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Beardfish - Sleeping In Traffic: Part One

Beardfish - Sleeping In Traffic: Part One
Stil: Progressive/Art Rock
VÖ: 18. Mai 2007
Zeit: 65:57
Label: Inside Out
Homepage: www.beardfish.argh.se

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Dass Inside Out ein gutes Händchen bei der Auswahl seiner Künstler hat sollte der geneigte Hörer mittlerweile eigentlich wissen. In dem vorliegenden Fall ist es genauso, doch der Reihe nach. Die schwedische Band Beardfish (2001 gegründet) veröffentlichte in Eigenproduktion 2003 Fran En Plats Du Ej Kan Se... (auf Deutsch: Von Einem Ort, Den Du Nicht Sehen Kannst) und 2006 das Doppelalbum The Sane Day, welche ihnen gute Kritiken einbrachten und durch die sie es auch zu einer Art Geheimtipp schafften. Inside Out nahm sich schließlich des Quartetts an und versucht jetzt über eine breitere Basis das erste reguläre Album Sleeping In Traffic: Part One an Mann und Frau zu bringen.

Das sollte ihnen auch gelingen. Um schon mal eins vorwegzunehmen, ein ganz großes Plus ist der sehr organische und warme Sound, der gleich beim zweiten Track "Sunrise" (nach dem instrumentalen Opener "...On The Verge Of Sanity") deutlich auszumachen ist. Genauso wie das Spiel zwischen balladesken und rockigen Elementen, das sich in gewisser Form durch das komplette Album hindurchzieht. Sicherlich nicht konsequent, da gibt es noch genügend Platz für Schifferklavierklänge, (Hammond)Orgeln, Jazz- und Folkpassagen, psychedelischen Ansätzen und ganz viel Gitarrenspiel mit Feingefühl, letzteres deutlich nachzuhören beim tollen "Afternoon Conversation". Immer wieder tauchen auch Anleihen an alte Genesis, Beatles (gerade was die Harmonien betrifft), Supertramp, Uriah Heep und Spock's Beard auf. Stur abgekupfert wird dabei allerdings nichts, aber die Stilmittel die benutzt werden lassen sich nicht verleugnen. Retro as Retro can be. Wer's nicht glaubt, sollte sich das zwölfminütige "Roulette" anhören. Allerdings könnten die Ideen in Zukunft auch noch ein bisschen zwingender ausfallen, immer öfter beschleicht mich das Gefühl dass da noch mehr gehen könnte, wenn man sich nur traut. Auch Sänger und Multiinstrumentalist Rikard Sjöblom (Keyboards, Gitarre, Akkordeon, Percussion) könnte an seinen Gesangslinien noch ein klein wenig feilen. Versteht mich nicht falsch, was Beardfish hier abliefern hat absolut Klasse, aber es steckt noch mehr Potenzial in der Band als sie momentan noch zeigen. Ob die in dem Promozettel erwähnten Einflüsse wie Frank Zappa, Camel und Gentle Giant stimmen, kann ich nicht bestätigen, allerdings denke ich dass Beardfish in dieses Raster durchaus passen.

Wie dem auch sei, Sleeping In Traffic:Part One ist ein wirklich schön anzuhörendes und niveauvolles Werk geworden, welches durch Harmonie und auch Homogenität besticht. Darüber hinaus wirkt nichts großartig konstruiert oder gar kalkuliert. Beardfish sollten es durchaus schaffen sich einen Namen zu machen, da bin ich mir ziemlich sicher, gerade wenn man sich wirklich tolle und abwechslungsreiche Songs wie "And Never Know", "Harmony" und "Year Of The Knife" anhört. Das nächste Album (und somit der zweite Teil) der schwedischen Band soll bereits in der Mache sein, da kann man wirklich gespannt sein wie es mit diesen Talenten weitergeht.

Andi

4 von 6 Punkten

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