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Kingdom Come - Rendered Waters

Kingdom Come - Rendered Waters
Stil: Heavy Rock
VÖ: 25. März 2011
Zeit: 46:40
Label: SPV
Homepage: www.kingdomcome.de

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Kingdom Come anno 2011, das sind Eric Foerster (Git.), Frank Binke (Bass), Nader Rahy (Drums) und selbstredend Mastermind Lenny Wolf (Voc.). Da (leider; wie groß hätte diese Band mit stabilem Line-Up werden können?) zahllose Besetzungswechsel die Straße, die die deutsche Hard Rock-Institution seit den 80ern genommen hat, pflastern, sollte soviel am Anfang gesagt werden. Es war dem Rezensenten vergönnt Kingdom Come diverse Male live und in Farbe zu erleben. Enttäuscht ging da nie einer nach Hause. Ganz im Gegenteil: z.B. beim Auftritt im Augsburger Spectrum (Oktober 2007) als Support-Act von Dokken spielten Lenny und Co. den guten Don schlichtweg an die Wand!
Nun also 2011 und Kingdom Come bringen Rendered Waters unters Volk. Die Scheibe besteht aus acht Neueinspielungen alter bzw. älstester Klassiker und drei neuen Songs.
So weit, so gut. Denn so werden der jüngeren Generation Göttergaben wie "Pushing Hard" und "Living Out Of Touch" vom selbstbetitelten Debut (1988) oder "Can't Deny" und "Should I" von Hands Of Time (1991) entsprechend zugänglich gemacht. Doch wie gestaltet sich jene Zugänglichkeit? Zuvorderst so, dass die Tracks einer soundtechnischen Generalüberholung unterzogen und teilweise von den typischen 80er-Synthies bereinigt wurden, die jedoch zumindest ein Stück weit den Charme der "alten Kamellen" ausmachten. Klar: der Gitarren- und Bass-Sound dröhnt jetzt "fett" (wie überstrapaziert ist eigentlich dieser Ausdruck?) aus den Boxen und manch einem mag das gefallen, der Drum-Mix hingegen - vor allem der eins zu eins St. Anger-Snear-Sound - ist alles andere als songdienlich ausgefallen (um es gelinde auszudrücken) und durchkreuzt scharf jeden Anflug von Nostalgie. Vor allem bei "The Wind" (von In Your Face; 1989) und "Seventeen" (vom Debut) stößt einem das säuerlich auf. Von den neuen Tunes hinterlässt "Don't Remember" - natürlich darf der Name Led Zeppelin in einem Kingdom Come-Review nicht fehlen; hier mit dem Querverweis auf "Over The Hills And Far Away" - den bleibendsten Eindruck. Gut, dass als Rausschmeißer die geniale Hard Rock-Hymne "Break Down The Wall" vom Kingdom Come-Vorläufer Stone Fury mit auf die Scheibe gepackt wurde, doch auch hier irritiert der Sound.
Eine schwächere Wertung als vier Punkte verbittet sich, da die Songs selbst als Kompositionen einfach viel zu viel Strahlkraft besitzen und noch in den neuen Versionen deutlich wird, dass es sich bei Kingdom Come um eine der herausragendsten deutschen Hard Rock-Combos ever handelt. Die Empfehlung, zu den Originalen zu greifen, muss jedoch am Ende dieser Rezension stehen.

Fuxx

4 von 6 Punkten

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