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HermH - Cold Blood Messiah

HermH - Cold Blood Messiah
Stil: Black Metal
VÖ: 25. Februar 2009
Zeit: 38:56
Label: Regain Records
Homepage: hermh.pl

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Wann immer eine polnische Extrem-Band zur Rezension ansteht, muss sie sich zwangsläufig mit den dortigen Platzhirschen Vader und Behemoth messen lassen. Im Falle von HermH ist dies aber fehl am Platze, denn außer ihrer Herkunft haben die fünf Musiker nicht allzu viel gemein mit den erwähnten Kapellen, ist doch Death Metal nicht der Stil, dem die 1993 gegründete Combo huldigt.

Vielmehr wird auf Cold Blood Messiah dem Schwarzmetall gehuldigt. Und zwar nicht dem der ursprünglichen, nach Telefonhörer klingenden Provenienz, sondern ganz klar die etwas epische Sorte, die einem unwillkürlich Bandnamen wie z.B. Dimmu Borgir in den Sinn kommen lässt. Grandioses und gleichzeitig bösartiges Feeling wird kombiniert mit schwarzmetallischer Raserei, quasi-orchestrale Parts wechseln sich mit purem Geknüppel ab, Gekeife geht in pompöse Chöre über. Mal rasend schnell, dann wieder von gediegener Eleganz, wird Black Metal auf sehr hohem Niveau zelebriert, sowohl vom Songwriting her als auch von der instrumentalen Kunst. Langeweile, weil alles ähnlich klingt? Fehlanzeige! Abwechslungsreicher Black Metal, der ihn ohne Gnade in seinen Bann zieht, wird dem Hörer vorgesetzt, intensiv, aber nicht erdrückend. Dazu trägt auch das zwar kurze, aber trotzdem gelungene Instrumental "Gnosis" bei, dass dem Konsumenten die durchaus benötigte Atempause verschafft, um sich danach wieder in die HermH'sche Soundapokalypse stürzen zu können.

Technisch können die Polen auf ganzer Linie punkten, da sind keinerlei Ausfälle zu bemängeln. Ein im positiven Sinn völlig wahnsinniger Zuber prügelt sich sehr abwechslungsreich durch die acht Songs (auf "Gnosis" hat er Pause), der Session-Keyboarder Marek Papaj kann die Band mit äußerst atmosphärischem Spiel, das niemals aufdringlich oder gar "dudelig" wird, unterstützen und die Saitenfraktion glänzt mit starken Leads und griffigen Riffs. Dazu mit Bart (nein, nicht der gelbe Schlingel) noch ein recht solider Sänger, der neben dem genreüblichen Gekeife auch noch andere Stimmlagen einbringen kann und fertig ist ein überzeugendes Produkt.

Wenn es dann doch nicht ganz zur Höchstwertung reicht, liegt das an zwei Punkten: Erstens klingt die Scheibe wie so manches Produkt aus den Herz Studios an manchen Stellen etwas künstlich, vor allem im Schlagzeugbereich. Und zweitens wirken die Chöre hin und wieder etwas zu pathetisch, da wäre weniger mehr gewesen.

Bleibt trotz allem Gemecker eine CD, die einfach gut ist. Wer seinen Black Metal nicht unbedingt völlig unterproduziert mag, wird an Cold Blood Messiah seine teuflische Freude haben.

Hannes

5 von 6 Punkten

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