noch gern gegeben. Leider bin ich nach dem ersten Song zusammengebrochen und vor der Bühne eingepennt.
(Andreas)

Caliban legten im Hardcorezelt sauber los und brachten auch die eine oder andere Metalmatte zum kreisen. Der brachiale Metalcore wurde von einem guten Sound veredelt und die Band präsentierte sich in hervorragender Spiellaune.
(Andreas)

Charleys War sind alt - genau wie ich. Klar, dass das zusammenpassen muss. Oldschooliger Metalcore aus deutschen Landen gab's auf die Ohren. Dafür, dass ich zuvor noch nichts von der Band gehört hab, muss ich im nachhinein zugeben, dass ich sehr angetan war.
(Andreas)

Angetan war ich auch von Discipline. Wie immer ist das optische Erscheinungsbild eher zweifelhaft und wie immer, gibt es einige Fans im Publikum, die mir nicht geheuer sind. Aber drauf geschissen, weil Discipline volle Socke Popo treten und mit einer Leichtigkeit Streetpunk-Granaten ins Publikum feuern, dass es eine wahre Freude ist.
(Andreas)

Roger Miret & Disasters waren wie Agnostic Front light. Der gefällige Streetpunk klingt ein wenig nach gezähmten Agnostic Front, aber trotzdem wurden dem Publikum Stimmungshits der Marke "Gotta Go" oder "Crucified" nicht vorenthalten. Darunter leidet zwar etwas die Identität und die Eigenständigkeit, aber den Leuten hat's Spass gemacht. Prong hab ich verpennt, genau so wie Slapshot und Six Feet Under. Fit war ich wieder zum Auftritt der Rykers. Klar, dass ich mir die nicht entgehen lass, und meinen geschundenen, müden Körper zur Tentstage schleppe. Hocherfreut nehm ich die ersten Takte wahr und... ARGH - was für ein scheiss Sound! UARGH - hat der Gitarrist schon mal eine Gitarre gehalten? Kotz - sind die sch...lecht. Der Groove weicht dem Lärm, die Melodie dem Chaos und der Gesang dem Geschrei. Nö Jungs, diese Reunion hättet ihr euch sparen können. Jetzt wein' ich euch keine Träne mehr hinterher. Zum Schluss konnte man sich noch ein bisserl steigern, so dass wenigstens der Venom-Hit "Witching Hour" erkennbar runtergerotzt wurde. Dafür, dass sie "The Edge" nicht gespielt bzw. versaut haben, bin ich im Nachhinein richtig dankbar.
(Andreas)

Knüppelnacht

Vom Zeltplatz kehre ich erst zur Knüppelnacht zurück, wo die Belgier Enthroned schon fleissig am Gotteslästern sind. Die Truppe spielt recht guten Black Metal und unterhält mit Feuerspuckeinlagen. Runde Sache.
(er)

Von Amon Amarth hab ich eigentlich gar nix erwartet, denn die Beschreibung "Wikinger Death-Black-Sonstwas" klang in meinen Ohren etwas sehr verwaschen. Gerade deshalb überraschen mich die Vier aus dem Norden, denn ihr Sound geht gut ins Ohr und von dort aus direkt weiter in den Nackenmuskel. Hymnische Klänge wechseln sich ab mit schicken Knüppeleinlagen. Die erste gelungene Überraschung des Festivals!
(er)

Aber beileibe nicht die Letzte. Zyklon, die bei mir bis dato den Ruf einer Keyboard Black Metal Truppe hatten (fragt mich nicht wieso), zocken brachialen Death Metal, dem es nicht an filigraner Fingerkunst fehlt. Emperor-Halbgott Samoth und dem Myrkskog-Klampfenkönig sei dank. Ich warte jedenfalls gespnnt auf ihre demnächst erscheinende neue Platte...
(er)

Die Psychos sind wieder da! Und Macabre halten, was sie versprechen. Bloss schade, dass ich ihren Sound auf den Tod nicht ausstehen kann. Immerhin sieht der Fronter so richtig schön abgefuckt aus und sorgt dadurch für ein bisschen Unterhaltung. Ansonsten: Todlangweilig.
(er)

Ganz anders sieht es schon bei 1349 aus. Die Band um Satyricon-Trommler Frost packt bitterbösen Black Metal aus der Tasche und spuckt (oho, wie originell an diesem Abend) Feuer. Zeitweilig finde ich sie echt gut, doch dank der Slayer-Coverversion von "Haunting the Chapel" werden sie in den Stand der Götter des Tages gehievt. Mehr davon!
(er)

Wegen einer recht grossen Abneigung gegen den Sound von Eisregen endet die Knüppelnacht dieses Jahr ein bisschen früher. Aber gegen so ein wenig Schlaf ist ja auch nicht viel einzuwenden.
(er)

Samstag, 05.07.2003:

Mainstage

Nach einem mehr oder weniger leckeren Frühstück geht es auf zu Manos. Der Total wahnsinnige Haufen hantiert mit Tannenbäumen umher und macht auf der Bühne bekloppte Spiele mit den Zuschauern. Musikalisch absolut nicht verwertbar, aber durchaus witzig!
(er)

Am Samstag war ich total im Arsch, so dass ich mich auf wenige Bands beschränkt habe. Dazu gehörten zum Beispiel Die Kassierer. Grenzdebiler Funpunk mit "anspruchsvollen" Texten. Besoffen ganz lustig, aber halb nüchtern nicht sehr unterhaltsam, vor allem wenn der Schädel noch brummt.
(Andreas)

Nachdem ich schon so viele kuriose Meinungen über Die Kassierer gehört habe, dachte ich mir so: Die guckst du dir mal an. Aber so was primitives habe ich noch nie gesehen und gehört. Nicht nur das der Sänger nicht singen kann, seine zwei einzigen Attraktionen bestanden darin: Sich nackt auf die Bühne zu stellen und seine Wampe und den kaum erwähnenswerten ... zu zeigen, und seinem Bandkollegen von einem Kerl in den Ar... fassen zu lassen. So ein Blödsinn. Und für so was kriegen die Geld.
(si)

Crazy White Sean war da schon weit unterhaltsamer und auch um einiges ekliger. Eine Bowlingkugel am Schwanz rumzuschleudern ist nicht das, was ich unter guter Unterhaltung verstehe, aber zumindest kurzweilig. Der Meinung waren auch die Jackass-gestählten Besucher, so dass es sehr schwer war, einen Blick auf die Bühne zu erhaschen.
(Andreas)

Madball sind live immer wieder eine Macht. Abgesehen von den Beteuerungen, dass Madball die true Kings of Hardcore sind, und damit an eine Hardcore-Version von Manowar erinnerten, wurde Hit um Hit abgerissen, welche vom zahlreichen Hardcorepublikum dankbar entgegengenommen wurden. Für Verwirrung sorgte die Ankündigung, dass man ab 20.00 Uhr auf der Tentstage zusammen mit anderen Bands eine Hardcoresuperstar-Show abziehen würde. Am Rock Hard-Stand wusste man, wie üblich, nichts davon. Dort beharrte man auf dem Discharge-Auftritt, der aber leider ins Wasser fiel.
(Andreas)

Dafür hab ich Poison Idea gesehen, was auch ganz nett war. Bierseeliger Hardcorepunk mit einem Sänger, der noch einige Pfund mehr wie ich auf die Waage bringen dürfte. Einige Seitenhiebe gegen Destruction und die Metalfans waren zwar eher peinlich, aber unterhaltsam war's auf jeden Fall.
(Andreas)

Von Atreyu hab ich bisher noch gar nix gehört. Die kurzfristig für The Addicts eingesprungenen Youngster konnten mich aber dennoch einigermassen überzeugen. In Flames- und Iron Maiden-Riffs, gepaart mit feinem Schreigesang und fettem Sound konnten mich anfangs überzeugen. Die wenig spontane und sehr einstudiert wirkende Bühnenshow dagegen weniger. Klang für mich etwas wie Killswitch Engage mit mehr Metal oder a bisserl wie Shadows Fall. Auf jeden Fall live ganz hörenswert.
(Andreas)

Daraufhin machen sich Entombed auf die Bühne, um die müde Hörerschaft durch ihren groovigen Death'n'Roll aus den Federn zu dreschen. Bei mir klappt's recht gut, und auch die neueren Songs (naja, die Songs, die nicht auf "Left Hand Path" sind) gehen gut ins Ohr. Macht Spass, das Ganze.
(er)

Ein Highlight gab es um halb sieben: die schweizer Death-Thrash Legende Messiah spielt ihren vorerst letzten Auftritt. Zu bieten haben sie einen guten Querschnitt durch ihr Schaffen und einen klasse Sound. Merkwürdigerweise beschränke ich mich auf's gucken und werde nicht sehr aktiv, trotz einiger Songs ihrer "Choir of Horrors" Scheibe. Jedenfalls sehr schade um diese geniale Band, eine weitere Reunion in nicht allzuferner Zukunft wäre sehr wünschenswert!
(er)

Nach Clawfinger klettert ein absoluter Thrash-Titan auf die Bühne: Destruction! Und die lassen sich nicht lange bitten und legen sofort mit dem Klassiker "Curse the Gods" und Pyros en masse los. Da gibt's kein halten mehr! Wenn... ja wenn da nicht die Gitarre eine Viertelstunde lag ausfiele. Schmier nimmt's gelassen, schmeisst ein paar Sprüche sowie riesige Nuclear Blast Schaumstoffhände mit der bekannten Pommesgabel und Promos von "The Antichrist" in die Runde. Nachdem alles wieder funktioniert, gibt's neben altbekannten Hits wie "Mad Butcher" auch noch einen neuen, geilen Song zu hören. Geiler Auftritt einer geilen Band!
(er)

Die Buben aus dem Busch rufen, und alle kommen. Sepultura heizt der Meute mit massenhaft neuen Songs vom "Roorback"-Album ein, die bei mir aber absolut nicht zünden. Dafür aber die Klassiker umso mehr. "Refuse/Resist", "Territory", "Arise" (das dem verstorbenen Barry White gewidmet wird, wasnkack), "Dead Embryonic Cells" und vor allem der Überhammer "Troops of Doom" treten richtig heftig Popo und machen diabolische Freude. Zum Schluss gibt's noch "Roots Bloody Roots" auf's Maul. Sehr unterhaltsame 50 Minuten!
(er)

Hier muss ich dem Erinc ausnahmsweise mal zustimmen. Auch ich fand die Roorback-Sachen eher gemässigt und ganz und gar nicht zum Set passend. Den Kauf der Scheibe hab ich bereits bereut.
(Andreas)

Samael, eine Band von der ich bis dahin nichts außer ihrem Namen gehört hatte wirkten auch mich total überzeugend. Hab auch schon geplant mir eins ihrer Alben zuzulegen. Stimme, Gitarre und Schlagzeug waren perfekt aufeinander abgestimmt und ergaben einen voll krassen Metal. Großes Lob!
(si)

Sonntag, 06.07.2003:

Mainstage / Hardcore Bowl

Nach dem Durchhänger am Samstag, widmete ich mich am Sonntag wieder mehr dem Gott des Gerstensaftes, so dass sich wieder einige Erinnerungslücken auftuen.
Eröffnet haben den Sonntag für mich die wiedervereinten Rawside, die im Gegensatz zu den fast schon peinlichen Ryker's, mit ihrem Polithardcorepunk ordentlich Boden gutmachen können. Vermisst hab ich in der Setlist "Dogs Of War", was hervorragend zur derzeitigen weltpolitischen Situation gepasst hätte. Der Schwerpunkt lag viel mehr auf der "Staatsgewalt" und auf ein, zwei neuen Songs. Die ersten 15 Minuten hab ich leider verpasst, weil die Security wohl der Meinung war, dass es reicht, um diese frühe Zeit drei Einlässe offen zu halten.
(Andreas)

Mir gefallen PYOGENESIS. Sicher, früher waren sie Death Metal und überhaupt und sowieso blablablub. Aber nach dem ganzen Lärm wissen die Punk-Pop-Perlen richtig zu gefallen. Der Einstieg gestaltet sich allerdings noch etwas holprig, so dass "Blue Smiley's Plan" leider ordentlich Federn lassen muss. Man versucht übertrieben "hart" zu sein und ohne Synthie-Einspielungen klappt der Song einfach nicht. Das sieht auch die Band anscheinend so, so dass ab der zweiten Nummer entspannter vorgegangen wird. Hits wie "Love Nation Sugarhead" oder das vom neuen Album stammende "I Feel Sexy" kommen so schon um einiges überzeugender.
(Andreas)

Die Happy hab ich nicht gesehen, bzw. nur ganz kurz. Ich wollte aber die ähm... grossen... Augen der Sängerin nicht unerwähnt lassen. ;-)
(Andreas)

Star'n'Stripes ist das Seitenprojekt der Slapshot-Jungs, oder auch nur das des Sängers. Keine Ahnung - auf jeden Fall soll man sich in der Vergangenheit arg konservativ, bzw. patriotisch geäussert haben, was nicht nur der PC-Abteilung sauer aufgestossen ist. Die genauen Umstände kenn ich nicht, die Musik kenn ich aber. Und die klingt nicht viel anders, als von Slapshot gewohnt. Schnelle Hardcore-Nummern, die sofort ins Blut gehen.
(Andreas)

Etwas verwundert bin ich, dass uns Erinc Anthrax vorenthalten hat. Waren die doch in hervorragender Spiellaune und haben alles weggeblasen, was im Weg stand. Der Schwerpunkt lag meines Erachtens klar auf dem neuen Album, aber auch alte Klassiker ("Got The Time" - YEAH!) fanden ihren Weg in den Set.
(Andreas)

Sick Of It All sind live immer eine Bank. Egal ob im Club oder auf einer riesigen Festivalbühne. Der brachiale Hardcore der New Yorker reißt auch den letzten Bewegungslegastheniker mit - vor allem, wenn man es gewagt hat, sich der Bühne näher als zehn Meter zu nähern. Als alter Mann *hust* hab ich aber Abstand gehalten und mir das Spektakel mehr oder weniger ruhig von der Seite aus angeschaut. Spätestens bei "Scratch The Surface" hab ich dann meinen eigenen kleinen Moshpit eröffnet. Sorry nochmal an die Leute, die um mich rumstanden...
(Andreas)

Eine weitere Überraschung: Raging Speedhorn aus England sind doch keine kleinen Hardcore-Bübchen sondern machen irgendwas, das richtig auf's Maul haut (am ehesten wohl doch Hardcore). Die beiden Sänger (und der Rest des Haufens wohl auch) haben's am Vorabend wohl richtig krachen lassen und beschweren sich dauernd über ihren Kater. Bis es kommt, wie es kommen muss: einer der Sänger kotzt direkt hinter einen Security. Gut zum aufwachen und grinsen!
(er)

Overkill machen Thrash Metal der alten Schule und haben wohl noch immer viele Freunde, was die aufsteigenden Staubwolken vor der Bühne beweisen. Nett.
(er)

Stone Sour ist die Zweitband des Slipknot-Maskenfreaks Corey Taylor und an der Zahl der Kiddies (jaja, bin auch nicht grad der älteste...) gemessen schon sehr populär. Taylor schreit nicht so rum wie bei Slipknot, überhaupt ist der ganze Sound etwas gemässigter. Ich persönlich nutze ihre Performance um mich in die erste Reihe zu drängeln, denn gleich darauf spielen...
(er)

Sodom. Die drei Giganten aus dem Ruhrpott sorgen mit "Wachturm" sofort für gute Laune und fliegendes Haupthaar. Ein Hit nach dem anderen wird durch die Boxen gejagt, unter anderem die "Stumme Ursel", naturgemäss von einer netten aufblasbaren Dame begleitet, "Blasphemer", "Outbreak of Evil" sowie zwei Nummern der aktuellen "M-16"-Platte. Als Zugabe gibt's noch den legendären "Bombenhagel". Trotz fehlender Überhits der Marke "Agent Orange" und "Ausgebombt" ein klasse Auftritt!
(er)

Ja, Sodom hab ich mir auch gegeben. Mal abgesehen von der Musik, zu der Erinc schon alles gesagt hat, möchte ich noch anmerken, dass der gute alte "Onkel" Tom irgendwie ein eingebildetes Arschloch ist. Nein, ich brauche keine Argumente, um dies zu untermauern!
(Andreas)

Ministry find ich sehr seltsam, nicht zuletzt wegen ihres komisch rumgestikulierenden Frontmannes mit dem obskuren Mikroständer. Der Industrial-Sound der Band reisst mich nicht unbedingt vom Hocker, genügend Leute um mich herum augenscheinlich schon. Aber was solls, schliesslich steh ich sowieso nur für DIE EINE Band, die Götter, die Meister, für...
(er)

Slayer. Wer mich halbwegs kennt, weiss: Slayer sind für mich das absolute Nonplusultra. Slayer hat einige der besten Songs des Universums. ABER: Slayer hat keinen guten Auftritt. Tom Araya klingt so richtig scheisse und unmotiviert, und der Rest der Bande hat offensichtlich auch nicht den grössten Bock sich richtig ins Zeug zu legen. Den Bass kann man nur erahnen, ansonsten ist der Sound im Grunde recht gut. Die Setlist besteht wie immer aus der üblichen Best-Of-Kollektion, jedoch mogeln sich auch lange nicht gehörte Songs wie "The Antichrist" (hier merkt man an den hohen Kreischern, dass Araya langsam alt wird), "Criminally Insane" und "Haunting the Chapel" ein. Die Zugabe besteht aus "Postmortem" und "Raining Blood". Natürlich gefällt mir dieser Auftritt von allen dieses Festivals am Besten, für Aussenstehende ist er aber nicht geeignet, sie von Slayer zu überzeugen.
(er)

The Last Supper

Doro begeisterte die Massen durch alte und neue Songs. Auch die Ballade "Für immer" fehlte nicht, was mich besonders freute. Doro wedelte mit ihren Haaren, kreischte und sprang auf der Bühne herum, alles voller Elan (dabei ist sie ja auch keine 20 mehr). Die Frau weiß wie man die Massen animiert.
(si)

Moonspell kamen live leider nicht so gut rüber wie ich sie vom Album kenne. Irgendwie waren Gitarren und Schlagzeug zu leise. Aber es war sehr auffällig, dass sie mit jedem Album weicher werden. Denn die Stücke die sie vom neuen Album spielten erinnerten keineswegs an das Abgrundtiefböse ihrer Anfänge.
(si)

Merke: Wer sich nach Slayer besoffen und erschöpft kurz mal ausruhen will, pennt ein und verpasst Opeth. Verdammt!
(er)

Zum Schluss noch ein paar Highlights und Nervpunkte des Festivals:

Highlights:

die gut sortierte Metalbörse

Käuternudeln für 4 Euro; Bratwurst für 2 Euro

unterhaltsame Party

insgesamt friedliche Atmosphäre
Langos, eine ungarische oder bulgarische Spezialität, die ich nicht so schnell vergessen werde

Nerver:

5 Euro Müllpfand, die man nur zurückbekam, wenn man einen mindestens halbvollen Müllsack abgeliefert hat. Eigentlich eine gute Idee, die Besucher zu Müllaufsammler zu degradieren. So sah man denn auch folgerichtig ab Sonntag ganze Heerscharen mit Müllsäcken über das Gelände streifen und Müll einsammeln.

Schlechtes Wetter (dafür können die Veranstalter aber nix)

Mein gigantischer Biertest fällt ins Wasser. Ziel war es, jegliches Dosenbier vom HL um die Ecke zu trinken und zu bewerten. Getrunken wurde es, bewertet dank fehlendem Diktiergerät aber nicht. Trotzdem gibt es einen Sieger: das tschechische Gambrinus-Bier vom Andi. (Gambrinus regelt alles weg! - Anm. v. Andreas)

Jenseits von Gut und Böse:

Die monströs vollgeschissenen Dixis. Einige Herrschaften legten eine richtige Begabung an den Tag wenn es drum ging, möglichst phantasievoll die Schüssel nicht zu treffen. Auf eine skurrile und abartige Art und Weise zum brüllen komisch, andererseits aber auch widerwärtig.

Wir freuen uns jedenfalls schon mal auf's nächste mal, wenn der "heftigste Acker Europas" auf's neue ruft !

Weitere Redakteurin: Sindy


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