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Karelia - Usual Tragedy

Karelia - Usual Tragedy
Stil: Electro Metal
VÖ: 23. Februar 2004
Zeit: 50:29
Label: Drakkar
Homepage: www.karelia.fr.st

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Karelia sind keine neue Slipeinlage (scnr), nein, sie sind eine französische Band, die seit 2000 mit der Mission unterwegs ist, "der übersättigten Metal Szene mit frischen Impulsen neues Leben einzuhauchen" (Zitat Promozettel). Als Mittel dazu haben sie symphonischen Powermetal ausgemacht. Das Rezept lautet also: Man nehme das Songwriting von Stratovarius zu Zeiten, als Timo Tolkki noch nicht völlig neben der Kappe stand, nehme die Klasse raus und werfe sie weg, vermische die Reste mit jeder Menge Chören a la Haggard, setze zweieindreiviertel Kilo Samples dazu und lasse dies einige Monate an einem dunklen Ort ruhen. Dann noch mit einigen Solopassagen von Opernsängern der Opera du Rhin würzen und nochmals zwei Wochen im Kühlschrank ziehen lassen. Nicht zu vergessen als Hauptzutaten die Stimmen zweier Sänger, von denen einer an Saviour Machine erinnert, der andere in bester italienischer Rhapsody Manier auf seinen Eiern rumtrampelt, das teilweise aber nichtmal schlecht. Als durchaus ansprechende Verpackung lasse man Markus Meier einen Engel malen, der grade seine Flügel verloren hat. Und innendrin verstecke man einen Kern aus Texten, die eine Geschichte erzählen. Eine ziemlich konfuse muss es sein. Sie handele von einem Mann, der als Kind mitansehen muss, wie sein Vater im Krieg fällt. Als Konsequenz daraus wechselt er in einem zweiten Krieg die Fronten, um seine Geliebte wiedersehen zu können. Als er sie endlich erreicht, ist sie leider schon tot. Natürlich wurde sie vorher geschändet. Also dreht er durch und findet sich kurz darauf in einem Krankenhaus wieder, wo er dann einen unbeachteten Tod stirbt. Diese Geschichte lasse man mit einer verschnörkelten Kursivschrift in weiss auf orange ins Booklet schreiben (grauenhaft zu lesen!).

Alles in allem also nicht so arg prickelnd. Einen Extra-Punkteabzug gibt es noch für den Text von "Torn Dress", der Vergewaltigung für entschuldbar erklärt:
"Give us a little love
Please let us take a rest
Horrors of war are deep in our minds
Give us your sweetness, your consolation
Or we'll take them by force".

Nix weiter zu sagen, oder?

Kara

2 von 6 Punkten

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