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Suicidal Angels - Sanctify The Darkness

Suicidal Angels - Sanctify The Darkness
Stil: Thrash Metal
VÖ: 20. November 2009
Zeit: 38:13
Label: Nuclear Blast
Homepage: -

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Ist ja mal ganz was Neues, eine Old School Thrash Band. Gibt es derzeit ja überhaupt nicht...
Oder eine Band, die einen Contest gewonnen hat, ist ja auch völlig unüblich heutzutage. Aber gut, nur, weil man auf einer Modewelle mitschwimmt, muss man ja noch nicht schlecht sein. Originell aber auch nicht unbedingt.

Die Suicidal Angels kommen aus Griechenland und werkelten seit acht Jahren mehr oder weniger erfolgreich im metallischen Untergrund vor sich hin, bevor sie einen Wettbewerb in diesem Jahr gewannen und von Nuclear Blast unter Vertrag genommen wurden (Parallelen zu Swashbuckle drängen sich da auf). Mit diesem Label im Rücken versuchen die Hellenen nun, mit ihrem aktuellen Album ihr Underground-Flair abzustreifen und im Konzert der Szene-Größen mitzumischen.

Zumindest produktionstechnisch klappt das auch anstandslos, denn bei aller notwendigen Räudigkeit erweckt die Scheibe nie den Eindruck, unterproduziert zu sein. Knochentrocken und direkt abgemischt, transportiert Sanctify The Darkness die Aggressivität der 80er Jahre in die heutige Zeit und wirkt doch an keiner Stelle altbacken oder verstaubt. Sehr brauchbarer Klang also, ehrlich und authentisch, so muss Thrash klingen. Passend dazu gibt sich auch die Performance der Band, denn auch wenn der Technikfreak wohl nicht verzückt mit der Zunge schnalzen wird, konzentrieren sich die Griechen aufs Wesentliche und machen dabei einen durchaus kompetenten Eindruck. Keine Sperenzchen, spielerische Kabinettstückchen oder sonstiger Firlefanz haben sich auf den Tonträger verirrt und so lenkt auch nichts von der Musik ab. Genauso gehört sich das, gefällt mir ausnehmend gut.

Dafür ist das Liedgut zwar solide geraten und kann durchweg unterhalten, aber der ein oder andere große kompositorische Wurf wird dann vom Schreiberling doch vermisst. Deutliche Anklänge an klassisches Sepultura-Liedgut hört man immer wieder, allerdings, ohne die Klasse der großen Brasilianer beim Songwriting zu erreichen. Insgesamt machen die Selbstmordengel bei den flotteren Stücken eine etwas bessere Figur als bei den etwas verhalteneren Stellen, die hin und wieder ein wenig unspektakulär geworden sind.

Nun, trotz der etwas pessimistischen Einleitung hat sich die CD als sehr solide Scheibe erwiesen, die den Kuttenträger alter Schule mehr als zufrieden stellen wird. Ein Überraschungserfolg allerdings wird das Werk außerhalb dieses Klientels wohl eher nicht werden, dazu ist es zu stark in den Genregrenzen gefangen und auf Nummer sicher geraten. Brauchbares Futter für den Thrasher im Manne und in der Frau natürlich, aber das könnte man schon wieder missverstehen...

Hannes

4 von 6 Punkten

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