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Festering Saliva - Realm Of The Forgotten

Festering Saliva - Realm Of The Forgotten
Stil: Death Metal
VÖ: 02. März 2007
Zeit: 38:58
Label: Bad Land Records
Homepage: www.festering-saliva.de

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Nach einem Demo (Old Christian Soul), einer Split-CD mit Cryptic und Vivisection und dem ersten Longplayer The Isle Of Nightmares von 2001 steht nach unendlich langer Wartezeit ein neues Lebenszeichen in Form von Realm Of The Forgotten beim Händler eures Vertrauens. Bad Land Records aus Grafing bei München nahm sich des Haufens um Gitarrist und Songwriter Gerd Pleschgatternig an und veröffentlicht das bereits 2004 eingespielte neue Album der Death Metal Maniacs aus dem Großraum München.

Nach einem kriegerischen und "One"-ähnlichen Intro "Left In Ashes" geht es mit dem "Military Song" gleich kompakt fett in die Vollen. Teilweise erinnert mich dieser Vorschlaghammer an "Lycanthropy" von Six Feet Under. Dieses Stakkatoriff kriegt man einfach nicht mehr aus der verweichten Birne. Die Schnellfeuersalven der Gitarren und dem Schlagzeug bringen zusammen mit dem tief röchelnden Organ von Frontbrüller Roland das Blut in Wallung. Geiler Beginn, so kann es weiter gehen. Der Titelsong blastet sich gleich zu Beginn durch die Eingeweide, ein Break und es wird groovig gerifft und die Doublebass sauber und präzise bearbeitet. Der Song gefällt durch seine abwechslungsreiche Gestaltung und die gelungene slappend wirkende Bassarbeit, die ebenfalls in Gerds Händen lag. Was für ein Brett?!?! Da braucht es erst mal eine kurze Verschnaufpause, die uns die Knaben dann mit einem akustischen Gitarrenzwischenspiel bieten, bevor das Unheil mit dem teils flotten Groovemonster "Your Revenge" abermals gnadenlos über die Lauscher hereinbricht. Wer bis jetzt noch nicht infiziert wurde, dem ist nicht mehr zu helfen. Geiler Sound, geile Riffs, fiese Vocals und facettenreiches Drumming. So geht es weiter und weiter. "Awaiting The Suffering" hat einen kleinen Solopart der Sechssaitigen, "On Your Knees" lässt mich schon nach dem ersten Durchlauf vor der Anlage bedächtig zu Boden sinken. Bis zum finalen Hassbrett "Reasonless Hate" verharre ich starr in der eingenommen Haltung vor dem CD-Spieler und komme erst bei den letzten Worten "Enemies Destroyed" wieder zur Besinnung.
Die Wutausbrüche werden mit brachialem kalten Riffing unterlegt. Sänger Roland grunzt sich die Seele aus dem Leib, Drummer Manu bietet variantenreiches Kesselwerk mit wirrer Hihat-Bedienung, die mir imaginär die Arme verknoten lässt. Als Anhaltspunkte fallen mir bei der langsamen Rhythmik die Genrekönige Bolt Thrower ein, wird es dann grindblastig, sind amerikanische Knüppelcombos wie Massacre, Death oder alte Morbid Angel nicht weit weg. Kurze akustische Übergänge zwischen den Stücken sorgen für reichlich Abwechslung und bieten eine willkommene Abwechslung zur Dampfwalzenmucke des Quartetts.

Um es auf den Punkt zu bringen: Es groovt, es drückt, es walzt, es bratzt und es wird gerade im Gitarrenbereich von Gerd und seinem Sidekick Christoph etliches aufgeboten, was bei einigen bekannten Größen für drei bis vier Alben reichen würde. Wer Zeit und Geduld aufbringt, wird mit diesem Stück Death Metal-Kunst reichlich beschenkt.
Der Sound drückt ordentlich in die Magengrube und verdient Respekt, denn das Budget dürfte sich doch in einem sehr begrenzten Rahmen gehalten haben. Für eine Undergroundproduktion ist das Teil der absolute Hammer und sollte euch jeden Cent wert sein. Diese Jungs haben eure Unterstützung verdient. Also, Spargroschen zusammengekratzt und das Dingens mit klassisch aufgemachtem und edel gestaltetem 16-seitigem Booklet inklusive Texte abgegriffen. Wer im Handel nicht fündig wird, sollte auf der Homepage der Band und/oder Plattenfirma fündig werden. Das Heimspiel endet mit einer guten geschlossenen Mannschaftsleistung und kann damit überaus verdiente fünf Punkte einfahren.

Siebi

5 von 6 Punkten

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