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Blood - Christbait (Re-Release)

Blood - Christbait (Re-Release)
Stil: Death Metal / Grindcore
VÖ: 28. September 2015
Zeit: 38:11
Label: Vic Records
Homepage: www.bloood.de

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1992. Der Death Metal erlangt eine erste Blüte und Bands wie Cannibal Corpse, Obituary, Asphyx, Unleashed oder Bolt Thrower lassen Alben vom Stapel, die allesamt zu Meilensteinen des Genres werden sollen. Doch auch im deutschen Untergrund tut sich etwas. In Speyer am Rhein werkelt ein vierköpfiges Kollektiv namens Blood bereits emsig daran, den seit 1986 praktizierten Noisecore auf ein neues Level zu heben und beschert der Welt nun seine zweite LP Christbait. Darauf zu finden sind 20 Stücke in der Schnittmenge aus Grindcore und Todesmörtel, wie er momentan eben verdammt hoch im Kurs steht. Im Gegensatz zu anderen Grind-Combos versteifen sich Blood allerdings nicht auf monotone Knüppelorgien (die sie selbstverständlich auch beherrschen), sondern agieren viel im schleppenden Midtempo oder schnuppern eine Brise Doom, was dazu führt, dass zwei Nummern sogar die drei-Minuten-Grenze knacken. In Grind-Kreisen eine absolute Rarität!
Der Sound der ist dumpf und erdig, tief im Underground verwurzelt, aber differenziert genug, um den Anschluss an die Elite zu schaffen. Daran wurde 23 Jahre später auch nichts geändert - schließlich hätte eine klangliche Politur, wie sie bei vielen Re-Releases heutzutage praktiziert wird, in diesem Fall vermutlich nur Schaden angerichtet. Anfang der 1990er gehört der Sound gerade im Death und Black Metal zur Individualität eines jeden Albums, da man vom klanglichen Einheitsbrei des 21. Jahrhunderts eben doch noch weit entfernt ist. Dafür wurde das gute Stück nun optisch überholt. Das Coverartwork blieb zwar (und zum Glück) unverändert, dafür gestaltete Gitarrist Eisen, der neben Satanic Taki als einziges Gründungsmitglied bis zuletzt aktiv war, ein komplett neues Booklet mit vielen Linernotes und Bildraritäten aus der Anfangszeit der Band. Für Genrefans und Sammler sicherlich eine interessante Investitionsmöglichkeit!

Dagger

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