Review
Messticator - Total Mastery

VÖ: 13. März 2026
Zeit: 53:17
Label: Testimony Records
Homepage: www.facebook.com/messticator
![]()
Tut es nicht gut zu wissen, dass auch immer wieder talentierte Bands von der Basis nachrücken? Total Mastery ist das zweite Album des Hamburger Quartetts Messticator und dürfte einem jeden Death-Metal-Fan die Freudentränen in die Augen treiben!
Nach kurzem Gitarrenintro mit dem verheißungsvollen Titel "The Pit Awaits..." holen Messticator den Knüppel aus dem Sack und ballern uns mit "... The Pitslayer" ein Feuerwerk an Blastattacken und fetten Gitarren-Riffs um die Ohren. Junge, dieser Opener weiß seinem Titel gerecht zu werden! Heavy und ausgewogen produziert, kommen die sägenden Gitarren, das hämmernde Schlagzeug und die kraftvollen Growls gleichermaßen gut zur Gelten. Wenngleich "... The Pitslayer" zu den heftigsten Songs auf Total Mastery gehört, gibt er dennoch einen kleinen Vorgeschmack, was uns in Sachen Melodie auf diesem Album noch erwarten soll. Die wird nämlich im Camp der Hanseaten durchaus großgeschrieben, so groß, dass man auch den Term Melodic Death Metal problemlos ins Feld führen könnte.
Zunächst rauschen "High Ground" und "One-Shot-Kill" jedoch mit ordentlicher Thrash-Schlagseite um die Ecke. Die Band selbst beschreibt ihren Stil gerne auch als Thrashing Death und liefert mit diesen beiden rasant gezockten und mit messerscharfen Riffs bestücken Nummern quasi die Bestätigung dazu. "Ruins Of Reason" legt den Fokus verstärkt auf eingängige Melodien, fährt dicke Gitarrenwände ebenso auf, wie fingerfertiges Solospiel und lässige Basslinien. Als erste, im Tempo deutlich gedrosselte Nummer setzt "Mass Human Extinction" auf Groove und eine drückende Atmosphäre, kann sich die eine oder andere Blast-Salve am Ende aber doch nicht verkneifen. Kalte Gitarrenteppiche und hymnische Melodien verpassen "Deathtouch" einen dezent schwarzmetallischen Anstrich, während "The Tyrant's Scepter" uns vermittelt, dass Messticator auch einen auf Technik können. Schließlich liefert der Rausschmeißer "Cougar Claws (Return Of The Leather Milf)" eine dicke Ladung Heavy Metal mit Death-Growls und erweitert auf der Zielgeraden das stilistische Repertoire der Band um eine weitere Facette.
Was soll man sagen? No Filler, Just Killer - dieser Floskel kann Total Mastery durchaus gerecht werden. In Sachen Songwriting und handwerklicher Umsetzung lassen die Jungs aus Hamburg nichts anbrennen und bescheren uns im noch jungen Jahr ein erstes Highlight in Sachen Krach von der Basis. Checkt das coole Musik-Video zum thrashigen Nackenbrecher "Bloodsport" im Netz und überzeugt euch selbst!


