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Vulture Industries - The Malefactor's Bloody Register

Vulture Industries - The Malefactor's Bloody Register
Stil: Progressive Death Metal
VÖ: 05. November 2010
Zeit: 44:32
Label: Karisma Records
Homepage: www.vulture-industries.net

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Drei Jahre ist es nun schon wieder her, seit mich die Bergener mit ihrem Debut The Dystopia Journals begeisterten. Lange hat man von den Norwegern nichts mehr gehört, streng genommen hatte ich sie gar nicht mehr auf der Rechnung. Nun jedoch erscheint das zweite Album dieser Ausnahmeband.
Und eines muss man nach dem ersten Durchlauf sagen: Boah. The Malefactor's Bloody Register ist um Längen progressiver, komplexer und auch abgedrehter geartet, als es das Debut war. Und das macht es dem Hörer nicht wirklich leichter, das Gehörte zu erfassen, geschweige denn auf die Schnelle zu begreifen. Das Soundtrackartige, das ich bei meinem Review des Debuts erwähnt habe, wurde hier weiter ausgebaut und vertieft. The Malefactor's Bloody Register ist definitiv kein Album zum mal eben nebenbei Hören, jeder Song erfordert die komplette Aufmerksamkeit des Hörers, nur so erschließen sich einem nach und nach die Songs. Nehmen wir zum Beispiel den Opener "Race For The Gallows" (nach dem Intro "Crooks And Sinners"): vertrackte, ständig wechselnde Rhythmen, unterschiedliche Tempi und Vocals, die zwischen tiefen Grunts, klarem Gesang bis hin zum Opernhaften hin und her driften, das sind die Grundzutaten. Aber auch vor genrefremder Instrumentierung wird nicht Halt gemacht, so kommt bei "Hangman's Hatch" auch ein Saxophon zum Einsatz und unterstützt dadurch noch die morbide Grundstimmung des Songs. Generell scheint es dem Quintett ein Leichtes, blitzschnell mitten im Song umschalten zu können. Ruhige Momente werden plötzlich zu harten Riffs, langsame Parts werden von kurzen Eruptionen abgelöst, es wird gegrowlt, geflüstert und opernhaft gesungen, und über allem liegt trotz allem (oder gerade deswegen?) ein nicht zu verleugnender Bombast-Faktor. Es scheint, als spielten Vulture Industries nicht nur Songs, sondern als zelebrierten sie vertonte Geschichten. Am besten wird dies bei "I Hung My Heart On Harrow Square" deutlich, bei dem die Keyboards einen wesentlichen Teil zur grotesken Grundstimmung beitragen.
Diesem Album muss man Zeit geben. The Malefactor's Bloody Register ist definitiv ein Album, das seine Zeit beansprucht und die man auch investieren sollte, auch wenn es bisweilen anstrengend ist. Vorausgesetzt man steht auf extrem experimentelle Musik abseits jeglicher Pfade.

Ray

6 von 6 Punkten

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