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Sonic Syndicate - We Rule The Night

Sonic Syndicate - We Rule The Night
Stil: Melodic Death Pop Metal
VÖ: 27. August 2010
Zeit: 45:50
Label: Nuclear Blast
Homepage: www.sonicsyndicate.com

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Ah, ihr werdet sie wieder hassen, natürlich. Und sie machen es einem auch leicht, dagegen zu sein. Schließlich sind Sonic Syndicate zweifelsohne eine Reißbrettband, mal ganz galant ausgedrückt, wahrscheinlich schnöde gecastet, ob Oberjuror Bohlen dabei war oder nicht: klar ist das Kalkül bis ins Letzte. Aber trotzdem ist es immer wieder spaßig.

Auf ihrer neuen Scheibe präsentieren sich die Herren und die Dame um die Brüder Richard, Robin und Roger Sjunesson - nach wie vor verstärkt durch den Ami-Shouter Nathan James Biggs, der 2009 dazustieß - mit einer Mischung, die wir mal als musikalische Schrotflinten-Taktik bezeichnen wollen: man feuert breit gestreut in alle Richtungen und hofft, dass irgendwas schon irgendwo einschlagen wird.

Die Zutaten sind altbekannt: ein bisschen Gebolze, ein bisschen Kreisch-Vocals, viele cleane Parts, schöne Refrains, und ein Donnersound. Zusammengebastelt ergab das schon immer eine Art Mischung aus Linkin Park, In Flames und Killswitch Engage aus dem Kindergarten, der schon die Vorgänger-Scheibchen Only Inhuman und Love And Other Disasters prägte. Jetzt aber möchte man das musikalische Spektrum noch weiter aufbohren und liefert für jeden Teenie was: "Beauty And The Freak" bietet die gewohnte Melange, "Revolution, Baby!" präsentiert relativ sauberen Modern Rock, mit "Burn This City" gibt's eine Neueinspielung der launigen Single des Vorgänger-Albums (warum?). Aber dann geht's rund: "My Own Life" serviert eine astreine Radio-Ballade, so wie sich das die Facebook-Mädchen wünschen, und "Turn It Up" schließlich präsentiert mit elektronischen Einsprengseln Tanzboden-Sound.

Ja, das alles wird sie nicht beliebter machen. Man schielt hier ganz eindeutig auf den US-Teenie-Markt, der begeistert von Filmen wie Twilight denkt, das wäre heftiger Stoff, und da müsse jetzt auch ein knalliger Soundtrack her, der aber bitte auch süß und eingängig sein soll. Genau das ist das Material (nicht umsonst hat man Werbespots vor dem eben genannten Kinofilm gebucht), eben Rock der Twitter-Generation - gute Melodien gibt's zu Hauf, die Sause macht Freude, aber weniger Metal als dieses Mal waren sie selten. In Wacken sollten sie sich nicht blicken lassen.

Holgi

4 von 6 Punkten

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